ZukunftskongressLust auf den digitalen Wandel

Die Digitalisierung im Public Sector steht beim 7. Zukunftskongress Staat & Verwaltung wieder im Fokus.
(Bildquelle: Wegweiser Media & Conferences GmbH / Simone M. Neumann)
Verwaltungen bei ihrer eigenen kreativen Stärke abholen – das soll der 7. Zukunftskongress Staat & Verwaltung (27. bis 29. Mai 2019, Berlin), Leitveranstaltung des Public Sector für Digitalen Wandel, leisten. Wie der Veranstalter Wegweiser Media & Conferences mitteilt, soll der Zukunftskongress wieder Themen setzen und vernetzen, die in Bundes-, Landes- und Kommunalbehörden Lust auf und Mut für den digitalen Wandel machen. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Bundesministers des Innern, für Bau und Heimat. Governance, IT-Governance, Recht, Politik, die öffentliche IT-Landschaft der Zukunft, die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG), die Zukunft der Arbeit unter anderem im öffentlichen Sektor sowie Innovationsmanagement, Technologien, Open Data und Open Government sind Schwerpunktthemen des diesjährigen Zukunftskongresses. Sie werden in hochkarätig besetzten Plenen, Foren, Werkstätten und weiteren Dialogveranstaltungen aufgegriffen. Vorgesehene Formate sind beispielsweise Keynotes, Podiums- und Fishbowl-Diskussionen, Präsentationen oder offene Fragerunden. Wesentliches Ziel des Zukunftskongresses ist es, den Dialog zwischen Experten und Führungskräften aus Staat und Verwaltung, der Wirtschaft und Wissenschaft zu fördern. Zahlreiche Kommunikationspausen, Lounges und das abendliche Get-together am zweiten Kongresstag bieten deshalb Raum für weiterführende Gespräche. Fachkonferenzen am ersten Kongresstag Den Rahmen des Kongresses bilden Plenumsveranstaltungen: Nationale und internationale Experten eröffnen oder schließen den jeweiligen Kongresstag mit einem Diskurs zur digitalen Zukunft von Staat, Verwaltung und Gesellschaft. Am 27. Mai eröffnet das Plenum am Mittag den 7. Zukunftskongress. Hier wird unter anderem Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetags, über bessere und neue Strukturen für die digitale Verwaltung in Deutschland und Europa diskutieren. Für den ersten Kongresstag sind vor allem Fachkonferenzen angesetzt. So etwa die GPM-Projektgovernance-Konferenz, die sich der Frage widmet, wie sich die digitale Zukunft Europas mit Projekten gestalten lässt. Neben dem PwC Zukunftskongress Cyber-Security-Forum oder dem Barcamp U30 findet sich auch das KGSt-Kommunalforum unter den Fachkonferenzen. Es geht der Frage nach, was die Digitalisierung in Deutschland voranbringt. Der Kongress NeueVerwaltung und der dbb Beamtenbund und Tarifunion widmen sich in einer weiteren Fachkonferenz der Personalentwicklung. Ob die Digitalisierung wirklich Chefsache geworden ist, klären Digitalverantwortliche aus Bund, Ländern und Kommunen im abendlichen Plenum am ersten Kongresstag. 360-Grad-Reihe zum OZG Offiziell eröffnet wird der Zukunftskongress am 28. Mai mit der Keynote des Schirmherrn, Bundesinnenminister Horst Seehofer. Danach diskutieren hochrangige Politiker aus Bund, Ländern und Kommunen Leitthemen zur Modernisierung und Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Im Anschluss finden zahlreiche Zukunftsforen und -werkstätten zu den Schwerpunktthemen des Zukunftskongresses statt. In diesen erörtern Vertreter der öffentlichen Verwaltung, der Wissenschaft, aus Politik und Industrie sowie aus der Beratung zentrale Aufgaben der Verwaltungsmodernisierung sowie der Digitalisierung des Gemeinwesens. Im Zukunftsforum I geht es beispielsweise um die Personalgewinnung und -entwicklung im digitalen Zeitalter, künstliche Intelligenz und die Rolle des Staates sowie die Zukunft der öffentlichen Rechenzentren. Im Zukunftsforum I findet mit dem Umsetzungsdialog OZG auch der Auftakt für die 360-Grad-Reihe statt: Sie unterzieht in diesem Jahr die OZG-Umsetzung im Hinblick auf Bürgerdienste sowie Unternehmen einer ganzheitlichen Betrachtung. Neuer Science-Dialog Am zweiten Kongresstag startet außerdem das Zukunftsforum II, unter anderem mit dem Thema Digitalisierung, Demokratie und Verbraucherschutz, wobei Ergebnisse der Daten-Ethikkommission aufgegriffen werden. Auch Sachstand und Perspektiven der Registermodernisierung in Deutschland sind Thema eines Zukunftsforums. Um den Schutz und die Gestaltung digitaler Identitäten und Transaktionen geht es im eID-Forum, während sich beim CIO-Talk Staatssekretär und Bundes-CIO Klaus Vitt, die bayerische Staatsministerin Judith Gerlach, Harald Joos vom DRV-Bund, Sachsen-CIO Thomas Popp und Kay Ruge vom Deutschen Landkreistag austauschen. Als neues Programm-Highlight wird der Science-Dialog angekündigt, der ebenfalls am zweiten Kongresstag unter der Schirmherrschaft von Staatsministerin Dorothee Bär stattfindet. Im Vorfeld des Zukunftskongresses haben Wegweiser Media & Conferences und init einen Wissenschaftswettbewerb ausgeschrieben. Forscher aus ganz Europa konnten Projekte einreichen, die Denkanstöße, Lösungsansätze, Tools und Methoden für die Digitalisierung der Verwaltung sowie die OZG-Umsetzung darstellen. In der vierteiligen Veranstaltung werden die besten Beiträge vorgestellt und ausgezeichnet. Etablierte Experten sprechen über den aktuellen Stand der OZG-Umsetzung. In die Podiumsdiskussion „Gamechanger Onlinezugangsgesetz?“ sind dann auch Macher der Verwaltung involviert. Am Abend des zweiten Kongresstags wird unter der Schirmherrschaft von Helge Braun, Chef des Bundeskanzleramts und Bundesminister für besondere Aufgaben, die Preisverleihung des E-Government-Wettbewerbs 2019 erfolgen. Agiles Arbeiten Die agile und dienstleistungsorientierte Verwaltung für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort Deutschland ist Thema im Plenum am Morgen zur Eröffnung des dritten Kongresstags. In dessen Verlauf findet neben der 360-Grad-Reihe II auch das Zukunftsforum III statt, das sich unter anderem mit der digitalen Chancengleichheit für Menschen und Unternehmen in ländlichen Räumen beschäftigt. Weitere Themen betreffen die Digitalisierung der HR-Arbeit, das neue Arbeiten in der öffentlichen Verwaltung oder die Bedeutung des Internet of Things für die Verwaltung. Unterschiedlichste Methoden der Ideenfindung und Lösungserarbeitung – vom Round Table über ein World Café bis hin zum Design Thinking – sind Gegenstand der Zukunftswerkstätten, -dialoge und -labore, die am zweiten und dritten Kongresstag angeboten werden. Neben einem E-Payment-Forum wird in Zusammenarbeit mit dem Bundeskanzleramt beispielsweise eine Zukunftswerkstatt zum agilen Arbeiten bei der Umsetzung der Digitalisierung stattfinden. Nach einem Impulsvortrag von Peggy Liebscher, Stellvertretende Referatsleiterin Strategische Vorausschau; Politische Planung im Bundeskanzleramt, werden Martin Brandt, Geschäftsbereichsleiter Personal und Organisation beim Ostalbkreis, Robert Heilig, Leiter PACE des Magistrats der Stadt Wien, Germar Schröder von PwC Strategy& sowie Martin Schinharln, Head of neoIT des IT-Referats der Landeshauptstadt München, über das Thema diskutieren. Anika Krellmann, Referentin Organisations- und Informationsmanagement bei der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) wird die Moderation übernehmen. Vielseitige Best-Practice-Dialoge Am zweiten und dritten Kongresstag werden außerdem zahlreiche Best-Practice-Dialoge stattfinden. Das Unternehmen Disy Informationssysteme etwa zeigt die Prozessoptimierung, Datenanalyse und Reporting mit der Plattform Cadenza auf. Materna widmet sich der Change-Kommunikation und dem Akzeptanz-Management in IT-Projekten. Herausforderungen bei der Einführung von vertrauenswürdigen Zugängen für Online-Bürgerdienste greift das Unternehmen Secunet auf, während Picture das Prozess-Management als Hebel zur erfolgreichen Umsetzung von E-Akte-Einführung, Onlinezugangsgesetz und Wissensmanagement vorstellt. Drei Jahre OZG in Baden-Württemberg mit der Plattform service-bw aus Sicht des Landes und der Kommunen sind Thema des Best-Practice-Dialogs von Seitenbau. Begleitend zum Zukunftskongress findet wieder eine Fachmesse statt. In der Arena der Lösungen werden Anwendungen, und Technologien aus verschiedenen Feldern der Verwaltungsarbeit in 20-minütigen Kurzslots präsentiert. Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) wird die Arena wissenschaftlich begleiten. Ab 2020 wieder im Frühsommer In den kommenden Jahren wird der Zukunftskongress, bedingt durch das Aus der CEBIT, wieder auf seinen angestammten Platz im Frühsommer zurückkehren, kündigt Wegweiser Media & Conferences an: 2020 wird die Leitveranstaltung für den Digitalen Wandel in Staat & Verwaltung vom 15. bis 17. Juni stattfinden und im darauffolgenden Jahr vom 14. bis 16. Juni. Auch für die Zeit nach 2019 will das Bundesinnenministerium die Schirmherrschaft übernehmen.
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