Montag, 23. März 2026

SaarlandNote Eins für Netzanbindung der Schulen

[10.09.2024] 98 Prozent aller saarländischen Schulen können jetzt auf Gigabitbandbreiten zugreifen. Damit nimmt das Land beim Gigabit-Internet an Schulen die Spitzenposition unter allen Bundesländern ein. Der Ausbau wurde nicht von einzelnen Kommunen, sondern zentral koordiniert.
Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Die Anbindung von Schulen an das Gigabitnetz ist eine wichtige Voraussetzung für digitales Lernen. Das Saarland ging diese Aufgabe zentralisiert an – mit Erfolg.

(Bildquelle: olegdudko/123rf.com)

Im Saarland wurde das landesweite Projekt „Gigabitpakt Schulen Saar“ abgeschlossen. Mit großem Erfolg, wie der Wirtschafts- und Digitalminister Jürgen Barke und der CEO des Breitbandversorgers Deutsche Glasfaser, Andreas Pfisterer, bei der feierlichen Abschlussveranstaltung verkündeten. Fast alle saarländischen Schulen sind jetzt an das Glasfasernetz angeschlossen. Im bundesweiten Vergleich rückt das Saarland bei der Netzanbindung seiner Schulen nun an die Spitze. „Mit dem Projekt ‚Gigabitpakt Schulen Saar‘ haben wir von Anfang an einen Sonderweg eingeschlagen. Während sich bundesweit die Kommunen in kleinteiligen Verfahren selbst um die Anbindung ihrer Schulen gekümmert haben, haben wir diese Aufgabe im Saarland zentralisiert und mit höchster politischer Priorität vorangetrieben. In den letzten Jahren wurden im ganzen Land Glasfaserkabel verlegt und hunderte Schulen an die Highspeed-Datenautobahn angeschlossen“, erläutert der Minister. Nun sei im Saarland flächendeckend das Fundament für eine zukunftsfeste digitale Bildung geschaffen worden, so Barke. Dessen Ministerium hat das Projekt landesseitig mit 10,5 Millionen Euro unterstützt; das Bundesministerium für Digitales und Verkehr trägt 14,3 Millionen Euro; die Kommunen investieren 1,2 Millionen Euro als Eigenanteil. Zentralisierung hat viele Vorteile Der „Gigabitpakt Schulen Saar“ geht auf eine Initiative der Landesregierung Ende 2018 zurück. Damals hatte der Bund ein neues Förderprogramm für Kommunen aufgelegt, mit dem diese ihre Schulen ans Glasfasernetz anschließen können. Gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar hatte die Landesregierung den Schulträgern im Saarland angeboten, die Mittel des Bundes mit Landesmitteln aufzustocken und die Anbindung der Schulen zentral vom Zweckverband mit dem dort angesiedelten Breitbandbüro Saar umzusetzen. Den Kommunen blieb damit erspart, eigene Kompetenzen in diesem Feld aufzubauen. Darüber hinaus versprach die Zentralisierung der Maßnahme Effizienz- und Kostenvorteile. Fast alle Schulträger nahmen das Angebot an: 327 Schulen, die über das gesamte Saarland verteilt sind, wurden Teil der Maßnahme. Für die wenigen Schulen, die auch nach Abschluss des Flächenausbaus keinen Zugriff auf Gigabitbandbreiten haben, greift eine weitere Lösung: Dort soll im Rahmen der kommunalen Gigabit-Flächenförderung ein Glasfaseranschluss bereitgestellt werden. Umgesetzt wurde der Glasfaserausbau in dem Vorhaben durch den Netzbetreiber inexio, dieser hatte sich bei einem europaweiten Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Das Saarlouiser Unternehmen ist seit 2020 Teil der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser.



Stichwörter: Schul-IT, eGo Saar, inexio, Saarland


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