Donnerstag, 15. Oktober 2026

PforzheimSmart City Days

[06.12.2018] Mit den Smart City Days ist in Pforzheim der Startschuss für die umfassende Digitalisierung der Stadt gefallen. Ziel ist eine Smart-City-Strategie für die Kommune. Ein Digitalbeirat unterstützt diesen Prozess.
Mit Digitalisierungsbeirat macht sich die Stadt Pforzheim auf den Weg

Mit Digitalisierungsbeirat macht sich die Stadt Pforzheim auf den Weg, Smart City zu werden.

(Bildquelle: Stadt Pforzheim)

Pforzheim ist auf dem Weg zur Smart City. Diesem Ziel sollen unter anderem die Smart City Days dienen, eine neue Veranstaltungsplattform, die vom 28. bis 29. November 2018 an verschiedenen Orten der Stadt stattgefunden hat. Wie die baden-württembergische Kommune mitteilt, soll damit eine Basis geschaffen werden, auf der sich alle, die an der Digitalisierung des urbanen Raums mitwirken, vernetzen und austauschen können: Bürger, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. „Das sind genau die Akteure, die wir brauchen um den digitalen Wandel aktiv zu gestalten“, erklärt Oberbürgermeister Peter Boch.
Die Veranstaltung verstehe sich insofern als Auftakt eines Prozesses, in dessen Verlauf eine Smart-City-Strategie für Pforzheim erarbeitet und dann sukzessive weiterentwickelt wird. „Der Begriff Wandel reicht eigentlich nicht aus, um das zu beschreiben, was sich gerade vollzieht; vielmehr müssen wir von einer digitalen Revolution sprechen“, so Peter Boch weiter. Noch könne sich Pforzheim entscheiden, ob es aktiv Handelnder oder bloßer Zuschauer des Prozesses sein wolle. „Ich bin überzeugt: Wir sollten die Dinge selbst in die Hand nehmen und aktiv vorantreiben.“ Dazu hat der Rathauschef einen Digitalisierungsbeirat ins Leben gerufen, der aus Vertretern der Wirtschaft, der Hochschule und anderer regionaler Institutionen besteht. „Der Beirat berät uns auf dem Weg zur digitalen Stadt, er entwickelt mit uns gemeinsam unsere Digitalisierungsstrategie und begleitet diesen Prozess insgesamt.“ Koordiniert werde der Digitalisierungsbeirat vom Wirtschafts- und Stadtmarketing Pforzheim gemeinsam mit der Medien-/IT-Initiative Pforzheim.
Der Digitalisierungsbeirat wird sich laut der Stadt in mehreren Arbeitskreisen mit verschiedenen Herausforderungen der digitalen Revolution beschäftigen. Ein Handlungsfeld ist die Infrastruktur. Pforzheim möchte ein eigenes städtisches Förderprogramm aufsetzen, um den Anschluss der Pforzheimer Unternehmen an das Glasfasernetz aktiv zu fördern. „Wir planen ab dem Jahr 2019 – zunächst begrenzt bis zum Jahr 2022 – jährlich 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen“, kündigt OB Boch an. Ein weiterer Arbeitskreis wird sich eigens mit der Smart-City-Strategie befassen, die außerdem in einem längerfristigen Prozess auch unter Einbindung der politischen Gremien und der Bürgerschaft entwickelt werden soll. Ein weiteres Handlungsfeld umfasst die Digitalisierung innerhalb der Verwaltung. Außer den bereits bestehenden Online-Diensten wird laut der Stadt derzeit der digitale Anwohnerparkausweis und die digitale Terminvergabe im Bürgerzentrum projektiert. Diese gelte es dann Schritt für Schritt auf andere Bereiche der Verwaltung auszudehnen. Und auch der Stellenplan der Kommune werde für die Herausforderungen der Digitalisierung gerüstet. Wie Pforzheim ankündigt, ist eine neue Stelle für das Thema vorgesehen.



Stichwörter: Smart City, Pforzheim


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
ein orangenes Winterdienstauto von hinten

Pforzheim: Ideen für die Smart City

[15.10.2026] Wie können offene Daten und Künstliche Intelligenz dazu beitragen, kommunale Herausforderungen zu lösen? Beim Smart City Hackathon in Pforzheim entwickeln die Teilnehmenden Anfang November praxisnahe Lösungen – vom Landschaftsschutz bis zum Winterdienst. mehr...

bericht

Apps: Smart City kann klein starten

[13.10.2026] Auch kleinere und mittlere Kommunen können Smart-City-Angebote mit überschaubarem Aufwand umsetzen. Ein möglicher Einstieg sind kommunale Apps: Sie bündeln Informationen, vernetzen lokale Akteure und eröffnen neue Wege für den Austausch mit der Bürgerschaft. mehr...

Vier Personen stehen rund um einen hohen Tisch auf dem beschriebene karten zu sehen sind

Smart City Summer School Dresden: Wissenstransfer für die Stadt der Zukunft

[12.10.2026] Wie lassen sich erfolgreiche Smart-City-Lösungen dauerhaft in Kommunen etablieren und auf andere Städte und Gemeinden übertragen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Smart City Summer School 2026 in Dresden. Forschende aus rund 50 wissenschaftlichen Einrichtungen diskutierten über Wissenstransfer, Resilienz und die Wirkung digitaler Stadtentwicklung. mehr...

Wie sehen die Städte der Zukunft aus?

Smart City: Digitale Grundversorgung dauerhaft sichern

[08.10.2026] Smarte Städte und Regionen brauchen mehr als befristete Modellprojekte. Sechs Verbände fordern dauerhaft finanzierte, übertragbare Strukturen für die digitale Daseinsvorsorge. Erprobte Lösungen sollen weiterbetrieben werden und allen Kommunen zugutekommen. mehr...

Smart Country Convention: Smart Water als Basis für weitere Anwendungen

[02.10.2026] Zenner zeigt auf der Smart Country Convention 2026, wie sich die Digitalisierung der Wasserwirtschaft mit weiteren Smart-City-Anwendungen verbinden lässt. Eine gemeinsame LoRaWAN-Infrastruktur soll dabei Daten aus unterschiedlichen kommunalen Bereichen übertragen. mehr...

Smart-City-Strategie: Für viele Kommunen eine Herausforderung.

Hamm: Digitaler Erfolgskurs

[24.09.2026] Hamm stellt die Weichen für die nächste Phase seiner Digitalisierung: Die bisherige Digitalisierungsstrategie wird zu einer Smart-City-Strategie für 2027 bis 2032 weiterentwickelt. Neue KI-Anwendungen und eine modernere Dateninfrastruktur sollen dabei eine größere Rolle spielen. mehr...

Reihe von Autos, Nahaufnahme, im Hintergrund orangefarbenes Bokeh

Köln: MobilitätsCockpit verstetigt

[23.09.2026] Köln führt die Datenplattform MoCKiii nach Abschluss der Förderphase dauerhaft fort. Sie verknüpft Verkehrs-, Umwelt- und Wetterdaten in Echtzeit. Die Informationen fließen unter anderem in Verkehrsanlagen, das Brückenleitsystem und die Mobilithek ein. mehr...

Visualisierung des smarten Pfaff-Quartiers in Kaiserslautern.
bericht

Serie Smart Cities, Teil 6: Resilient und nachhaltig

[22.09.2026] Um zukunftsfähige urbane Infrastrukturen – smarte Quartiere – zu schaffen, sollten Kommunen die Digitalisierung konsequent als Hebel für ganzheitliche Nachhaltigkeit und Resi­lienz nutzen. Dabei können sie sich an vier Leitfragen orientieren. mehr...

Holzblöcke vor blauem Hintergrund bilden eine aufsteigende Treppe mit einem roten Block ganz oben. Symbol für eine Rangliste

Haselhorst Smart City Ranking: Ranking ohne Rangliste

[17.09.2026] Das Haselhorst Smart-City-Ranking verzichtet 2026 erstmals darauf, die Platzierungen der untersuchten Städte aktiv zu veröffentlichen. Ganz geheim bleibt die Rangliste dennoch nicht: München hat seinen erneuten ersten Platz bereits selbst bekannt gegeben. mehr...

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern der Urban Stack Community

Gütersloh: Zusammenarbeit im Urban Stack

[17.09.2026] Gemeinsam kommt man auf dem Weg zu Digitaler Souveränität besser voran: Dieser Überzeugung sind die aktuell zehn Kommunen, die sich der von der Stadt Gütersloh entwickelten Datenplattform Urban Stack bereits angeschlossen haben. Beim ersten Community-Treffen gab es jetzt konkrete Weichenstellungen und Neuigkeiten. mehr...

Fünf Personen präsentieren den neuen Sensor am Marktplatz Rheydt.

Mönchengladbach / Viersen: Nächtliche Kaltluftströme unter der Lupe

[16.09.2026] In einem gemeinsamen Smart-City-Projekt erforschen Mönchengladbach und Viersen über fest installierte Sensoren die Kaltluftströme in den beiden Städten. Ziel ist es, damit neue Datengrundlagen für Klimaanpassung und Stadtplanung zu schaffen. mehr...

Stuttgarter Schlossplatz mit Jubiläumssäule bei gutem Wetter, Menschen sitzen auf der Wiese.

Smart City Index 2026: Stuttgart übernimmt die Spitze

[09.09.2026] Stuttgart führt erstmals den Smart City Index des Digitalverbands Bitkom an und verdrängt München auf Rang 2. Hamburg folgt auf Platz 3. Mönchengladbach, Bremen, Erlangen und Hildesheim zählen zu den größten Aufsteigern unter den deutschen Großstädten. mehr...

Stadtansicht Braunschweig

Braunschweig: Innovationsstrategie für die digitale Zukunft

[09.09.2026] Für die digitale Transformation der Verwaltung hat Braunschweig eine Innovationsstrategie vorgelegt, über die der Rat Ende September entscheidet. Sie umfasst den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Cloud-Lösungen sowie den Aufbau einer urbanen Datenplattform. mehr...

Smart-City-Plattformen: Neuer DIN-Standard veröffentlicht

[07.09.2026] Handlungsempfehlungen für den Aufbau resilienter, skalierbarer und nachhaltiger Smart-City-Infrastrukturen liefert jetzt die neue DIN SPEC 91377 zu „Datenmodellen und Protokollen in offenen urbanen Plattformen“. mehr...

Wolfsburg: Virtuelles Modell für reale Planungen

[02.09.2026] Das virtuelle Wolfsburg ist fertig. Der vollständig auf Open-Source-Technologien basierende digitale Stadtzwilling bündelt unter anderem Klima-, Wetter- und Straßenzustandsdaten und soll städtebauliche Vorhaben anschaulicher machen – für die Planenden ebenso wie für Bürgerinnen und Bürger. mehr...