Donnerstag, 22. Oktober 2026

VitakoOhne moderne Register geht es nicht

[11.10.2023] Wie kann digitale Verwaltung auf Basis moderner Register funktionieren? Dieser Frage stellte sich die von Vitako organisierte Fachkonferenz zu digitaler Verwaltung und Registermodernisierung. Zudem publizierte Vitako ein neues Positionspapier.
Auf der Vitako-Fachkonferenz wurde die digitale Verwaltung auf Basis moderner Register diskutiert.

Auf der Vitako-Fachkonferenz wurde die digitale Verwaltung auf Basis moderner Register diskutiert.

v.l.: Christoph Verenkotte, Präsident des Bundesverwaltungsamts; Dr. Horst Baier, CIO des Landes Niedersachsen; Dr. Rolf Beyer, Vorstandsvorsitzender von Vitako und KDO-Verbandsgeschäftsführer; Katrin Giebel, Geschäftsstellenleitung bei Vitako; Marc Groß,

(Bildquelle: Vitako e.V.)

Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, lud Anfang Oktober 2023 nach Hannover zur Fachkonferenz zum Thema digitale Verwaltung und Registermodernisierung ein. Mit dem Schwerpunkt „Packen wir es an – Wie kann digitale Verwaltung auf Basis moderner Register funktionieren?“ standen die Schaffung einer durchgängig digitalen Verwaltung sowie moderne interoperable Register als deren Basis im Fokus. Die Konferenz wurde von Rolf Beyer eröffnet, der dem Vitako-Vorstand vorsitzt und die Geschäfte des Zweckverbands Kommunale Datenverarbeitung Oldenburg (KDO) führt. Im ersten Konferenzblock wurde die Paneldiskussion zur Mission einer digitalen Verwaltung mit der Keynote „Digitales Front End – und wie geht es weiter im Back End?“ vom Präsidenten des Bundesverwaltungsamts (BVA) Christoph Verenkotte eröffnet. Der BVA-Präsident habe dabei auch hervorgehoben, dass die Expertise der kommunalen IT-Dienstleister für die praxisorientierte Umsetzung in der Fläche absolut notwendig sei. Dies betonte Vitako in einer Pressemeldung zu der Veranstaltung. Das Diskussionspanel im ersten Konferenzblock widmete sich der Frage, wie das Zukunftsbild einer digitalen Verwaltung mit Blick auf die jeweils spezifischen Anforderungen der föderalen Ebenen aussehen sollte. Interoperable Register als Lösung Fachliche Impulse zur Registermodernisierung gab es im zweiten Konferenzblock. Aus der jeweiligen föderalen Perspektive wurde der Status quo zur Umsetzung auf der Ebene des Bundes und im Land Niedersachsen skizziert. Aus Sicht des Deutschen Städte- und Gemeindebunds (DStGB) sei insbesondere die Klärung der drängenden Fragen nach Kosten, Aufwänden, Finanzierung und technischer Umsetzung von hoher Relevanz, betonte DStGB-Sprecher Alexander Handschuh. Die darauffolgende Diskussionsrunde erörterte Herausforderungen und Lösungsansätze zu Steuerungs-, Entscheidungs- und Beteiligungsprozessen auf Bund-Länder- und kommunaler Ebene. „Moderne, interoperable Register sind die Basis für eine effektive digitale Verwaltung, darin sind sich alle einig. Was die Ausgangslage der kommunalen Register zu Digitalisierungsgrad, Datenqualität und Anschlussfähigkeit angeht, ist die gegenwärtige Situation sehr heterogen. Je nachdem, aus welcher föderalen Perspektive die Registermodernisierung betrachtet wird, variieren Anforderungen und Bedarfe bei den Beteiligten. Erfolgreich können wir nur gemeinsam sein“, erklärte Vitako-Geschäftsstellenleiterin Katrin Giebel, die auch die Panels moderierte. Am Ende des Konferenztags stand fest, dass digitale Verwaltung und Registermodernisierung nur in Zusammenarbeit aller Föderalebenen zu leisten seien. Nur wenn alle beteiligten Akteure ebenbürtig und konstruktiv zusammenarbeiten, könne die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung erfolgreich gestaltet werden. Neues Positionspapier KDO-Chef Rolf Beyer stellte den Konferenzteilnehmenden zudem das neue Vitako-Positionspapier „Mission digitale Verwaltung – Perspektiven der kommunalen IT-Dienstleister“ vor. Nur das medienbruchfreie Zusammenspiel von Front End und Back End durch automatisierte und in der Fläche ausrollbare Prozesse auf Basis einer souveränen Verwaltungscloud und der Nutzung von KI könnten eine volldigitalisierte und zukunftsorientierte agile öffentliche Verwaltung ermöglichen. „Wir sind der Überzeugung, dass ein Paradigmenwechsel zu digital-by-Design und digital-only benötigt wird. Hierfür brauchen wir eine ermöglichende Rechtsetzung, um Transparenz und Handlungsfähigkeit gewährleisten zu können und somit das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger für die Digitalisierung der Verwaltung zu gewinnen“, betonte Beyer.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Messen | Kongresse
Messehalle mit viel Publikum

it-sa Expo&Congress 2026: Erstmals über 1.000 Aussteller erwartet

[21.10.2026] Vom 27. bis 29. Oktober 2026 zeigt die it-sa Expo&Congress in Nürnberg Lösungen für die IT-Sicherheit. Zum Rahmenprogramm gehört eine interaktive Simulation, die Entscheidungen unter Zeitdruck bei einem Cyber-Angriff und deren Folgen nachvollziehbar machen soll. mehr...

Eine Frau spricht auf der Plaza Stage der Smart Country Convention vor Publikum.

Smart Country Convention 2026: Volle Hallen, viele Themen

[19.10.2026] Die Smart Country Convention ist am vergangenen Donnerstag mit einem Besucherrekord zu Ende gegangen. Besucherzahl und Ausstellungsfläche wuchsen gegenüber dem Vorjahr um rund 30 Prozent. Ein neuer Themenschwerpunkt widmete sich der Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Verwaltung. mehr...

Eine Reihe von Personen an einem Messestand, auf einem Monitor steht Partnerschaft für das digitale Verkehrswesen

Smart Country Convention 2026: AKDB legt Fokus auf Kooperationen

[16.10.2026] Auf der Smart Country Convention 2026 stellte die AKDB die länderübergreifende Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Gemeinsame Standards, interoperable Lösungen und eine starke öffentliche IT sollen die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen. mehr...

Drei Personen mit Urkunde und Blumenstrauß

Smart Country Startup Award 2026: Enviotech ausgezeichnet

[15.10.2026] Das innovativste Start-up für den digitalen Staat kommt aus Frankfurt am Main. Das Unternehmen Enviotech überzeugte die Jury des Smart Country Startup Awards 2026 mit einer Lösung, die bestehende Straßenbeleuchtung in intelligente Smart-City-Infrastruktur verwandelt. mehr...

bericht

Smart Country Convention: Raus aus den Silos

[09.10.2026] VOIS ist 2026 erstmals mit einem eigenen Stand auf der Smart Country Convention vertreten. Dort will der Verein zeigen, wie vernetzte Fachverfahren den Weg zu einer einheitlich auftretenden Verwaltung ebnen können. mehr...

Smart Country Convention: SAP-Migration und KI im Fokus

[09.10.2026] Auf der Smart Country Convention 2026 stellt Komm.ONE Erfahrungen aus der kommunalen Verwaltungsdigitalisierung vor. Im Mittelpunkt stehen die Umstellung von mehr als 1.300 Mandanten auf SAP S/4HANA und der Einsatz generativer Künstlicher Intelligenz. mehr...

Smart Country Convention: RIWA zeigt Anwendungen für kommunale Geodaten

[07.10.2026] RIWA zeigt auf der Smart Country Convention Anwendungen, die kommunale Geodaten mit KI, BIM und Digitalen Zwillingen verknüpfen. Im Mittelpunkt stehen Baugenehmigungen, die KI-gestützte Datenauswertung und der Digitale Zwilling der Stadt Speyer. mehr...

Smart Country Convention: Mit KI die Projektkonzeption unterstützen

[06.10.2026] Mit govena.digital stellt valantic auf der Smart Country Convention eine neue KI-gestützte Arbeitsweise für Digitalisierungsvorhaben im öffentlichen Sektor vor. Sie soll insbesondere Analyse, Konzeption und Dokumentation beschleunigen und so mehr Zeit für die eigentliche Umsetzung schaffen. mehr...

Smart Country Convention: S-Public Services verbindet digitale Verwaltungsprozesse

[05.10.2026] S-Public Services zeigt auf der Smart Country Convention Lösungen, die digitale Anträge, interne Bearbeitung und Bezahlung miteinander verbinden. Im Mittelpunkt stehen die Anwendungen PublicForms und PublicFlow sowie verschiedene digitale Bezahlverfahren. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Konferenzteilnehmer in einem hellen Treppenhaus aus der Vogelperspektive aufgenommen

Metropolregion Rhein-Neckar: Kommunale Digitalisierung trotz knapper Kassen

[01.10.2026] Wie können Kommunen digitale Vorhaben trotz knapper Haushalte dauerhaft betreiben? Auf der vierten Smart Region Konferenz der Metropolregion Rhein-Neckar diskutierten Fachleute über klare Verantwortlichkeiten, offene Standards und die Nachnutzung bewährter Lösungen. mehr...

Smart Country Convention: KI, Register und souveräne Cloud im Fokus

[01.10.2026] Agentische KI, Registermodernisierung, souveräne Cloud-Infrastrukturen und Cybersecurity stehen im Mittelpunkt des Messeauftritts von conet auf der Smart Country Convention. Der IT-Dienstleister will zeigen, wie sich diese Bausteine zu durchgängigen und resilienten Verwaltungsprozessen verbinden lassen. mehr...

Gruppenfoto auf Bühne

Ko-Pionier-Preis 2026: Bewährtes weitergedacht

[29.09.2026] Der unter der Schirmherrschaft der FITKO stehende Ko-Pionier-Preis würdigt Verwaltungen, die bereits bewährte Lösungen anderer Verwaltungen erfolgreich nachnutzen, an die eigenen Rahmenbedingungen anpassen und weiterentwickeln. Nun stehen die Gewinner fest. mehr...

Personengruppe auf einer rot ausgestalteten Bühne mit Aufschrift "Smart Country Startup Award"

Bitkom: Smart Country Startup Award 2026

[29.09.2026] Der vom Bitkom ausgelobte Smart Country Startup Award zeichnet als Innovationspreis der Smart Country Convention Start-ups in den Bereichen Smart City und GovTech aus. Nun stehen die fünf Finalisten fest, die im Rahmen der Smart Country Convention ihre Lösungen vorstellen werden. mehr...

3. Public-Data-Konferenz: Offene Daten für Verwaltung und KI

[23.09.2026] Wie Verwaltungsdaten besser ausgetauscht und für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz genutzt werden können, steht im Mittelpunkt der dritten Public-Data-Konferenz von Fraunhofer FOKUS. Die Veranstaltung findet am 1. Oktober 2026 in Berlin statt. mehr...