LangmatzPlastik schlägt Beton

Dieter Mitterer (r.) hält Kabelschächte aus Kunststoff langfristig für die bessere Wahl.
(Bildquelle: Langmatz)
Herr Mitterer, Kabelschächte aus konventionellem Beton sind seit Jahrzehnten etabliert. Warum sollten Netzbetreiber und Tiefbauunternehmen auf Kunststoff setzen?
Der große Irrtum ist teilweise immer noch, dass Kunststoffschächte grundsätzlich teurer seien. In der Anschaffung sind sie tatsächlich kostspieliger als Betonschächte, aber diese Betrachtung greift zu kurz. Analysiert man die gesamte Wertschöpfungskette – von der Herstellung über Transport und Einbau bis hin zu Sicherheit und Langlebigkeit –, wird schnell deutlich, dass Kunststoff in der Summe wirtschaftlicher ist. Aufgrund ihres modularen Aufbaus sind unsere Kabelschächte aus Polycarbonat flexibel im Handling und schnell gesetzt, was für unsere Kunden beim Ausbau von Breitband- und 5G-Netzen sowie der E-Lade-Infrastruktur entscheidend ist. Unsere Berechnungen zeigen, dass mit Langmatz-Schächten über 30 Prozent der Gesamtkosten eingespart werden können.
„Analysiert man die gesamte Wertschöpfungskette, wird schnell deutlich, dass Kunststoff in der Summe wirtschaftlicher ist.“
Wo genau liegen die Einsparungen?
Betonschächte sind extrem schwer, was teure Spezialtransporte und schweres Gerät auf der Baustelle erfordert. Unsere Kunststoffschächte hingegen sind um ein Vielfaches leichter und benötigen kleinere Transport- und Flurförderfahrzeuge. Dies führt zu einer besseren Erreichbarkeit der Baustelle und erleichtert die Entladung vor Ort. Hinzu kommt die flexible Modulbauweise unserer Kabelschächte, die eine schnelle und unkomplizierte Montage ermöglicht. So verfügen sie über Sollbruchstellen, um verschiedene Kabel und Rohre einfach einführen zu können. In der Summe reduzieren sich nicht nur die Transportkosten, auch der Personal- und Maschineneinsatz ist geringer und die Bauzeiten verkürzen sich erheblich.
Wie wirkt sich die Materialwahl auf die Langlebigkeit und Sicherheit der Schächte aus?
Das von uns eingesetzte Polycarbonat ist ein äußerst robustes und langlebiges Material. Außerdem verwenden wir ein einzigartiges Spritzgussverfahren, das unsere Produkte besonders widerstandsfähig macht. Dank der von uns entwickelten 3D-ribFrame-Technologie halten unsere Schächte hohen mechanischen Belastungen stand und sind unempfindlich gegenüber Umwelteinflüssen wie Feuchtigkeit oder Temperaturschwankungen. Zudem sind sie korrosionsbeständig, was ihre Lebensdauer im Vergleich zu Beton erhöht. Schächte von Langmatz sind sehr stabil, bis zu 40 Tonnen belastbar und überzeugen in allen Leistungswerten. Als erster Hersteller in Europa verfügen wir über eine sogenannte ETA, eine europäische Zulassung für das komplette Schachtsystem, bestehend aus Schacht und Abdeckung.
Neben Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit spielt heute auch das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle. Wie schneiden Kunststoffschächte hier im Vergleich zu Beton ab?
Langmatz-Schächte werden überwiegend aus recyceltem Polycarbonat gefertigt, was die CO₂-Bilanz deutlich verbessert. Bei der Herstellung von Beton wird Zement als Bindemittel verwendet, das enorme Mengen an CO₂ verursacht, während wir mit unserem Material auf eine ressourcenschonende Alternative setzen. Auch sorgt das geringere Gewicht für weniger Emissionen beim Transport, und durch die lange Lebensdauer entstehen weniger Austausch- und Entsorgungskosten. Alles in allem sind unsere Kabelschächte aus Kunststoff also nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch deutlich nachhaltiger.
ANGA COM: Erweitertes Programm
[08.12.2025] Die Messe ANGA COM kündigt für 2026 ein erweitertes Programm mit neuen Formaten und prominenter politischer Beteiligung an. Bundesminister Karsten Wildberger hält die Eröffnungskeynote und nimmt am traditionellen Gigabitgipfel teil. mehr...
Kalletal: Campen mit fünf Gbit/s
[21.11.2025] Mit glasfaserschnellem Internet hat das Unternehmen sewikom den Campingpark in Kalletal ausgestattet. Die bereits bestehenden 2.000 Mbit/s wurden auf 5.000 Mbit/s erhöht. Zudem können nun mehr als 2.000 Kalletaler Haushalte ebenfalls mit Glasfaser versorgt werden. mehr...
Marienmünster: Glasfaser von sewikom
[20.11.2025] In Marienmünster stehen bald flächendeckend Gigabitgeschwindigkeiten zur Verfügung. Die nordrhein-westfälischen Stadt wird sukzessive an das Glasfasernetz von Anbieter sewikom angeschlossen. mehr...
ANGA COM: Drei Viertel der Ausstellungsfläche bereits gebucht
[12.11.2025] Sechs Monate vor dem Start der ANGA COM 2026 sind bereits drei Viertel der Ausstellungsfläche vergeben. Die Fachmesse firmiert künftig unter dem neuen Namen „ANGA COM Fachmesse und Kongress für Breitband, Medien & Konnektivität“ und erweitert ihr Programm um aktuelle Wachstumsthemen wie Inhouse-Netze, KI und Creator Media. mehr...
Bevensen-Ebstorf: Immer mehr Glasfaseranschlüsse
[10.10.2025] In der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf können immer mehr Haushalte und öffentliche Einrichtungen vom Glasfasernetz des Anbieters Lünecom profitieren. In Bad Bevensen wurden bereits über 1.000 Haushalte ans Netz gebracht, in Ebstorf können knapp 2.600 Haushalte versorgt werden. mehr...
Stadtwerke Schweinfurt: Siegel für Glasfaserausbau erhalten
[06.10.2025] Die Stadtwerke Schweinfurt und ihre Telekommunikationstochter RegioNet haben das Qualitätssiegel „Echte Glasfaser“ erhalten. Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) würdigt damit den konsequenten Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Wohnungen und Gebäude. mehr...
München: Glasfaser bis in jede Wohnung
[24.09.2025] Die Stadtwerke München, die Telekom und M-net erweitern gemeinsam das Glasfasernetz in München. Das Ziel: Die Leitungen sollen künftig direkt bis in jede Wohnung und jede Geschäftseinheit führen. München wird so zur ersten Großstadt mit einem umfassenden Plan für Glasfaser im gesamten Stadtgebiet. mehr...
Zweckverband Breitband Altmark: Meilenstein im Breitbandausbau erreicht
[22.09.2025] Die Altmark ist nun fast flächendeckend mit schnellem Internet versorgt und nimmt damit eine Vorreiterrolle in Sachsen-Anhalt ein. Nun liegt das neugeschaffene Breitbandnetz in den Händen des Netzbetreibers DNS:NET. mehr...
Stadtwerke Hilden/Telekom Deutschland: Kooperationsvertrag zum Glasfaserausbau
[12.09.2025] Die Stadtwerke Hilden und die Telekom Deutschland treiben gemeinsam den Glasfaserausbau voran. Rund 27.000 Haushalte und Unternehmen in Hilden sollen bis 2031 Zugang zu Anschlüssen mit bis zu einem Gbit/s erhalten. mehr...
Schweinfurt: OB als Digitalpolitiker ausgezeichnet
[11.08.2025] Der Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) hat Sebastian Remelé, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Schweinfurt, als Digitalpolitiker ausgezeichnet. Damit ehrt der Verband Remelés Engagement für den Glasfaserausbau in der Stadt. mehr...
Baden-Württemberg: 55 Gigabitkommunen@BW
[04.08.2025] Mit einem neuen Award will das baden-württembergische Innenministerium Erfolge beim flächendeckenden Glasfaserausbau sichtbar machen. Da sie eine Gigabitversorgung von mindestens 90 Prozent vorweisen können, dürfen sich nun die ersten 55 Städte und Gemeinden als Gigabitkommune@BW bezeichnen. mehr...
Konstanz: Glasfaser für Insel Reichenau
[01.08.2025] Schnelles Internet gibt es ab sofort auch auf der Insel Reichenau im Bodensee. Dafür haben die Stadtwerke Konstanz in den vergangenen Monaten sieben Kilometer an Glasfaserleitungen verlegt. mehr...
Uelzen: Erste Haushalte ans Glasfasernetz angeschlossen
[30.07.2025] In Kirchweyhe sind die ersten Haushalte ans Glasfasernetz von lünecom angeschlossen worden. Damit setzt das Unternehmen seinen eigenwirtschaftlichen Ausbau in Uelzen wie geplant fort. mehr...
Stadtwerke Karlsruhe/Telekom: Kooperationsvertrag zum Glasfaserausbau geschlossen
[29.07.2025] Die Stadtwerke Karlsruhe und die Telekom haben einen Kooperationsvertrag zum Glasfaserausbau in Karlsruhe geschlossen. In einem ersten Schritt erhalten über 1.000 Haushalte und Unternehmen Zugang zu leistungsfähiger FTTH-Infrastruktur. mehr...

















