Montag, 29. Juni 2026

HamburgSchulen bestens ausgestattet

[14.03.2017] Die Stadt Hamburg will die WLAN-Infrastruktur an ihren Schulen weiter ausbauen und ein einheitliches Kommunikationsportal für die rund 17.000 Lehrkräfte zur Verfügung stellen. Dabei verfügen Hamburgs Schulen laut einer Studie schon jetzt über eine gute Online-Infrastruktur.
Hamburg stattet Schulen sukzessive mit WLAN aus.

Hamburg stattet Schulen sukzessive mit WLAN aus.

(Bildquelle: fotofabrika/Fotolia.com)

Im Hinblick auf die Online-Infrastruktur sind Hamburgs allgemeinbildende Schulen bundesweit am besten ausgestattet. Das hat eine aktuelle Telekom-Studie im Auftrag der Robert-Bosch-Stiftung ergeben. Demnach verfügen die allgemeinbildenden Schulen in der Freien und Hansestadt über rund 30.000 Unterrichts-PCs und mehr als 4.000 so genannte White Boards, also computergestützte interaktive Tafeln. Darüber hinaus ist die Netzwerk-Infrastruktur so ausgebaut worden, dass alle staatlichen Hamburger Schulen breitbandig an das städtische Glasfasernetz angebunden worden sind.
Um die Hamburger Schulen schrittweise mit WLAN auszustatten, hat die Schulbehörde nach eigenen Angaben ein mehrstufiges Programm gestartet: Derzeit werde sukzessive in den Lehrerzimmern aller staatlichen allgemeinbildenden Schulen WLAN eingerichtet, bis Ende 2017 sollen dann alle rund 340 Schulen WLAN in den Lehrerzimmern haben. Des Weiteren sieht das Programm der Hamburger Behörde für Schule und Berufsbildung vor, bis zum Jahr 2019 allen weiterführenden staatlichen Schulen eine WLAN-Grundausstattung zukommen zu lassen; anschließend könnten die staatlichen Grundschulen schrittweise mit WLAN ausgestattet werden.

Einheitlich kommunizieren via eduPort

Darüber hinaus führt Hamburg als nach eigenen Angaben erstes Bundesland eine einheitliche Kommunikationsplattform für die rund 17.000 Lehrkräfte der allgemeinbildenden Schulen ein. Künftig könnten diese über eine eigene schulische E-Mail-Adresse sicher miteinander kommunizieren, im Internet ein virtuelles Lehrerzimmer einrichten, dort Unterrichtsmaterial speichern, austauschen und weiterentwickeln oder Terminkalender ihrer Klasse oder Schule führen. Das Besondere sei, dass die Beschäftigten ihre eigenen Smartphones, Laptops, Tablets oder Computer nutzen können, um auf das Portal eduPort zuzugreifen. Schulsenator Ties Rabe: „Wir wollen allen Beschäftigten komplizierte Programmierungen ersparen und ihnen einen wirklich ganz einfachen Zugang mit den eigenen Geräten ermöglichen, damit eduPort für alle ein echter Gewinn ist. Tatsächlich reichen künftig eine eigene neue Schul-E-Mail-Adresse und ein persönliches Passwort, um sich jederzeit bei eduPort anzumelden.“
Die Kommunikationsplattform wird laut der Hamburger Schulbehörde bis zum Sommer 2017 an allen 337 staatlichen allgemeinbildenden Schulen eingeführt. Insgesamt stünden dafür Investitionsmittel in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro zur Verfügung. eduPort ist Teil der von der Hamburger Schulbehörde eingeleiteten Digitalisierung von Schule, Schulverwaltung, Unterricht und Lernprozessen. Die Plattform wurde aus der Grundversion Logineo weiterentwickelt, die zuvor im Rahmen des Hamburger Pilotversuchs „Start in die nächste Generation“ in sechs Hamburger Schulen getestet wurde (wir berichteten). Seit November 2016 wurde das Portal durch eine neue Schulverwaltungssoftware ergänzt, die unter anderem Module für Schülerdaten, Unterrichtsplanung, Vertretungsunterricht, Noten und Zeugnisse beinhalten wird. Hamburgs Schulen können somit künftig sämtliche Prozesse von der Unterrichtsvorbereitung über die Aktenführung bis hin zur Zeugniserstellung über Computer organisieren.



Stichwörter: Schul-IT, Hamburg


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Schul-IT
Abfotografierter Bildschirm mit Schriftzug "Gemini" und einigen Code-Zeilen in Pixelschriftart

Nordrhein-Westfalen: KI-Assistenzen für Schulleitungen

[24.06.2026] Weniger Bürokratie und dafür mehr Zeit für guten Unterricht: Mit Künstlicher Intelligenz und schlankeren Verfahren will das Land Nordrhein-Westfalen seine Schulen konkret entlasten. Vier KI-Assistenzen helfen bei Schulrecht, Elternkommunikation, Medienarbeit und sprachsensiblem Unterricht. mehr...

Blick über die Schulter eines jungen, konzentriert erscheinenden Schülers, der auf seinem Tisch ein Tablet und einige Schulutensilien hat.

Hessen: Software hilft beim Mathe lernen

[12.06.2026] Hessen führt an seinen Schulen schrittweise ein intelligentes Online-Lernsystem für den Mathematikunterricht ein. Die Plattform soll Aufgaben passend zum Lernstand anbieten, direkte Rückmeldungen geben und Lehrkräfte bei Unterrichtsvorbereitung und Förderung entlasten. mehr...

vier-personen-sitzen und stehen an einem Tisch_Würzburg_schul-it

Würzburg: Schul-IT ertüchtigt

[09.06.2026] Von Strom über Glasfaser bis hin zu Endgeräten und Softwarepool: Die Stadt Würzburg hat in den vergangenen sechs Jahren knapp 24 Millionen in die schulische digitale Infrastruktur investiert. mehr...

bericht

Worms: 27 Schulen, eine Plattform

[03.06.2026] Mit einer zentral verwalteten Netzwerkplattform hat die Stadt Worms die Grundlage für digitalen Unterricht an 27 Schulen geschaffen – unabhängig von Schulform, Gebäudealter oder individuellen Voraussetzungen. Gemeinsam mit ihren Partnern konnte die Kommune eine leistungsfähige und datenschutzkonforme Infrastruktur aufbauen. mehr...

eine Gruppe von Personen steht vor einem Gebäude

Schleswig-Holstein: Alle Schulen am Netz

[02.06.2026] Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Schulen ans Netz“: Als erstes Flächenland in der Bundesrepublik hat Schleswig-Holstein alle seine öffentlichen Schulen an das Glasfasernetz angebunden. mehr...

Chatbots kommen vermehrt im öffentlichen Sektor zum Einsatz.

Berlin: AIS.chat unterstützt beim Lernen

[26.05.2026] In Berlins öffentlichen Schulen kann jetzt mit dem Chatbot AIS.chat gearbeitet werden. Die datenschutzkonforme KI-Lösung unterstützt Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und soll Schülern neue Zugänge zu Unterrichtsthemen eröffnen. mehr...

Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel

[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...

Composite: Hand greift nach einem Cloud-Icon, blauer Hintergrund
bericht

Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365

[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...

Kind vor Tablet_ telli in Bremen
bericht

Bremen: Pionier für telli

[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...

Schulranzen mit daran angelehntem Tablet, im Hintergrund eine grübe Kreidetafel.

Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware

[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...

Klassenzimmer-Kulisse: Eine Frau mit langen Locken (Maria Borelli) beugt sich über den Schultisch von zwei Grundschülern, die vor einem Laptop sitzen.

Berlin: Schnelles Internet für alle Schulen

[13.04.2026] In Berlin verfügen alle öffentlichen Schulen nun über schnelles Internet. Möglich wurde das durch ein vom ITDZ koordiniertes landesweites Programm. Mit einer Reform des Schulgesetzes sichert der Senat die weitere digitale Schulentwicklung rechtlich stärker ab. mehr...

auf einem stilisierten Laptop stehen Schultische und -bänke
bericht

Digitale Bildung: Zehn Jahre Smart Schools

[09.04.2026] Seit zehn Jahren würdigt der Smart-School-Wettbewerb Schulen, die digitale Bildung, Infrastruktur und Lehrkräftefortbildung zusammenbringen. Rahmenbedingungen und Schwerpunktthemen sind im Wandel – doch die Digitalisierung im Bildungsbereich geht weiter. mehr...

Pressekonferenz in einer Schule zur Einführung von telli in Thüringen

Thüringen: KI verstehen mit telli

[09.04.2026] Der KI-Chatbot telli steht ab sofort allen Schulen in Thüringen zur Nutzung zur Verfügung. Der Freistaat profitiert dabei von den Erfahrungen anderer Bundesländer und setzt zugleich eigene Schwerpunkte bei der pädagogischen Begleitung. mehr...

Das Lern-Management-System itslearning soll bald für alle baden-württembergischen Schulen verfügbar sein.

Kommunale Spitzenverbände: Digitalpakt 2.0 mit verschobenem Start?

[01.04.2026] Die kommunalen Spitzenverbände kritisieren geplante Änderungen zum Digitalpakt 2.0: Der für 2025 vereinbarte Starttermin soll um ein Jahr verschoben werden. Viele Kommunen haben mit Blick auf die Vereinbarung schon 2025 teure digitale Ausstattung beschafft – und könnten dann ohne Finanzierung dastehen. mehr...

Collage eines jungen Schülers in Schwarz-Weiß, der einen Rucksack und eine Lupe hält, vor einem Notebook-Bildschirm, isoliert auf farbigem Hintergrund.
bericht

Digitales Lernen: Eintauchen in den Lernstoff

[31.03.2026] Der Digitalpakt 2.0 fördert unter anderem die Einführung KI-gestützter, adaptiver Lernsysteme und die Entwicklung digitaler Unterrichtskonzepte. Damit eröffnet sich eine Chance für Schulen, immersive Lernräume einzurichten – ein Konzept, mit dem andere Länder bereits gute Erfahrungen gemacht haben. mehr...