Montag, 7. September 2026

AugsburgSmart-City-Plattform wächst weiter

[23.07.2026] Augsburg hat seine Smart-City-Plattform technisch und inhaltlich erweitert. Aktuelle Stadt- und Verkehrsdaten lassen sich nun flexibler in Webseiten und Anwendungen einbinden. Teile des Angebots stehen auch in der Augsburg-App bereit.
Dem Schulwerk unterstehen unter anderem Schulen in Augsburg.

Die Stadt Augsburg hat ihre Smart-City-Plattform überarbeitet und stellt Informationen nun in größerem Umfang und besserer Qualität bereit.

(Bildquelle: manfredxy/stock.adobe.com)

Die Stadt Augsburg hat ihre Smart-City-Plattform umfassend überarbeitet. Wie die bayerische Kommune mitteilt, wurden die Performance der Website verbessert, die Nutzerführung überarbeitet sowie die Datenbasis erweitert: Aktuelle Informationen aus verschiedenen Bereichen sind nun in größerem Umfang und in besserer Qualität verfügbar. Ausgewählte Anwendungen und Informationen sind zudem in die Stadt Augsburg-App integriert. Über die Plattform stellt Augsburg unter anderem Daten zur Auslastung von Parkhäusern, Echtzeitinformationen des öffentlichen Nahverkehrs, Besucherfrequenzen und Angaben zum Radverkehr bereit. Weitere Informationen aus den Bereichen Klima und Umwelt sollen schrittweise hinzukommen.

Daten flexibel einbinden

Eine neue Funktion ermöglicht es, einzelne Inhalte auch außerhalb der Plattform einzubinden. Verkehrs- oder Mobilitätsdaten können damit direkt auf thematisch passenden Webseiten angezeigt werden, etwa auf städtischen Angeboten oder den Seiten externer Partner wie dem Stadtmarketing. Dadurch sollen Informationen dort verfügbar sein, wo Nutzerinnen und Nutzer sie benötigen, ohne eigens die Smart-City-Plattform aufrufen zu müssen. „Wir bringen Daten dorthin, wo sie gebraucht werden, direkt in Webseiten, Anwendungen und in den Alltag der Menschen“, erklärte Horst Thieme, Leiter der Smart-City-Geschäftsstelle.

Urbane Datenplattform als Herzstück

Technische Grundlage ist die Urbane Datenplattform der Smart-City-Geschäftsstelle, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich aufgebaut wurde. Sie führt Daten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammen, bereitet sie auf und stellt sie für verschiedene Anwendungen im Corporate Design der Stadt Augsburg bereit. Die Daten sollen dabei nicht nur veröffentlicht, sondern auch für Verwaltungsprozesse, Planungen und digitale Angebote weiterverwendet werden können.

Die Plattform soll damit datenbasierte Entscheidungen und stärker vernetzte städtische Services ermöglichen. „Die neue Plattform ist ein weiterer Schritt in unserer Strategie als datengetriebene Stadt. Sie macht unsere Daten nicht nur sichtbar, sondern auch nutzbar – für die Verwaltung, die Wirtschaft und die Bürgerinnen und Bürger“, so Oberbürgermeister Florian Freund.

Entwicklung mit eigenen Ressourcen

Augsburg entwickelte die Plattform laut der Pressemeldung weitgehend mit eigenen personellen und technischen Ressourcen. Dadurch habe die Stadt Aufwendungen für externe Programmierung, Lizenzen und spätere Anpassungen reduziert. Zugleich könnten neue Anforderungen schneller umgesetzt, bestehende Anwendungen flexibler weiterentwickelt und zusätzliche Funktionen erprobt werden. Die Stadt will damit ihre technologische Kompetenz ausbauen und die Abhängigkeit von externen Entwicklungsleistungen begrenzen. „Das Projekt zeigt, dass eine Stadt digitale Innovation nicht nur beauftragen und einkaufen, sondern mit dem notwendigen Know-how auch selbst gestalten und entwickeln kann“, sagte Thieme.

Daten nutzen statt sie nur zu sammeln

Die vorhandene Dateninfrastruktur soll künftig um zusätzliche Themenfelder und Nutzungsmöglichkeiten ergänzt werden. Dabei steht nicht das bloße Sammeln von Informationen im Vordergrund, sondern deren Einsatz für effizientere Abläufe, bessere Entscheidungen und zielgerichtete Angebote. Die Plattform soll so dazu beitragen, das Verwaltungshandeln datenbasiert weiterzuentwickeln und städtische Angebote stärker an den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft auszurichten.





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