HanauStadtweite IT neu ausgerichtet

Stadträtin und Digitaldezernentin Isabelle Hemsley, hier bei einer Bürgerveranstaltung, will mit der Digitalisierung spürbare Mehrwerte für die Hanauerinnen und Hanauer schaffen.
(Bildquelle: Stadt Hanau / Moritz Göbel)
Der Magistrat der Stadt Hanau hat eine umfassende Neustrukturierung der stadtweiten IT beschlossen. „Unser Ziel ist es, die vollständige Digitalisierung der gesamten Unternehmung Stadt Hanau bis 2030 umzusetzen. Herzstück der Neuaufstellung ist die Schaffung eines neuen Bereichs Informationstechnologie, der perspektivisch von einem Chief Digital Officer, dem CDO, geleitet wird“, erklärt die Stadträtin und Digitaldezernentin Isabelle Hemsley. Die Stadtgesellschaft befinde sich in einem tiefgreifenden Wandel – von analogen hin zu vollständig digitalisierten Lebens- und Arbeitswelten. Ein starkes, zentrales IT-Steuerungsmodell sei unverzichtbar, um diesen Wandel zu gestalten. Dabei denke man „vom Bürger aus“, um echte Probleme für echte Menschen zu lösen, betonte Hemsley.
IT-Aufgaben bündeln
Der Fachbereich Informationstechnologie soll zum 1. Februar 2026 eingerichtet werden. Die neue Einheit bündelt die bisher auf mehrere Organisationen verteilten IT-Aufgaben und führt sie in vier zentralen Bereichen zusammen: IT-Controlling und Verträge, Smart City und digitale Transformation, Datenmanagement sowie Digitalisierung und Organisationsentwicklung. Mit dieser Struktur werden IT-Infrastruktur, digitale Fachverfahren, Smart-City-Projekte, die Modernisierung der Arbeitsplätze und die strategische Weiterentwicklung der Verwaltung gebündelt. Die Leitung des neuen IT-Fachbereichs soll ein Chief Digital Officer übernehmen. Der CDO ist direkt dem zuständigen Digitaldezernat unterstellt und soll als zweite Position Mitglied der Geschäftsführung der BeteiligungsHolding Hanau GmbH (BHG) werden und dort insbesondere den Geschäftsbereich BHG.IT führen.
Hanau als Leuchtturm im Rhein-Main-Gebiet
Seit 2007 lag ein Großteil der städtischen IT-Aufgaben bei der BHG. Die Erfahrungen aus der Coronapandemie machten deutlich, dass neue Strukturen benötigt werden. Mit der Gründung des Amtes 34 – Digitalisierung und Organisationsentwicklung – im Jahr 2023 wurden bereits zentrale Digitalisierungsprojekte wie die E-Akte, neue Fachverfahren und moderne Arbeitsplatzkonzepte angestoßen oder umgesetzt. Zur Begleitung der Neuausrichtung wird der bereits bestehende Lenkungsausschuss Stadtwandel.digital um ein erweitertes Beteiligungsformat ergänzt. Dieses sieht vor, dass künftig halbjährlich wechselnde Akteurinnen und Akteure aus Stadtgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Fachwelt zusammenkommen und zentrale Themen der digitalen Transformation beraten.
Der erste Schritt für die Neuaufstellung Hanaus ist nun gemacht. „Die weiteren Schritte werden wir gemeinsam mit den relevanten Akteuren innerhalb und außerhalb der Unternehmung Stadt Hanau gehen und damit spürbare Mehrwerte für die Hanauerinnen und Hanauer schaffen. Hanau soll nicht nur bei der Ansiedlung von Rechenzentren, sondern bei der Digitalisierung insgesamt zum Leuchtturm im Rhein-Main-Gebiet werden“, so Isabelle Hemsley abschließend.
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