E-Government-AnalyseDebatte zentralisieren

Dr. Mark Speich, Geschäftsführer des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation.
(Bildquelle: Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation.)
Herr Dr. Speich, das Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation hat den Vergleich von E-Government-Diensten in sieben europäischen Ländern gewagt. Was war das Ziel der Analyse?
E-Government wird in Deutschland vor allem als Aufgabe für IT-Verantwortliche oder Spezialisten der Verwaltungen diskutiert. Dabei geht oft die Nutzerperspektive verloren. Als Vodafone Institut sind wir daran interessiert, die Potenziale von E-Government für Bürger und Unternehmen stärker in den Mittelpunkt der Debatte zu rücken.
Was kann der Public Sector in Deutschland von den Vorreitern Estland und Österreich lernen?
Der Aufbau einer flexiblen digitalen Infrastruktur für E-Government, das klare Bekenntnis zu Transparenz und Datenkontrolle sowie die Konzentration auf größtmögliche Zeitersparnis und Nutzerfreundlichkeit für die Bürger sind Prinzipien, die wesentlich zum Erfolg von E-Government-Angeboten in Deutschland beitragen können. Insbesondere die Erfahrungen aus Estland zeigen, wie wichtig mobile Zugänge für erfolgreiche E-Government-Dienste geworden sind.
Insbesondere die Erfahrungen aus Estland zeigen, wie wichtig mobile Zugänge für erfolgreiche E-Government-Dienste geworden sind.
Was sind hierzulande die größten Hindernisse für ein erfolgreiches E-Government?
Bestehende Verwaltungsangebote dürfen nicht weiter einfach eins zu eins online übersetzt werden. Sie sollten stärker an die Lebensumstände der Bürger angepasst werden und einen echten Zusatznutzen gegenüber dem herkömmlichen Gang zur Behörde bieten. Wir hätten mehr Erfolg, wenn Bürgerdienste teilweise automatisiert oder gebündelt werden – online wie offline.
Wie sind Sie bei der Studie vorgegangen?
Grundlage unserer Studie waren Expertengespräche mit den Köpfen hinter dem E-Government-Erfolg Estlands. Viele strategische und politische Erfahrungen aus dem baltischen Staat sind auch für Entscheidungsträger anderer europäischer Länder von hoher Relevanz. Der Vergleich existierender E-Government-Dienste in Europa wurde vom Zentrum für sichere Informationstechnologie an der Technischen Universität Graz zusammengestellt. Es geht um die Online-Verfügbarkeit von Behördenangeboten, die in der Bevölkerung häufig nachgefragt werden.
Was waren die besonderen Herausforderungen der Studie?
Grundsätzlich ist ein fairer Ländervergleich des Entwicklungsstands von E-Government methodisch betrachtet eine Herausforderung – gerade, wenn man Zentralstaaten mit föderalen Systemen vergleicht. Konzentriert man den Blick auf die aktuell verfügbaren Online-Angebote, wird es einfacher. Interessanterweise standen wir bei der Recherche vor dem gleichen Problem, das auch viele Nutzer kennen: Verwaltungsangebote sind online häufig nur schwer zu finden.
Zur Analyse: E-Government-Dienste in Europa – ein Vergleich von sieben Ländern
GovTech Kommunal: Kommunen digital handlungsfähig machen
[18.12.2025] Die Initiative GovTech Deutschland hat ihr Angebot um den Verein GovTech Kommunal erweitert. Es soll damit eine bundesweite Einheit geschaffen werden, welche die kommunale Digitalisierung systematisch bündelt und konsequent an den Bedarfen der Städte, Gemeinden und Landkreise ausrichtet. Die Mitgliedschaft steht mit gestaffeltem Beitragsmodell allen Kommunen offen. mehr...
Hanau: Stadtweite IT neu ausgerichtet
[18.12.2025] Hanau hat sich das Ziel gesteckt, bis 2030 die Digitalisierung der gesamten „Unternehmung Stadt“ abzuschließen. Dazu werden Entscheidungs-, Verantwortungs- und Budgetstrukturen künftig an einer Stelle gebündelt, zudem soll die Stelle des CDO geschaffen werden. mehr...
Deutscher Landkreistag: Kommunen in Modernisierungsagenda einbinden
[11.12.2025] Die von Bund und Ländern vereinbarte föderale Modernisierungsagenda bewertet der Deutsche Landkreistag (DLT) als positiv. Damit Bürger, Unternehmen und Kommunen jedoch tatsächlich entlastet werden, ist ein enger Schulterschluss mit Landkreisen, Städten und Gemeinden bei der Umsetzung erforderlich. mehr...
Sachsen-Anhalt: Zentrale Serviceagentur für Kommunen
[08.12.2025] Eine Machbarkeitsstudie aus Sachsen-Anhalt zeigt, dass eine zentrale Serviceagentur für Kommunen Verwaltungsabläufe beschleunigen und verbessern kann. Digitalministerin Lydia Hüskens kündigte an, dass ab 2026 sukzessive eine Unterstützungseinheit für Kommunen umgesetzt werden soll. mehr...
IT-Planungsrat: Kommunalbeirat NOOTS
[08.12.2025] Das Kommunalgremium des IT-Planungsrats übernimmt im Zuge der Neuaufstellung des Nationalen Once-Only-Technical-Systems (NOOTS) zusätzlich die Rolle des Kommunalbeirats NOOTS. Es hat dabei keine Entscheidungsbefugnis, sondern erfüllt eine Resonanz- und Feedbackfunktion. mehr...
4. Digitalministerkonferenz: Bessere Zusammenarbeit aller Ebenen
[27.11.2025] Bei der 4. Digitalministerkonferenz in Berlin setzte Niedersachsens Digitalministerin Daniela Behrens den Schwerpunkt auf föderale Zusammenarbeit: Sie forderte eine engere, effektivere Zusammenarbeit aller föderaler Ebenen und den Zugang zu Services des ITZBund auch für Länder und Kommunen. mehr...
Oldenburg: Mit neuem Amt in die digitale Zukunft
[27.11.2025] Alle Aufgaben rund um digitale Verwaltungsprozesse und die IT-Infrastruktur bündelt die Stadt Oldenburg ab Anfang kommenden Jahres in einem eigenen Amt für digitale Transformation. Das soll Abstimmungsaufwände reduzieren, Prozesse beschleunigen und dauerhaft zu innovativen, bürgernahen Angeboten beitragen. mehr...
Föderale Modernisierungsagenda: Jetzt muss gehandelt werden
[27.11.2025] Der Nationale Normenkontrollrat mahnt die in der Föderalen Modernisierungsagenda vorgesehene bessere Aufgabenbündelung mit Nachdruck an. Die Ministerien müssten dieses Projekt konsequent weiterverfolgen, um Effizienz und Entlastung der Kommunen zu sichern. mehr...
Vitako: 20 Jahre Austausch und Innovation
[11.11.2025] Seit zwei Jahrzehnten vertritt Vitako die Interessen der kommunalen IT-Dienstleister. Bei der Jubiläumsfeier würdigte Digitalminister Karsten Wildberger in klaren Worten die Rolle der Kommunen als Ausgangspunkt digitaler Verwaltung und rief zu enger Zusammenarbeit mit Bund und Ländern auf. mehr...
Hamburg: Annika Busse ist die neue CIO
[11.11.2025] Annika Busse ist die neue CIO der Freien und Hansestadt Hamburg. Die bisherige stellvertretende Hamburg-CIO hat zum 1. November die Nachfolge von Jörn Riedel angetreten, der nach langjährigem Wirken in den Ruhestand verabschiedet wurde. mehr...
IT-Planungsrat: Kommunaler Input zu digitalstrategischen Themen
[23.10.2025] Der IT-Planungsrat stellt die strategischen Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung – und bindet dabei auch Kommunen ein. Beim letzten Treffen des Kommunalgremiums ging es um die zentralen Bereitstellung von EfA-Leistungen und eine Aufgabenneuordnung zur Entlastung von Kommunen. mehr...
Bitkom-Dataverse: Datenbank zum digitalen Deutschland
[21.10.2025] Mit dem Bitkom-Dataverse soll das größte kostenlose Onlineportal mit Zahlen und Statistiken zum Digitalen Deutschland entstehen. Es umfasst Daten unter anderem aus den Bereichen Bildung, Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, Verwaltung sowie Mobilität. Auch die Bitkom-Indizes wie der Länderindex oder Smart-City-Index sind enthalten. mehr...
Baden-Württemberg: Kommunen als Treiber der Entbürokratisierung
[20.10.2025] In Baden-Württemberg wurde das Kommunale Regelungsbefreiungsgesetz beschlossen. Damit erhalten Kommunen und Zweckverbände mehr Flexibilität bei der Neugestaltung und Vereinfachung von Verwaltungsverfahren. Sich bewährende Neuerungen sollen landesweit umgesetzt werden. mehr...
Digitalisierung: Zehn-Punkte-Plan von Vitako
[10.10.2025] Im Rahmen eines Zehn-Punkte-Plans hat die Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, Vorschläge für eine gezielte Förderung der Digitalisierung erarbeitet. Als wichtiger Aspekt wird dabei die ebenenübergreifende Zusammenarbeit betont. mehr...
Bayern: Täglich Vollgas geben
[09.10.2025] Bayerns Digitalminister Fabian Mehring spricht über die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz, eine proaktive Verwaltung und erläutert, warum der Freistaat bei der Verwaltungstransformation so erfolgreich ist. mehr...


















