InterviewPapierarmes Büro im Visier

Regine Entmayr
(Bildquelle: GfOP)
Frau Entmayr, im Oktober 2016 hat die inhabergeführte IT-Firma GfOP ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. Wie war das damals vor 30 Jahren von der Idee bis zur Firmengründung?
Die GfOP war die Idee mehrerer Freelancer, die sich 1986 zusammengeschlossen hatten. Unsere Gründer haben sich schon bald auf den öffentlichen Sektor fokussiert, da die Behörden Anfang der 1990er-Jahre vom Betriebssystem DOS auf Windows umgestiegen sind. Bis heute bildet die Entwicklung von Software-Lösungen für die öffentliche Verwaltung unser Kerngeschäft. 1991 fiel der Startschuss für unser Verfahren KOMMBOSS, das inzwischen mit über 30 Modulen bundesweit in öffentlichen Verwaltungen jeder Größe im Einsatz ist.
Mit welchen Produkten sind Sie an den Start gegangen und welche Meilensteine konnten Sie erreichen?
Damals begannen wir mit den KOMMBOSS-Modulen Personal-Management und Stellenplan, die auch heute noch zu den Basismodulen zählen. Damit haben wir den Grundstein für die elektronische Personalakte gelegt. Die Mitarbeiter in öffentlichen Verwaltungen erhielten erstmals aussagekräftige Auswertungen und Statistiken, die das Personal-Management wesentlich erleichterten. Wir waren mit die Ersten, die unter Windows Baumstrukturen darstellen konnten. Und auch die Tatsache, dass wir in unseren Software-Lösungen für alle Bundesländer die notwendigen Statistiken rechtskonform abbilden, ist ein Meilenstein unserer Firmengeschichte. Darüber hinaus sind seit dem Jahr 2007 viele KOMMBOSS-Module vom Unabhängigen Landesdatenschutzzentrum Schleswig-Holstein zertifiziert. Meines Wissens ist KOMMBOSS das einzige Personal-Management-System mit einer öffentlich-rechtlichen Datenschutzzertifizierung.
„Aktuell arbeiten wir an einer standardisierten Integration für DMS.“
Und wie hat sich die Branche in diesem Zeitraum verändert?
In den drei Jahrzehnten hat sich die Branche stark gewandelt. Viele Anbieter sind vom Markt verschwunden, haben umfirmiert oder fusioniert. Derzeit geht der Trend in Richtung Cloud. Wir haben bereits vor Jahren damit begonnen, webbasierte Software-Produkte zu entwickeln.
Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?
Derzeit sind unsere Auftragsbücher voll und das soll natürlich auch so bleiben. Da GfOP über eine breite Kundenstruktur verfügt, von kleinen Kommunen über Landkreise bis hin zu Landeshauptstädten, bieten wir nicht nur das Know-how, sondern auch die Erfahrung für individuell zugeschnittene Software-Lösungen. Hierfür werden wir in der Entwicklung weiterhin verstärkt auf webbasierte Technologien setzen. Außerdem arbeiten wir derzeit mit Unternehmen aus dem Bundesverband Databund an einer standardisierten Integration für Dokumenten-Management-Systeme. Unser Ziel ist das papierarme Büro.
Dieser Beitrag ist in der Februar-Ausgabe von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
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