Landkreis Nienburg/WeserSchneller zur Baugenehmigung

Landkreis Nienburg/Weser nutzt cit intelliForm Virtuelles Bauamt.
(Bildquelle: neufra5/pixabay)
Der Landkreis Nienburg/Weser hat gemeinsam mit dem Unternehmen cit die vollständige Digitalisierung seines Baugenehmigungsverfahrens realisiert. Seit Januar 2024 bearbeitet die Kreisverwaltung mit der Lösung cit intelliForm Virtuelles Bauamt (VBA) jährlich rund 650 Bauanträge komplett medienbruchfrei – von der Antragstellung bis zur finalen Genehmigung.
Ein zentrales Element des digitalen Verfahrens im Kreis Nienburg/Weser ist nach Angaben von cit der digitale Projektraum, der als zentrale Kommunikations- und Arbeitsplattform dient. Hier tauschen Verwaltung, Entwurfsverfasser und gegebenenfalls weitere Beteiligte alle relevanten Unterlagen aus und können zeitgleich – statt wie in der Vergangenheit nacheinander – eingebunden werden. Auch die Baugenehmigung werde ausschließlich über den Projektraum übermittelt. Diese direkte Kommunikation beschleunige das Verfahren deutlich, da Rückfragen oder Nachforderungen ohne Postlaufzeiten geklärt werden könnten. Zudem herrsche nun deutlich mehr Transparenz über den Stand eines Bauantrags und die Verfügbarkeit der Unterlagen und Daten. Darüber hinaus konnte das mobile Arbeiten verbessert werden.
Auch verwaltungsintern zeigt die Umstellung laut cit Wirkung: Zum einen konnte das Personal entlastet werden, weil die aufwendige Zuordnung eines analogen Vorgangs im Sinne der Registratur entfällt. Die einhergehende Standardisierung und eine einheitliche Kommunikation über den XBau-Standard verbesserten zudem die Qualität des Prozesses, der Dokumentation und der Kommunikation.
Verfahrensabläufe neu denken
Der Einstieg in die vollständig digitale Verfahrensweise erforderte allerdings eine umfassende Umstellung. „Es ging nicht darum, Analoges zu digitalisieren, sondern um ein Neudenken der Verfahrensabläufe“, erklärt Angelika Sack, Leiterin des Fachbereichs Bauen beim Landkreis Nienburg/Weser. So mussten die Beteiligten beispielsweise neue Anforderungen wie die Nutzung der BundID mit Online-Ausweisfunktion und qualifizierte elektronische Signaturen bei der Einreichung elektronischer Dokumente bewältigen. Nach einer gewissen Anlaufzeit habe sich das Verfahren inzwischen jedoch etabliert.
„Der Landkreis Nienburg/Weser zeigt eindrucksvoll, wie konsequente Digitalisierung auch komplexe kommunale Verwaltungsprozesse transparenter macht und vor allem deutlich beschleunigt“, kommentiert Thilo Schuster, geschäftsführender Gesellschafter der cit. „Mit cit intelliForm VBA haben wir eine flexible Lösung geschaffen, die sowohl heutigen Anforderungen gerecht wird als auch Raum für zukünftige Entwicklungen lässt – etwa im Bereich KI-gestützter Prüfverfahren oder BIM-Integration.“
Für den Landkreis Nienburg/Weser ist das Virtuelle Bauamt ein zentrales Fundament für die weitere Automatisierung. Für die Zukunft ist bereits geplant, weitere Abläufe digital zu standardisieren – insbesondere vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels.
Märkischer Kreis: WiNOWiG im Echtbetrieb
[15.09.2026] Der Märkische Kreis hat die Umstellung auf die Software WiNOWiG abgeschlossen. Die Lösung für die Bearbeitung von Ordnungswidrigkeiten soll schrittweise das bislang eingesetzte Verfahren SC-OWi ablösen. Weitere Kreise und Kommunen sollen folgen. mehr...
Kreis Calw: Führerscheinwesen neu aufgestellt
[08.09.2026] Der Landkreis Calw hat sein Führerscheinwesen mithilfe des kommunalen IT-Dienstleisters Komm.ONE auf ein neues Fachverfahren umgestellt. Die Einführung von KM-Fahrerlaubnis ist ein wichtiger Schritt zur Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen im Bereich Verkehrswesen. mehr...
Gewerbewesen: Praxisbewährte Lösungen statt Schlagworte
[08.09.2026] Die Modernisierung und Vereinfachung von Gründungsverfahren ist aktuell ein großes Thema und wird im Rahmen des Bundesprojekts „Schneller Gründen“ derzeit in neun Pilotkommunen erprobt. Dabei sind die Voraussetzungen zur schnellen Unternehmensgründung längst vorhanden und die digitalen Prozesse werden bereits intensiv genutzt. Darauf weist jetzt das Unternehmen EDV Ermtraud hin. mehr...
Kreis Dachau: Bilanz nach Systemwechsel
[07.09.2026] Seit Anfang 2025 arbeitet das Sozialamt des Landkreises Dachau mit dem Fachverfahren LÄMMkom LISSA. Nach mehr als einem Jahr im Echtbetrieb zieht der Landkreis Bilanz und berichtet von Verbesserungen bei Struktur, Auszahlungen und Auswertungen. mehr...
Nolis: Ganztagsbetreuung digital organisieren
[02.09.2026] Neben dem Ausbau der Betreuungsangebote für Grundschulkinder rückt auch deren Organisation zunehmend in den Fokus. Eine Lösung für die digitale Anmeldung und Platzvergabe bietet das Unternehmen Nolis mit seiner Software NOLIS | Schulkind, die jetzt bei den ersten Kommunen im Einsatz ist. mehr...
Mannheim: Gewerbemeldungen ohne Medienbruch
[01.09.2026] Mannheim bietet Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen ab sofort vollständig online an. Die Anträge fließen ohne Medienbruch in das Fachverfahren der Gewerbebehörde und sollen dadurch schneller bearbeitet werden. mehr...
Vogelsbergkreis: Erfolgsfaktor Teamarbeit
[28.08.2026] Die Finanzsoftware des Vogelsbergkreises war fast drei Jahrzehnte lang im Einsatz. Nun wurde auf ein modernes Verfahren umgestellt. Trotz der Komplexität verlief die Einführung ohne ungeplante Ausfälle des Produktivsystems. mehr...
Benediktbeuern: Einwohnermeldewesen migriert ins Rechenzentrum
[25.08.2026] Die Verwaltungsgemeinschaft Benediktbeuern lässt ihre Einwohnermeldesoftware OK.EWO seit Ende August 2025 im AKDB-Rechenzentrum betreiben. Das entlastet den EDV-Verantwortlichen vor Ort: Die Verantwortung für Datenbank, Updates und Wartung liegt jetzt bei der AKDB. mehr...
Konstanz: Kleine Lücken schließen
[17.08.2026] Die baden-württembergische Stadt Konstanz entwickelt digitale Anwendungen seit einigen Jahren selbst und setzt dabei auf Low Code. Der Schulterschluss mit anderen Kommunen ist der entscheidende Hebel. mehr...
Low Code: Schlanker und smarter
[14.08.2026] Mit der Low-Code-Plattform OutSystems kann Digitalisierung schneller, wirtschaftlicher und nachhaltiger umgesetzt werden. Diese Vorteile zeigen sich im Praxiseinsatz in zahlreichen Kommunen. mehr...
AKDB/Telecomputer: Verkehrs-IT hoch fünf
[12.08.2026] Das auf KfZ-Lösungen spezialisierte Unternehmen Telecomputer nimmt ekom21 und Komm.ONE als Gesellschafter auf und übernimmt zudem die Verkehrswesen-Bereiche von KDO und regio iT. Damit sollen die Fachverfahren und Online-Dienste der fünf beteiligten IT-Dienstleister für Kfz-Zulassung und Fahrerlaubnis gebündelt werden. mehr...
Wiesbaden: Sozialdezernat digitalisiert mit Augenmaß
[11.08.2026] Bundesweite Entwicklungen wie die Sozialstaatsreform, die Sozialplattform oder die Deutschland-App schaffen neue Rahmenbedingungen für digitale Verwaltungsprozesse im Sozialbereich. Wie eine praxisnahe Entwicklung digitaler Services gelingt, zeigt das Sozialdezernat der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden. mehr...
Wiesbaden: Test von KI-Assistenz für digitalen Führerscheinantrag
[11.08.2026] Wiesbaden testet eine KI-Assistenz für den digitalen Führerscheinantrag. Bürgerinnen und Bürger können die Anwendung im Zukunftswerk erproben und dabei zeigen, wo sie den Antragsprozess bereits erleichtert und wo noch nachgebessert werden muss. mehr...
Essen: Einführung von Wero
[11.08.2026] Die Stadt Essen bietet Wero als weitere Bezahlmöglichkeit für digitale Verwaltungsleistungen an. Die europäische Lösung ergänzt unter anderem PayPal und Kreditkarte und soll Online-Zahlungen direkt vom Bankkonto erleichtern. mehr...
Minden: Online-Dienst zur An- und Abmeldung von Hunden eingeführt
[11.08.2026] Minden bündelt die digitale An- und Abmeldung von Hunden in einem Online-Dienst. Ein selbst entwickelter Workflow verteilt die Angaben innerhalb der Verwaltung und soll die Bearbeitung beschleunigen. mehr...
















