Baden-Württemberg231 Millionen Euro für Breitbandausbau

Die feierliche Übergabe der Förderurkunden an die 22 Zuwendungsempfänger fand Mitte Januar 2026 statt.
(Bildquelle: Innenministerium BW)
Noch im Dezember 2025 haben 22 Zuwendungsempfänger vom baden-württembergischen Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Förderbescheide für den kommunalen Breitbandausbau erhalten. Wie das Ministerium mitteilt, handelt es sich um ein Fördervolumen von insgesamt mehr als 231 Millionen Euro. Sie verteilen sich auf 29 Projekte in 14 Landkreisen. Die landesseitig zur Verfügung stehenden Mittel des Haushaltsjahres 2025 konnten somit vollständig gebunden werden.
Mit den bewilligten Maßnahmen sollen landesweit 57.396 neue Glasfaseranschlüsse entstehen. Darunter fallen 53 Schulanschlüsse, 4.004 Anschlüsse für Unternehmen, zwei Anschlüsse für Krankenhäuser, 55 Anschlüsse für öffentliche Einrichtungen sowie 135 Anschlüsse für schwer erreichbare Grundstücke.
Die höchste Einzelförderung dieser Übergaberunde habe der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg erhalten. Für den Glasfaserausbau in Wangen im Allgäu stelle das Land 32 Millionen Euro bereit.
Beispielhaft genannt sei außerdem der Kreis Reutlingen, in dem die Gemeinden Bad Urach, Dettingen, Hülben, Sonnenbühl und St. Johann von der Förderung profitieren werden. Wie OEW Breitband, eine GmbH des Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke, mitteilt, erhalten alle dortigen Haushalte, die derzeit über eine Internetbandbreite von weniger als 500 Mbit/s im Download oder weniger als 200 Mbit/s symmetrisch verfügen, Zugang zu einer zukunftssicheren Glasfaseranbindung. Dafür stehen Fördermittel in Höhe von rund 12,5 Millionen zur Verfügung.
Bereits in den vergangenen Jahren konnte OEW Breitband laut eigenen Angaben Fördermittel von Bund und Land für Gemeinden aus dem Landkreis Reutlingen entgegennehmen. In einigen Gemeinden haben die entsprechenden Tiefbauarbeiten bereits begonnen, mit dem aktuellen Förderbescheid können jetzt weitere Bauabschnitte in Angriff genommen werden. Finanziert werden die Maßnahmen mit Eigenmitteln der OEW sowie den Fördermitteln des Bundes- und Landesfördermittelprogramms.
„Große Infrastrukturprojekte und kleinere Kommunen gehören gleichermaßen zu unserer Förderstrategie“, erklärt Digitalisierungsminister Thomas Strobl. „Entscheidend ist, dass überall im Land zukunftsfähige Netze entstehen.“
Seit Beginn der Breitbandförderung im Jahr 2016 hat Baden-Württemberg laut Innenministerium 3.784 Projekte unterstützt. Insgesamt seien dafür rund 3,5 Milliarden Euro Landesmittel sowie weitere 3,85 Milliarden Euro Bundesmittel investiert worden. Inzwischen seien für mehr als eine Milliarde Euro Gräben, Leitungen, Schächte, Verteilerkästen und Anschlüsse an Häuser gebaut. Damit seien rund 30 Prozent der vom Land bewilligten Mittel für den Breitbandausbau ausbezahlt.
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