Donnerstag, 2. April 2026

ThüringenOnline-Services nehmen Fahrt auf

[10.08.2020] In Thüringen wächst die Zahl der digitalen Verwaltungsservices. Vorangebracht wird dieser Prozess auch durch einheitliche, kostenfreie IT-Basisdienste, die der Freistaat den Kommunen zur Verfügung stellt. Dazu zählt unter anderem das zentrale Thüringer Antragssystems ThAVEL, das mittlerweile mit hohem Vertrauensniveau aufwartet.
Thüringen unterstützt die Verwaltungsdigitalisierung mit kostenfrei nutzbaren IT-Basisdiensten.

Thüringen unterstützt die Verwaltungsdigitalisierung mit kostenfrei nutzbaren IT-Basisdiensten.

Der Freistaat Thüringen hat seine Bürgerservices von rund 35 Online-Verfahren im Jahr 2019 auf insgesamt 278 Online-Anträge und -Verwaltungsverfahren im Sommer 2020 erweitert. Wie das Finanzministerium des Landes mitteilt, haben die Landes- und Kommunalverwaltungen über diesen Weg von Jahresbeginn bis August 2020 außerdem 4.107 Anträge erreicht. Hinter dieser Zahl stehen laut Ministerium jene Online-Services, die von den Thüringer Verwaltungen mithilfe des zentralen Online-Antragssystems des Freistaats selbst entwickelt worden sind. Nicht enthalten sei die Zahl der bundesweiten gemeinsamen Antragsverfahren wie BAföG-Online oder durch andere Software bereitgestellte Online-Services. Viele der neu eingerichteten digitalen Dienste betreffen ganz lebenspraktische Verwaltungsgänge, berichtet das Finanzministerium. Dazu zählen etwa die Bestellung von Ehe- oder Geburtsurkunden, die Beantragung des Führungszeugnisses, die Kindergarten-Anmeldung, die Nutzung des Bürger- oder Gemeindesaals, die Wohnungsgeber-Bescheinigung oder der Antrag auf Sondernutzung für öffentliche Flächen. Verfügbar seien aber auch Anträge zur Baumfällung, zum Brauchtumsfeuer oder zur Hundeanmeldung. Und jeden Tag werde die Liste der digitalen Verwaltungsservices länger. „Digitale Verwaltung erspart den Bürgern immer öfter den Weg zum Amt“, hält Finanzministerin Heike Taubert fest. „Die Strategie der digitalen Services in Thüringen geht auf. Das Land stellt allen Verwaltungen gemeinsame und kostenfreie Basisdienste für den Aufbau digitaler Services zur Verfügung. Das Kompetenzzentrum Verwaltung 4.0 (wir berichteten) unterstützt die kommunalen Behörden durch Schulungen und Beratungen.“

Mit Basisdiensten OZG umsetzen

Mit Unterstützung des Kompetenzzentrums Verwaltung 4.0 wurden auch die Online-Anträge für Entschädigungsleistungen nach § 56 Infektionsschutzgesetz erstellt, berichtet das Finanzministerium weiter. „Die digitalen Anträge auf Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz runden das digitale Serviceangebot des TLVwA ab“, erklärt Frank Roßner, Präsident des Landesverwaltungsamts. „Die Bürgerinnen und Bürger können die Anträge dort stellen, wo sie die entsprechenden Informationen finden. Gleichzeitig wird die Antragsstellung erleichtert.“ Gerade in Krisenzeiten, in denen viele Menschen gleichzeitig Hilfe brauchen, erweise sich der Online-Bürgerservice als besonders wichtig. Er spart laut Roßner nicht nur den Bürgern, sondern auch der Verwaltung wertvolle Zeit. „Im Zuge dessen werden wir auch die elektronische Bearbeitung in unserem Amt weiterentwickeln, um die Anträge noch zügiger und medienbruchfrei zu bearbeiten, damit die Antragsteller schnellstmöglich Unterstützung erhalten“, kündigt der Präsident des Verwaltungsamts an.
Länder und Kommune stehen gegenwärtig vor der gesetzlichen Aufgabe, ihre Verwaltungen umfassend zu digitalisieren und Bürgerservices online anzubieten. Das Thüringer Finanzministerium macht vor diesem Hintergrund auf die zentralen Basisdienste aufmerksam, mit denen der Freistaat die Kommunen bei der digitalen Transformation unterstützen will und ihnen kostenfrei zur Verfügung stellt. Neben dem gemeinsamen Online-Antragssystem ThAVEL zähle hierzu auch die gemeinsame Verwaltungssuchmaschine Zuständigkeitsfinder, ein E-Payment ebenso wie das Thüringer Servicekonto.

ThAVEL mit hohem Vertrauensniveau

Letzteres kann seit August 2020 auch für Verwaltungsgänge eingesetzt werden, die eine besondere persönliche Identifizierung und beispielsweise eine Unterschrift benötigen, teilt das Finanzministerium abschließend mit. Damit können Verwaltungen auch Online-Verfahren anbieten, in denen der elektronische Ausweis zum Einsatz kommt. Bereits 83 Online-Verfahren des zentralen Thüringer Antragssystems ThAVEL nutzen die eID-Funktion des Personalausweises.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: CMS | Portale
Frau schaut auf Tablet

S-Public Services: PublicFlow für Prozesse

[01.04.2026] Die Plattform PublicFlow hat jetzt S-Public Services vorgestellt. Sie ermöglicht Kommunen die einfache digitale Bearbeitung von Verwaltungsanträgen Schritt für Schritt – sicher, effizient und mit automatisierter Unterstützung. mehr...

Bürgermeister Christian Zwingmann hält ein Smartphone in der Hand, auf dem die Leinefelde-Worbis-App zu sehen ist, im Hintergrund sind auf einem Display weitere App-Ansichten zu sehen.

Leinefelde-Worbis: Informationen direkt aufs Smartphone

[23.03.2026] Mit der Leinefelde-Worbis-App erhalten die Bürgerinnen und Bürger nicht nur städtische Informationen und Dienstleistungen auf ihr Smartphone. Mittels Schadensmelder können sie auch Mängel im öffentlichen Raum mitteilen oder per Umfragemodul an Befragungen teilnehmen. Die modular konzipierte Lösung wird auf Servern in Deutschland gehostet. mehr...

Finger tippt auf einem Smartphone, im Hintergrund Bokeh-Effekte

Leipzig: Vieles ist schon online möglich

[20.03.2026] Wohnsitz, Wohngeld und ganz neu die Hundesteuer – in Leipzig stehen viele Verwaltungsservices online zu Verfügung. Sie können ganz ohne Amtsbesuch beansprucht werden. Die Stadt strebt zudem für viele Leistungen eine Ende-zu-Ende-Digitalisierung an. mehr...

In Wollpulloverärmeln steckende Hände tippen an einem Laptop, der auf einem niedrigen Couchtisch steht. Die ganze s´Szene ist warm beleuchtet.

Hessen: Quick-Check Bauantrag gestartet

[18.03.2026] Das Land Hessen hat ein einfaches digitales Angebot geschaffen, mit dem Bürgerinnen und Bürger schnell prüfen können, ob für ihr Bauvorhaben ein Bauantrag erforderlich ist. Das spart Zeit, schafft Klarheit und entlastet auch die Behörden. mehr...

Screenshot der Startseite des Bürgerportals Maerker Brandenburg.

Maerker Brandenburg: Neues Design, verbesserte Funktionen

[17.03.2026] Umfassend modernisiert ist jetzt das Bürgerportal Maerker Brandenburg online. Die Plattform wartet mit einer übersichtlichen Struktur, barrierefreier Nutzung und einer intuitiven Navigation auf. Zudem können Missstände noch einfacher über eine zentrale Suche und eine interaktive Karte gefunden, gesucht oder gemeldet werden. mehr...

Hand hält Handy mit Website der Stadt Mainz, Relaunch

Mainz: Neues Zeitalter der Online-Präsenz

[16.03.2026] Einen umfassenden Relaunch hat der Internetauftritt von Mainz erfahren. Er wartet mit einer neuen technischen Basis, neuen Funktionalitäten und inhaltlich mit starkem Fokus auf Services der Stadtverwaltung auf. Weiterentwicklungen sind bereits in Planung. mehr...

Altstadtgasse mit nebeneinander liegenden Holztüren in verschiedenen Farben

Nordrhein-Westfalen: Digitale Eingangstür zur Verwaltung

[12.03.2026] Eine verwirrende Vielzahl von Verwaltungsportalen erschwert den Zugang zur benötigten Verwaltungsleistung. Nordrhein-Westfalen betreibt nun eine Portalkonsolidierung: Statt sich durch verschiedene Portale zu navigieren, genügt ein Einstiegspunkt, der – per KI – den Weg zum passenden Angebot weist. mehr...

Zwei Desktopbildschirme zeigen unterschiedliche Seiten des Stuttgarter Internetportals an.

Barrierefreiheit: Studie sieht Stuttgart auf Rang vier

[11.03.2026] Das Internetportal der Landeshauptstadt Stuttgart gehört laut einer Studie zu den barriereärmsten kommunalen Webseiten in Deutschland. Unter 83 untersuchten Städten belegt stuttgart.de den vierten Platz. Die Untersuchung zeigt zugleich: Vollständig barrierefrei ist bisher kein Stadtportal. mehr...

fünf Personen vor einem Bildschirm_relaunch_kreis Neuwied

Kreis Neuwied: Website erneuert

[04.03.2026] Seine Internetpräsenz hat der Kreis Neuwied neu gestaltet. Nach dem Relaunch präsentiert sich die Website nun nutzerfreundlich, barrierefrei und konsequent auf Service ausgerichtet. mehr...

Screenshot der Rosengarten-App.

Rosengarten: App schafft digitale Nähe

[17.02.2026] Um Servicethemen und Meldungen noch direkter und unkomplizierter zu vermitteln, bietet die Gemeinde Rosengarten ab sofort eine City-App an. Die Kommune kann somit relevante Informationen in Echtzeit und gezielt verteilen. mehr...

Screenshot der Bernauer Plattform mit eingeblendeten Eye-Able-Einstellungen.

Bernau bei Berlin: Barrierearmes Online-Rathaus

[11.02.2026] In Bernau bei Berlin können die Bürgerinnen und Bürger über das Serviceportal Rathaus online bestimmte Verwaltungsdienste zeit- und ortsunabhängig digital in Anspruch nehmen. Der integrierte Eye-Able-Assistent erleichtert Menschen mit Einschränkungen den Zugang zur Plattform. mehr...

Screenshot der Startseite von Augsburg.de mit eingeblendetem Barrierefreiheit-Menü.

Augsburg: Informationen in Leichter Sprache

[11.02.2026] Die Augsburger Website kann nun in 15 Sprachen und zahlreiche Inhalte auch in Leichter Sprache ausgespielt werden. Die Plattform soll so barriereärmer werden. Das Angebot wird Schritt für Schritt erweitert. mehr...

Screenshot leben in Weimar

Weimar: Leben in der Stadt im Überblick

[06.02.2026] Die Stadt Weimar hat ihre Internetseiten rund um das Leben in der thüringischen Kommune überarbeitet und neu strukturiert. Statt eines komplexen Mixes aus Zuständigkeiten, Formularen und Verweisen stehen nun lebensnahe Themen im Mittelpunkt. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Whiteboard mit einer Präsentation der Integriert-App versammelt, zwei davon drücken symbolisch den Startknopf des neuen Angebots.
bericht

Essen / Kaiserslautern / Würzburg: Integreat-App unterstützt Zugezogene

[03.02.2026] Um zugewanderten und geflüchteten Menschen das Ankommen in der Stadt zu erleichtern, greifen jetzt auch Essen und Würzburg auf die Integreat-App zurück. Kaiserslautern bietet die Open-Source-Anwendung bereits seit sechs Jahren an und stellt sie neuerdings in 13 Sprachen zur Verfügung. mehr...

Screenshot Serviceportal Kreis Wittenberg

Kreis Wittenberg: Service im Portal

[30.01.2026] Im Serviceportal der Kreisverwaltung Wittenberg können Dienstleistungen digital in Anspruch genommen werden. Das Online-Angebot wird kontinuierlich ausgebaut. Der Verwaltung ist aber auch der persönliche Kontakt wichtig. mehr...