Donnerstag, 23. Juli 2026

Baden-WürttembergDigitale Kommunen geehrt

[18.12.2018] Das Land Baden-Württemberg hat jetzt die 45 Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs Städte, Gemeinden, Landkreise 4.0 – Future Communities prämiert. 84 Anträge waren eingereicht worden. Kreise konnten sich erstmals beteiligen.

In Baden-Württemberg sind jetzt die 45 Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs Städte, Gemeinden, Landkreise 4.0 – Future Communities ausgezeichnet worden. Beim Überreichen der Förderbescheide sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl: „Zum zweiten Mal geben wir über eine Million Euro an unsere Kommunen, um ganz konkrete digitale Projekte umzusetzen. Unsere Kommunen werden so zum Taktgeber und machen Baden-Württemberg gemeinsam Schritt für Schritt zur digitalen Leitregion.“ Ausgezeichnet wurden laut einer Pressemeldung des Innenministeriums Baden-Württemberg zum Beispiel Projekte, die auf Basis von künstlicher Intelligenz das kommunale Straßennetz überwachen, Jugendbeteiligungs-Apps oder Tools zur Nutzung digitaler Sprachassistenten in den Verwaltungen.
„Die Städte in Baden-Württemberg haben verstanden, dass es zu einer Digitalen Stadt mehr braucht als eine Bürger-App“, sagt Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg. „Die zweite Ausschreibung der Future Communities zeigt deutlich, dass Projekte zur Künstlichen Intelligenz (KI) Einzug in die Verwaltung halten und sich die ersten Erfolge in einem verbesserten Dienstleistungsangebot zeigen. Viele unserer Mitglieder haben Projekte eingereicht, die auch skalierbar sind. Deshalb ist uns eine Vernetzung der Städte untereinander sehr wichtig, und Nachahmer sind wieder ausdrücklich erwünscht.“ Roger Kehle, Präsident des Gemeindetags Baden-Württemberg, ergänzt: „Es freut mich sehr, dass sich das Programm Gemeinden, Städte und Landkreise 4.0 – Future Communities so erfolgreich entwickelt. Ursprünglich als Projekt des Gemeindetags gestartet (wir berichteten), sind inzwischen Gemeinschaftsprojekte und auch Landkreise unter den Prämierten. Damit bestätigt sich unsere Überzeugung, nicht nur auf Leuchttürme der Digitalisierung zu setzen, sondern möglichst vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen den Weg zur Digitalisierung zu ebnen.“
„Die Landkreise, Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg sind hochgradig motiviert, die Digitalisierung innovativ voranzubringen. Das Landesförderprogramm Future Communities trägt dem Rechnung, denn es ist das bislang einzige Förderprogramm, das eine derart große Flächenwirkung im Bereich der Digitalisierung vorweisen kann. Wir freuen uns daher ganz besonders, dass sich im Jahr 2018 erstmals auch Landkreise bewerben konnten und dies auch zahlreich getan haben“, erklärte Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistags Baden-Württemberg.
Nach der ersten Ausschreibung 2017 (wir berichteten) setzte das Innenministerium das Förderprogramm eigenen Angaben zufolge in diesem Jahr unter dem Namen Städte, Gemeinden und Landkreise 4.0 – Future Communities fort. Im Unterschied zur ersten Ausschreibung konnten sich neben den 1.001 Städten und Gemeinden erstmals auch die 35 Landkreise bewerben. Insgesamt hätten in diesem Jahr 84 Kommunen Anträge eingereicht, die sich an den strategischen Schwerpunktthemen der landesweiten Digitalisierungsstrategie digital@bw orientierten.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Porträtaufnahme von Kristina Sinemus.

Hessen: Digitale Basis für finanzschwache Kommunen

[22.07.2026] Mit einem neuen Förderprogramm unterstützt Hessen insbesondere finanzschwächere Kommunen bei der Einführung grundlegender Technologien für die Verwaltungsdigitalisierung. Damit soll die digitale Transformation auch in Kommunen mit engen finanziellen Spielräumen vorankommen. mehr...

Zahnräder_Hände
bericht

Digitalisierung: Taskforce eingerichtet

[16.07.2026] Niedersachsen versteht die Digitalisierung als ebenenübergreifende Aufgabe. Mit Rahmenwerk, strategischer Steuerung und operativer Unterstützung, gebündelt mit Standardisierung und konsequenter Kooperation, sind Land und Kommunen auf einem guten Weg. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Komm.ONE fordert neue Dynamik

[06.07.2026] Die Verwaltungsdigitalisierung in Baden-Württemberg soll deutlich an Tempo gewinnen. Im Mittelpunkt stehen eine engere Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen, verlässliche Finanzierungsmodelle sowie eine stärkere Rolle des kommunalen IT-Dienstleisters bei der Umsetzung zentraler Digitalisierungsprojekte. Auch eine langfristige Annäherung an die Landes-IT BITBW schließen die Verantwortlichen nicht aus. mehr...

Sachsen-Flagge im Wind

Sachsen: Mittel für kommunale Digitalisierung

[06.07.2026] Sachsen plant im Doppelhaushalt 2027/2028 weitere Mittel für die Verwaltungsdigitalisierung ein. Neben dem Sächsischen Verwaltungsnetz und zentralen Landesportalen sollen auch Kommunen bei digitalen Diensten und internen Verfahren unterstützt werden. mehr...

Gruppenfoto am Spreeufer, das Kanzleramt im Hintergrund

Vitako: Der moderne Staat fängt in den Kommunen an

[02.07.2026] Die Staatsmodernisierung entscheidet sich nicht im Konzept, sondern in der kommunalen Umsetzung. Beim Politischen Abend von Vitako diskutierten Bundestagsabgeordnete und Fachleute, wie kommunale IT-Dienstleister, gemeinsame Standards und klare Governance die Verwaltungsdigitalisierung voranbringen können. mehr...

Porträt Landrat Dr. Achim Brötel

Deutscher Landkreistag: Landkreise als Innovationsräume

[25.06.2026] Digitale Modernisierung muss in der kommunalen Praxis ankommen: Der Deutsche Landkreistag dringt im Austausch mit Bundesdigitalminister Karsten Wildberger darauf, Landkreise bei zentralen Vorhaben der Staatsmodernisierung frühzeitig einzubinden. mehr...

Dr. Annika Busse - Hamburg CIO
interview

Hamburg: Gemeinsam mehr erreichen

[24.06.2026] Seit Ende vergangenen Jahres ist Annika Busse neue Hamburg-CIO. Im Interview spricht sie über Mitarbeitermotivation, Ziele für Hamburgerinnen und Hamburger sowie die Verwaltung und darüber, woran sie am Ende ihrer Amtszeit gemessen werden möchte. mehr...

von rechts: Mehring, Sinemus, Wildberger, daneben noch weitere (unbekannte) Personen

BMDS/Bayern: Kooperation zur flächendeckenden Digitalisierung

[23.06.2026] Im Rahmen einer Pilotkooperation wollen das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) und das Bayerische Staatsministerium für Digitales (StMD) bis Ende dieses Jahres in allen bayerischen Kommunen zentrale digitale Verwaltungsleistungen bereitstellen. Die Rolle des Generalunternehmers auf Ebene des Landes übernimmt die AKDB. mehr...

zwei Männer geben sich die Hand_Karsten Wildberger_mario Voigt

Thüringen: Wichtige Online-Dienste für alle Kommunen

[11.06.2026] Thüringen und der Bund wollen fünf Verwaltungsleistungen bis Ende März 2027 landesweit digital verfügbar machen. govdigital und KIV Thüringen sollen die Online-Dienste in den Thüringer Kommunen bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit integrieren. mehr...

Niedersachsen: Im Maschinenraum der Verwaltungsdigitalisierung

[28.05.2026] Seit April unterstützt eine Taskforce niedersächsische Kommunen dabei, wichtige Verwaltungsleistungen online anzubinden. Die Beteiligten arbeiten eng zusammen, um technische, organisatorische und finanzielle Hürden für den Einsatz der Online-Dienste aus dem Weg zu räumen – mit Erfolg. mehr...

bericht

re:publica26: Vom Ankündigen zum Liefern

[21.05.2026] Auf der Digitalkonferenz re:publica26 zieht Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine Jahresbilanz und spricht sich resolut für mehr digitale Souveränität und Open Source aus. mehr...

Komm.ONE: Landesregierung strebt engere Zusammenarbeit an

[18.05.2026] Die neue Landesregierung in Baden-Württemberg will Landes-IT und kommunale IT künftig enger zusammenführen und ein gemeinsames Rechenzentrum aufbauen. Komm.ONE unterstützt die Pläne und sieht darin eine wichtige Grundlage für die weitere Digitalisierung der Verwaltung. mehr...

Offizielles Porträt von Bundesdigitalminister Karsten Wildberger

Ein Jahr BMDS: Gute Ansätze – zu wenig Verbindlichkeit

[07.05.2026] Ein Jahr nach dem Start des Digitalministeriums ziehen weitere Branchenverbände Bilanz. Die Open Source Business Alliance fordert mehr Verbindlichkeit bei Open Source und digitaler Souveränität, der BREKO verlässliche Rahmenbedingungen für den Glasfaserausbau. mehr...

Mitglieder des Digitalausschusses des DStGB

DStGB: Umsteuern zur rein digitalen Verwaltung

[30.04.2026] Wie digitale Lösungen, Automatisierung und Künstliche Intelligenz zur Modernisierung des Staates beitragen und so für die dringend nötige Entlastung der Kommunen sorgen können, diskutierte der Ausschuss für Digitalisierung des Deutschen Städte- und Gemeindebunds auf seiner Frühjahrstagung.
 mehr...

Vitako: Impulse für die Digitalisierung

[29.04.2026] Auf der Vitako-Mitgliederversammlung haben Deutschlands kommunale IT-Dienstleister zentrale Weichen für die Verwaltungsdigitalisierung gestellt. Im Fokus standen der Deutschland-Stack, die interföderale Marktentwicklung, das Zukunftsbild der kommunalen IT sowie Fragen der digitalen Souveränität.  mehr...