Smart City Ranking 2025München erneut auf Platz eins

Neben den Städten mit dem höchsten Smart-City-Entwicklungsgrad lohnt sich auch ein Blick auf jene Kommunen, die sich binnen eines Jahres am stärksten verbessert haben.
(Bildquelle: haselhorst-smartcity.com)
Das diesjährige Smart City Ranking von Haselhorst Associates Consulting ist veröffentlicht. Wie das Beratungsunternehmen mitteilt, hat es wie in den Vorjahren alle deutschen Städte ab 30.000 Einwohnern in den Blick genommen und analysiert, wie sie sich seit dem ersten Ranking im Jahr 2018 entwickelt haben. Das Ergebnis: Alle 417 untersuchten Städte haben inzwischen erfolgreich die Basis für ihre Transformation hin zur Smart City gelegt und können diesen Prozess nun kontinuierlich fortsetzen.
Auf Platz eins steht zum dritten Mal in Folge die bayerische Landeshauptstadt München. „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir das auch dieses Jahr geschafft haben“, kommentiert dies IT-Referentin Laura Dornheim. „Dass wir uns in allen Bereichen verbessert haben, bestätigt unseren Kurs, die Stadt intelligent und zukunftsfähig zu gestalten. Mein Dank gilt allen beteiligten Referaten und Mitarbeitenden.“
Die voranschreitende Entwicklung der Smart Cities zeigt sich unter anderem in der Top Ten des Rankings. Neben München haben mit Hamburg, Berlin und Köln gleich vier Städte einen Smart-City-Entwicklungsgrad von über 50 Prozent erreicht. Im vergangenen Jahr war das nur München gelungen (wir berichteten). Auf Platz fünf steht die Stadt Mannheim. Auf Platz sechs beweist die 30.000-Einwohner-Stadt Bad Nauheim, dass Smart City keine Frage der Stadtgröße ist. Erstmals unter die Top Ten haben es außerdem Kiel, Oldenburg, Braunschweig und Halle (Saale) geschafft.
Prozentual stark verbessert
„In diesem Jahr fällt keine der von uns untersuchten Städte mehr in die Kategorie ‚Keine Smart City‘ – das heißt alle 417 Städte verfügen bereits über erste strategische Grundlagen und treiben ihre Transformation voran“, erklärt Leonie Schiermeyer, Associate bei Haselhorst Associates Consulting. Außerdem wird deutlich, dass viele Städte bereits über klare Strategien verfügen und konkrete Projekte in verschiedenen Bereichen umsetzen. „Wichtig ist jetzt, dass genau diese Städte ihre schon ergriffenen Smart-City-Maßnahmen messbar machen, evaluieren und anhand dessen gezielt weiterentwickeln“, sagt Schiermeyer.
Dass viel Bewegung im Markt ist, zeigen die sogenannten Emerging Cities – Städte, die sich laut Haselhorst Associates innerhalb eines Jahres prozentual am stärksten verbessert haben. Die meisten von ihnen rangieren mit ihren Platzierungen zwar im Mittelfeld, jedoch mit starker Tendenz nach vorne, erklärt das Unternehmen. Am stärksten hat sich demnach Andernach entwickelt. Im Ranking 2024 wies die rheinland-pfälzische Kommune noch einen Smart-City-Entwicklungsgrad in Höhe von 8,3 Prozent auf. Dieses Jahr sind es 21,2 Prozent. Die zweitstärkste Emerging City ist Aalen. Ihr gelingt ein Sprung von 28,2 auf 39,5 Prozent. Mit einer Verbesserung von 27 auf 36,9 Prozent landet Achim auf dem dritten Platz.
Konstant hohes Niveau
In den vergangenen drei Jahren ist das durchschnittliche Wachstum beim Smart-City-Entwicklungsgrad auf einem gleichbleibend hohen Niveau geblieben. „Betrachtet man den prozentualen Anstieg der Städte bei ihrer Smart-City-Entwicklung fällt auf, dass die durchschnittliche jährliche Veränderung hier seit dem Jahr 2022 konstant bei beachtlichen 15 Prozent liegt“, erklärt Leonie Schiermeyer. Für die Zukunft sei es wichtig, dass nun insbesondere auf Bundesebene Wege und Lösungen für bald endende Fördermittel gefunden werden. Das betrifft beispielsweise die Initiativen des bundesweiten Förderprogramms Modellprojekte Smart Cities. „Dank des Förderprogramms haben die Smart-City-Aktivitäten in Deutschland erheblich an Dynamik gewonnen“, sagt Leonie Schiermeyer und ergänzt: „Umso wichtiger ist es jetzt, dass die Projekterfolge evaluiert und kommuniziert werden. Denn das schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Verstetigung und einen zielgerichteten Einsatz notwendiger neuer Fördermittel.“
Für das Smart City Ranking hat Haselhorst Associates Consulting die Städte anhand von zehn Bereichen untersucht. Dazu zählen die Smart-City-Strategie, die digitale Infrastruktur, die Themen Mobilität, Energie und Umwelt, Gebäude und Quartiere, die Bereiche Gesundheit, Bildung, Verwaltung und Tourismus sowie Wirtschaft und Handel. Dabei prüft das Beratungsunternehmen laut eigenen Angaben die strategische und konzeptionelle Ausrichtung der Kommunen in den einzelnen Bereichen. Ebenso fließe der Umsetzungsstand konkreter Projekte in die Bewertung mit ein. Als Datenbasis dienen Informationen aus amtlichen Statistiken sowie ergänzende Informationen der jeweiligen Stadt, die öffentlich einsehbar sind. Insgesamt seien in die Erstellung des aktuellen Rankings über 33.000 Datenpunkte eingeflossen. Der Erhebungszeitraum der Informationen erstrecke sich von April bis August 2025.
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