Freitag, 13. Februar 2026

Vinci EnergiesTipps für Smart-City-Konzepte

[04.06.2020] Angehende Smart Cities benötigen ein gutes Konzept für die Planung und Umsetzung ihres Vorhabens. Bernhard, Kirchmair, CDO von Vinci Energies, hat dafür vier Best-Practices parat.
Dr. Bernhard Kirchmair

Dr. Bernhard Kirchmair, CDO bei Vinci Energies Deutschland, kennt Best Practices für den erfolgreichen Weg zur Smart City.

(Bildquelle: digitalschmiede.vinci-energies.de)

Effizient, technologisch fortschrittlich, grün und sozial inklusiv – all das und mehr definiert Smart Cities. Nicht nur die Metropolen, auch viele kleinere Städte wie Singen, Freiburg oder Heidelberg haben inzwischen entsprechende Innovationen eingeführt, teilt Vinci Energies Deutschland mit. Die Smart-City-Anwendungen sollen die Lebensqualität verbessern und die Umwelt entlasten. Die intelligente Ampel etwa verhindert ein Stauaufkommen, der getunte Mülleimer gibt Bescheid, wenn er geleert werden muss und schlaue Straßenlaternen melden via App freie Parkplätze – die Anwendungsmöglichkeiten von Smart-City-Technologien sind vielfältig.
Um solche Projekte umzusetzen, benötigen angehende Smart Cities jedoch ein gutes Konzept. Dafür gibt Bernhard Kirchmair, CDO des Konzerns, Städten und Gemeinden vier Tipps mit auf den Weg. Folgende Better Practices seien bei den ersten Schritten zur Smart City unbedingt zu beachten:

1. Interessen bündeln

An der Gestaltung einer digitalen Stadt seien viele Akteure beteiligt, zum Beispiel die Stadtverwaltung, das Stadtmarketing, der Gewerbeverein und Wirtschaftsvereinigungen. Kirchmair empfiehlt deshalb, Interessen zu bündeln und ein gemeinsames Zielbild zu entwickelt, das der Identität der Stadt entspricht. Dafür sei es von Vorteil, eine gemeinsame Strategie und Informationsplattform zu schaffen. Er rät Städten einen Digitalplan aufzustellen und die Bürger frühzeitig durch eine transparente Kommunikation und Möglichkeit zur Mitgestaltung mit einzubeziehen. Am besten gelinge die Ausarbeitung mit agilen Methoden wie SCRUM, Barcamps oder Hackathons.

2. Zentrale Stelle einrichten

Um die Smart-City-Projekte zu koordinieren und zu orchestrieren, sollte eine zentrale, digitalverantwortliche Stelle eingerichtet werden. Das könne zum Beispiel die bestehende Verwaltungsführung sein, eine neue Abteilung, eine eigene Organisation oder eine eigene Stabsstelle neben dem Bürgermeister. Auch die Rats- und Ausschussarbeit sollte angepasst werden, indem zum Beispiel ein Digital- oder Innovationsausschuss beziehungsweise Lenkungsausschuss gegründet wird, der die Planung und Entscheidungen vorbereitet. Außerdem sollten die Bürger die Möglichkeit haben, direkt Anträge und Vorschläge einzubringen oder darüber zu diskutieren. Dafür biete es sich an, eine digitale Plattform zu schaffen.

3. Geeignete Plattform finden

Um den Digitalplan umzusetzen, benötigen Kommunen laut dem CDO von Vinci Energies Deutschland eine geeignete technologische Plattform, auf der Anwendungen entwickelt und betrieben, Daten ausgetauscht und die Identitäten von Bürgern sicher verwaltet werden. Diese Plattform sollte sich flexibel an die digitalen Verwaltungsprozesse, IT-Systeme sowie Operational Technology (OT) wie Verkehrssteuerungen oder Wasserversorgung anbinden lassen. Dabei sollte auf offene Schnittstellen (APIs) geachtet werden. So könnten auch Partnerunternehmen, externe Anbieter oder die Bürger neue Apps und digitale Dienste entwickeln. Wichtig sei außerdem, dass die Plattform skalierbar ist, sodass sie bei Bedarf wachsen kann.

4. Aufgabenteilung hilft

Smart-City-Projekte sind technisch komplex. Deshalb empfiehlt sich laut Kirchmair eine Aufgabenteilung: Städte und Gemeinden sollten sich auf die Planung und die Koordination der Innovationen konzentrieren und für die Umsetzung spezialisierte Lösungs- und Technologieanbieter engagieren. Im Idealfall sollten diese bereits über Erfahrung mit Projekten im öffentlichen Sektor verfügen.

Fazit

Wer sich also bereits im Vorfeld Gedanken darüber macht, was alles nötig ist, um die Reise zur Smart City erfolgreich anzutreten, den bremst auch die ein oder andere kleinere Unwegsamkeit bei der Umsetzung nicht aus, meint Kirchmair. Stehe das Konzept einmal auf sicheren Beinen, sind also Akteure informiert, Verantwortlichkeiten geklärt, Smart-City-Plattformen installiert und ein erfahrener Partner gefunden, könne jederzeit um weitere Projekte ergänzt werden, um die Smart City wachsen zu lassen.



Stichwörter: Smart City, VINCI Energies


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