Freitag, 23. Oktober 2026

Hanau / Maintal / SchöneckVier geförderte Smart-Region-Projekte

[28.08.2025] Mit insgesamt 1,55 Millionen Euro fördert das Land Hessen vier Smart-Region-Projekte in Hanau, Maintal und Schöneck. In diesen Projekten sollen Sensoren, ein Digitaler Zwilling und andere smarte Lösungen eingesetzt werden, die Planungsprozesse verbessern, Abläufe optimieren und den Alltag der Bürgerinnen und Bürger erleichtern.
Mehrere Personen stehen nebeneinander und halten Förderbescheide in den Händen.

Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus hat während ihrer Sommerreise den Fördermittelbescheid an die drei Kommunen überreicht.

(Bildquelle: HMD)

Gleich vier Smart-Region-Projekte fördert das hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation (HMD) in Hanau, Maintal und Schöneck. Wie das HMD mitteilt, erhalten die vier Kommunen für die Vorhaben insgesamt 1,55 Millionen Euro aus dem Programm Starke Heimat Hessen. Davon gehen knapp 730.000 Euro an das zentrale Projekt „Kreuzung frei – Sensoren sichern Rettungswege“. Immer wieder behindern zugeparkte Straßen oder Kreuzungen die Einsatzfahrzeuge von Feuerwehr, Rettungsdiensten oder Müllabfuhr, erklärt das Ministerium. Mithilfe von Sensoren soll das künftig verhindert werden. An kritischen Punkten installiert, erkennen diese widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge. Die gesammelten Daten sollen sie in Echtzeit und datenschutzkonform über ein LoRaWAN an das Ordnungsamt übermitteln, sodass dieses schneller als bislang reagieren kann. Die drei Kommunen greifen in diesem Projekt auf die Erfahrungen aus einem Pilotvorhaben in Lübeck zurück.

Das zweite vom Land geförderte Vorhaben ist der Smarte Winterdienst in Hanau. Hier sollen Sensoren den Streueinsatz optimieren, teilt das Ministerium mit. Bislang werden die Einsätze nach festen Routen und Zeiten organisiert. In Straßenlaternen integrierte und an das LoRaWAN angeschlossene Temperatursensoren sollen das ändern. Sie werden ihre Informationen an eine neue Datenplattform mit eigens entwickelten Analysealgorithmen senden, sodass Ressourcen wie Streumittel und Personal gezielter eingesetzt werden können. Auch bei diesem Projekt, das vom Digitalministerium mit knapp 503.000 Euro gefördert wird, orientiere sich Hanau an den Erfahrungen anderer Städte.

„Die Förderung der Projekte Kreuzung frei und Smarter Winterdienst ist für uns mehr als ein technischer Fortschritt – sie ist ein Versprechen an die Hanauerinnen und Hanauer“, sagt Hanaus Stadträtin und Digitaldezernentin Isabelle Hemsley. „Wir setzen bei der Digitalisierung gezielt auf Lösungen, die für die Menschen in unserer Stadt einen echten Mehrwert bieten.“

Digitaler Zwilling und Open Library

Mit über 170.000 Euro wird außerdem das Digitale Stadtgrün-Bewertungstool in Maintal unterstützt. Wie das HMD mitteilt, soll in diesem Rahmen ein Digitaler Zwilling entwickelt werden, der zur Planung und Bewertung grüner Infrastruktur sowie bei der Analyse städtebaulicher Nachverdichtung eingesetzt werden kann. Mit ihm lassen sich dann beispielsweise die Auswirkungen geplanter Bauprojekte auf das Stadtklima und die Lebensqualität simulieren.

Das vierte, mit knapp 146.000 Euro geförderte Vorhaben ist die Open Library Maintal. Das Ziel: die Stadtteilbibliothek Dörnigheim soll rund um die Uhr zugänglich werden. Dazu werden Automaten zur Ausleihe und Rückgabe, smarte Beleuchtung, Videokameras und ein Zugangssystem installiert. Alle Medien werden mit RFID-Tags ausgestattet, um eine personalfreie Ausleihe zu ermöglichen.

„Digitalisierung eröffnet uns neue Perspektiven: Sie erleichtert Planungsprozesse, optimiert Abläufe und ermöglicht es, Themen vernetzt und vorausschauend zu denken“, fasst Bürgermeisterin Monika Böttcher die Maintaler Ziele zusammen. „Mit den beiden geförderten Projekten in Maintal setzen wir Impulse für eine moderne, bürgernahe und zukunftsfähige Stadt. Die Open Library schafft flexible Zugänge zu Medien und Wissen – unabhängig von Öffnungszeiten. Durch das Digitale Stadtgrün-Bewertungstool entsteht ein interaktives Stadtmodell als Grundlage für die nachhaltige Entwicklung grüner Infrastruktur. Zugleich wird der Digitale Zwilling der Stadt bei stadtplanerischen Prozessen eine wertvolle Unterstützung sein.“





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