HessenMehr Bürgerbeteiligung erwünscht

Laut einer Umfrage wollen Hessens Bürger stärker am politischen Willensbildungsprozess beteiligt werden.
(Bildquelle: creativ collection Verlag)
73 Prozent der hessischen Bürger wollen künftig stärker am politischen Willensbildungsprozess und an politischen Entscheidungen beteiligt werden. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts dimap im Auftrag der Hessischen Staatskanzlei. Entscheidend für das Engagement der Befragten sei, dass sie persönlich betroffen sind und Interesse für ein konkretes Projekt haben. Wenn es um Entscheidungen vor Ort geht, nimmt der Wunsch nach Bürgerbeteiligung zu. Die Bürger wollen zudem frühzeitige Informationen über geplante Vorhaben (89 Prozent) sowie Informationen über Alternativen und Kosten (88 Prozent). Überraschend war laut der Hessischen Staatskanzlei die Haltung der Bürger zum Internet. 45 Prozent der Befragten meinen, dass Beteiligungsverfahren im Internet in Zukunft stärker ausgebaut oder genutzt werden sollten. Mehr als die Hälfte der Befragten sind hingegen der Auffassung, dass ins Internet gestellte Entscheidungen und Debatten nicht zu einer besseren Bürgerbeteiligung führen. 58 Prozent betrachten das Internet lediglich als Mittel für eine Minderheit der Bevölkerung, die sich im Netz gut bewegen kann. „Hier scheint die Skepsis noch zu überwiegen“, erläutert Michael Bußer, Sprecher der Hessischen Landesregierung. „Obwohl das Internet immer mehr Bereiche des Alltags beeinflusst, ist seine Akzeptanz als Möglichkeit zur demokratischen Mitgestaltung für die Hessinnen und Hessen gegenwärtig nicht so groß. Dies muss nicht so bleiben, aber die Umfrage zeigt, dass es derzeit nicht sinnvoll wäre, eine Intensivierung anzustoßen.“ Insbesondere in der Altersgruppe der 60- bis 74-Jährigen besteht mit 27 Prozent eine geringe Neigung, das Internet stärker für die Bürgerbeteiligung auszubauen. In der Gruppe der Jüngeren (18 bis 24 Jahre) sind 50 Prozent für einen stärkeren Ausbau, während in der Altersgruppe darüber (25 bis 34 Jahre) 60 Prozent einen stärkeren Ausbau wünschen. Die Umfrage zeige darüber hinaus, dass der Bildungshintergrund beim Umgang mit dem Netz von Bedeutung ist. Je höher der Bildungsgrad, desto stärker sei auch der Wunsch, Bürgerbeteiligung im Netz auszubauen. Demgegenüber finden andere Instrumente der Bürgerbeteiligung mehr Zuspruch: 78 Prozent der Hessen wünschen sich eine Anlaufstelle für Bürgeranliegen. Auch Volksbegehren und Bürgerentscheide sind für 76 Prozent ein wichtiges Instrument. 71 Prozent möchten, dass Bürgerversammlungen und Bürgerforen ausgebaut werden. Danach befragt, in welchen Bereichen eine Beteiligung besonders wichtig sei, plädieren 75 Prozent für die Verwendung von Finanzmitteln. Insbesondere die Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen legt hierauf mehr Gewicht (81 Prozent). Auch beim Bau von Energie- und Verkehrsinfrastrukturprojekten wollen die Befragten stärker beteiligt werden (71 und 67 Prozent). Eine Beteiligung bei der Reduzierung von Flug- und Bahnlärm sehen 60 Prozent als wichtig an. Die Umfrage wurde bei 1.002 Wahlberechtigten in Hessen im Zeitraum vom 5. bis 13. Mai 2014 erhoben.
Grafiken Beteiligung von Bürgern am politischen Willensbildungsprozess (PDF, 125 KB)
Tabellen Bürgerbeteiligung in Hessen (PDF, 286 KB)
KI-Oasen: Wenn Städte träumen
[31.07.2026] Das Architekturbüro weiss Architekten entwickelt mit den KI-Oasen ein Beteiligungsformat, das Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger niederschwellig in ortsspezifische Bilder übersetzt. In Eichstätt wird daraus nun ein kommunales Pilotprojekt. mehr...
Serie Smart Cities, Teil 4: Bürger als Gestalter
[30.07.2026] Aus zahlreichen Praxisprojekten hat das Fraunhofer-Institut IESE zentrale Erkenntnisse gewonnen, wie eine gute Bürgerbeteiligung gestaltet sein sollte. Ein Erfolgsfaktor: Digitale Angebote sollten mit Vor-Ort-Formaten kombiniert werden. mehr...
Magdeburg: Beteiligung mit VR
[28.07.2026] Wie lassen sich komplexe städtebauliche Planungen anschaulich vermitteln und die Bürgerbeteiligung stärken? Ein Forschungsprojekt zeigt am Beispiel der Großen Münzstraße in Magdeburg, wie Virtual Reality neue Wege in der Bauleitplanung eröffnen kann. mehr...
Achim: Portal für Bürgertipps
[27.07.2026] Die Stadt Achim ist die erste Kommune im Kreis Verden, die auf das moderne Bürgertipps-Portal von Anbieter NOLIS setzt. Sag’s Achim lässt sich über Smartphone, Tablet und PC gleichermaßen einfach nutzen und löst die bisherige Online-Mängelmelder-Lösung ab. mehr...
Mainz: Microsite erleichtert das Mitgestalten
[14.07.2026] Die Bürgerbeteiligung der Stadt Mainz präsentiert sich mit einem rundum modernisierten Webauftritt. Die neue Microsite „Gemeinsam Mainz gestalten“ soll es den Bürgerinnen und Bürgern künftig noch einfacher machen, Mitwirkungsmöglichkeiten wahrzunehmen. mehr...
Uslar/Katlenburg-Lindau: Digitale Beteiligungsplattform zur Artenvielfalt
[10.07.2026] Für den Naturschutz ist ein feinmaschiges Monitoring der Artenvielfalt zentral. Interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort können aufgrund lokaler Gebietskenntnis und wiederholter Beobachtung wertvolle Hinweise liefern. Ein Forschungsprojekt in Niedersachsen nutzt dazu digitale Lösungen von wer denkt was. mehr...
Studie: Bürgerbeteiligung ohne Hightech
[08.06.2026] Erstmals wurde bundesweit untersucht, wie Kommunen digitale Bürgerbeteiligung einsetzen. Die Erhebung zeigt, dass ostdeutsche Kommunen häufiger aktiv sind als westdeutsche. Gleichzeitig zeigt sich bundesweit: Digitale Bürgerbeteiligung in der Breite ist kein Hightech-Unterfangen. mehr...
Hamburg: Aktionsplan für Nachhaltigkeit
[05.06.2026] Ihr Engagement für eine offene und transparente Verwaltung baut die Freie und Hansestadt Hamburg weiter aus und ist in die neue Programmphase von Open Government Partnership (OGP) Local gestartet. Im Fokus steht die gesamtstädtische Nachhaltigkeitsstrategie. mehr...
wer denkt was: 15 Jahre Innovation und Dialog
[07.05.2026] Das Unternehmen wer denkt was feiert Jubiläum: Seit 15 Jahren begleitet die Firma Kommunen im ganzen Bundesgebiet bei der Umsetzung moderner Beteiligungsprozesse. mehr...
Stuttgart: Relaunch fürs Beteiligungsportal
[04.05.2026] Ihr Beteiligungsportal hat die Stadt Stuttgart grundlegend modernisiert. Der Zugang wurde barrierearm und intuitiv gestaltet. Für mehr Verständlichkeit und effiziente Auswertungen setzt die Stadt auf KI. mehr...
Kirchenlamitz: Radspur-App liefert Daten aus der Praxis
[20.03.2026] Mit welcher Frequenz Radwege genutzt werden und ob es auf den Strecken Verbesserungsbedarfe gibt, will die Stadt Kirchenlamitz mithilfe einer App herausfinden. Ist die Anwendung auf dem Smartphone installiert und aktiviert, kann sie anonymisiert GPS- und Erschütterungsdaten erfassen. Auch können die Nutzerinnen und Nutzer über die App auf Gefahrenstellen oder Hindernisse hinweisen. mehr...
Bad Homburg v. d. Höhe / Friedrichsdorf / Wehrheim: Gemeinsame Beteiligungsplattform
[19.03.2026] Mit Seid Dabei haben Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf und Wehrheim eine gemeinsame Beteiligungsplattform gestartet, auf der jede Kommune zwar einen eigenen Bereich verwaltet, die technische Infrastruktur aber mit den anderen teilt. mehr...
Gersheim: Mehr Service mit Gerda
[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...
E-Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen
[26.02.2026] Analoge Beteiligungsformate sprechen nur eine begrenzte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an. Fügen Kommunen digitale Partizipationsangebote planvoll hinzu, erreichen sie mehr Zielgruppen. Wichtig ist die intelligente Kombination der beiden Ansätze. mehr...
Darmstadt: Digitalstrategie mitgestalten
[25.02.2026] Mit einer neuen Digitalstrategie will die Stadt Darmstadt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer digitalen Verwaltung und Services stellen. In die finale Fassung sollen auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen. mehr...




















