Donnerstag, 15. Januar 2026

TaufkirchenSensorik für Winter- und Kehrdienst

[01.12.2025] Dank Internet-of-Things-Sensorik kann der Winterdienst des Taufkirchener Bauhofs effizienter geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Die Gemeinde ist von den Vorteilen überzeugt und möchte diese nun auch bei der Straßenreinigung nutzen.
Nahaufnahme der Reinigungsvorrichtung einer Straßenkehrmaschine.

Die an den Fahrzeugen angebrachten Sensoren liefern Informationen zu Routen, Fahrzeiten und Materialverbrauch und dokumentieren in einem digitalen Fahrtenbuch, wann ein Fahrzeug wo im Einsatz war.

(Bildquelle: vadimjoker/123rf.com)

Für einen optimal organisierten Bauhofbetrieb setzt die Gemeinde Taufkirchen Internet-of-Things(IoT)-Sensorik ein. Wie GIS-Anbieter RIWA mitteilt, hat sich die von ihm bereitgestellte Lösung zunächst im Taufkirchener Winterdienst bewährt. Nun wolle die bayerische Kommune sie auch bei der Straßenreinigung nutzen und hat ihre Kehrmaschine entsprechend ausgestattet. 

Grundlage der IoT-Lösung sei das Modul Straßen- und Winter­dienst im RIWA GIS-Zentrum. Dieses bilde alle Aufgaben von der Einsatzplanung über die Steue­rung bis hin zur Dokumentation digital ab. Schon in der Planungsphase unterstütze das System die grafische Einteilung und Priorisierung von Räum- und Kehrbezirken. Über die Kartendarstellung im GIS-Zentrum lassen sich außerdem Sondervereinbarungen, Engstellen oder neuralgische Abschnitte gezielt markieren und berücksichtigen.

Die Routenübermittlung erfolge digital während des Einsatzes. Die Fahrerinnen und Fahrer erhalten ihre zugewiesenen Bezirke über eine Touchscreen-Konsole oder App im Fahrzeug. Dort sind laut RIWA alle wichtigen Informationen wie Einsatzzeiten, priorisierte Straßen oder Sonderabschnitte hinterlegt. Fällt ein Fahrer aus, könne eine Vertretung sofort einspringen, da alle Daten zentral verfügbar sind. Stoßen die Fahrer während des Einsatzes auf Hindernisse oder besondere Situationen, können sie diese über eine integrierte Fotofunktion im Führerhaus dokumentieren und in Echtzeit an die Zentrale übermitteln.

Routen, Fahrzeiten und Materialverbrauch im Blick

Für die IoT-Lösung werden, das Modul ergänzend, an den Räumfahrzeugen, Streuautomaten oder Kehrmaschinen-Sensoren angebracht. Sie liefern Informationen zu Routen, Fahrzeiten und Materialverbrauch und dokumentieren in einem digitalen Fahrtenbuch, wann ein Fahrzeug wo im Einsatz war. Füllstandsensoren in Salzsilos übermitteln wiederum den aktuellen Bestand, während Fahrbahnsensoren Daten zur Straßentemperatur liefern. Alle Informationen werden über die Smart-Data-Services(SDS)-Plattform von RIWA verarbeitet und in übersichtlichen Dashboards visualisiert, erklärt das Unternehmen. So habe die Einsatzleitung jederzeit den Überblick.

Mit der automatischen Datenspeicherung werde auch die Dokumentationspflicht zuverlässig erledigt. Alle Fahrten, Arbeitszeiten und Materialverbräuche seien exakt nachvollziehbar. Dank der GPS-basierten Aufzeichnung können Kommunen jederzeit belegen, dass sie ihrer Verkehrssicherungspflicht nach­gekommen sind. Der Ressourcen-Manager erleichtere zusätzlich die Kosten- und Leistungserfassung sowie die Abrechnung der Arbeitszeiten.

IoT-Daten helfen ganzjährig

„Durch die Integration der Sensorik in unsere Kehrmaschine haben wir die gleichen Vorteile wie im Winterdienst – nur eben das ganze Jahr über“, sagt Jürgen Glabow, Bauhofleiter der Gemeinde Taufkirchen bei München. „Wir sparen Zeit bei der Einsatzplanung, haben volle Transparenz über die Abläufe und erfüllen gleichzeitig unsere Dokumentationspflichten einfacher denn je.“

Markus Tum, Leiter Smart Cities and Regions bei RIWA, ergänzt: „Wir sehen, dass Kommunen zunehmend den Mehrwert ganzjähriger IoT-Daten erkennen. Mit der Kombination aus Sensorik, Geo-Informationssystem und Datenanalyse schaffen wir eine digitale Grundlage, die Effizienz, Sicherheit und Nachvollziehbarkeit auf ein neues Niveau hebt.“





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...

Mehrere Personen stehen auf einer Brücke über einem Bachlauf, eine der Personen hält ein Tablet in der Hand.

Arnsberg: Hochwassermonitoring gestartet

[25.11.2025] Arnsberg hat an mehreren Bachläufen im Stadtgebiet neue Pegelstandsensoren installiert, die in Echtzeit ermitteln, wie sich die Wasserstände entwickeln. Die Daten sollen im nächsten Schritt mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage soll wiederum ein lokales Frühwarnsystem entstehen. mehr...

Screenshot des Aachener Mobilitätsdashboards.

Aachen: Überarbeitetes Mobilitätsdashboard

[24.11.2025] Das Aachener Mobilitätsdashboard bietet einen schnellen und einfachen Überblick über das aktuelle Verkehrsgeschehen in der Stadt. Ein neues Design und neue Technologie sollen die Plattform jetzt noch leistungsfähiger machen. mehr...

Ein Feuerwehrauto fährt mit Blaulicht auf einer Straße in einer Stadt.

Schwalm-Eder-Kreis: Verkehrsdaten in Echtzeit

[19.11.2025] Eine urbane Datenplattform soll es dem Schwalm-Eder-Kreis künftig ermöglichen, schneller auf Verkehrsprobleme zu reagieren. Dazu integriert die Plattform Echtzeit-Verkehrsdaten eines externen Anbieters, sodass beispielsweise die Einsatzrouten für Rettungskräfte optimiert werden können. Das Projekt wird im Programm Starke Heimat Hessen gefördert. mehr...

Mehrere Personen sitzen an einem Projekttisch zusammen, hinter ihnen ist eine Deutschlandkarte mit Markierungen zu sehen.

Smart City: Interaktive Wissenschaftslandkarte

[17.11.2025] Eine interaktive Wissenschaftslandkarte macht nun sichtbar, wer in Deutschland zu smarten Städten und Gemeinden forscht. Die Koordinierungs- und Transferstelle Modellprojekte Smart Cities (KTS) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) haben die zugrunde liegenden Daten über eine bundesweite Abfrage erhoben. mehr...