Rheinland-Pfalz/BSIVirtuelle Roadshow für Cyber-Sicherheit
Kommunale Einrichtungen werden immer häufiger Zielscheibe von Cyber-Angriffen. Im Rahmen einer digitalen Informationsveranstaltung für Städte, Landkreise und Gemeinden in Rheinland-Pfalz hat das Digitalisierungsministerium Verwaltungsmitarbeitende für die aktuelle Cyber-Bedrohungslage sensibilisiert. An der virtuellen Roadshow, die in Kooperation mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und den kommunalen Spitzenverbänden veranstaltet wurde, nahmen rund 200 Personen teil, wie das rheinland-pfälzischen Ministerium für Digitalisierung berichtet. Gegen Bedrohungen aus dem Cyber-Raum reiche der Schutz durch Technik nicht aus. Der Faktor Mensch spiele auf allen Ebenen der Verwaltung eine entscheidende Rolle, wenn es darum ginge, Cyber-Angriffe zu verhindern, sagte Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer. Cyber-Sicherheit müsse daher ganzheitlich betrachtet werden.
Konkrete Handlungsempfehlungen und Hilfsangebote
Welche weitreichenden Auswirkungen Cyber-Attacken haben können, hat etwa der Vorfall in der Verwaltung des Rhein-Pfalz-Kreises gezeigt (wir berichteten). Clemens Körner, Landrat des Kreises, schilderte während der Veranstaltung das Vorgehen seiner Behörde. Zur Verbesserung des Schutzniveaus gegen Cyber-Angriffe hat der Landkreis eine Zielvereinbarung mit dem Digitalisierungsministerium geschlossen (wir berichteten). Kern der Vereinbarung ist die Anwendung der BSI-Standards. Insbesondere die Anwendung des IT-Grundschutz-Profils „Basis-Absicherung Kommunalverwaltung“ sei ein wichtiger Baustein der IT-Sicherheitsinfrastruktur der Landkreises, betonte Körner.
Im Rahmen der Veranstaltung stellten das BSI und das Digitalisierungsministerium den Teilnehmenden konkrete Handlungsempfehlungen vor, um die Cyber-Resilienz in Kommunen zu erhöhen. Unter anderem präsentierte das BSI zahlreiche Informationsangebote, beispielsweise durch die Allianz für Cyber-Sicherheit. Das Computer Emergency Response Team Rheinland-Pfalz (CERT-rlp) für die Landesverwaltung sowie das CERT-kommunal-rlp für die Kommunen stellten Hilfsangebote und Ansprechpartner für den Ernstfall vor.
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