Dienstag, 24. März 2026

Formular-ManagementAssistent fürs Standesamt

[15.11.2019] Intelligente Formularassistenten helfen bei der medienbruchfreien Abwicklung von Prozessen im Standesamt. Die Schnittstelle zu AutiSta und die Einbindung von E-Payment vervollständigen das Angebot, sind aber optional.
Stadt Diepholz setzt auf Online-Urkundenservice.

Stadt Diepholz setzt auf Online-Urkundenservice.

Die Erwartungen an die Dienstleistungen der öffentlichen Hand werden geprägt von der alltäglichen Präsenz von Internet, Handy und den vielen kleinen Helfern und Assistenten in Verkaufsportalen und sozialen Netzwerken. Ohne Warteschlange und unverständliche Papierformulare wollen Bürger nutzerorientiert Anträge stellen, Sachverhalte klären, Urkunden bestellen, Geburten oder Sterbefälle anzeigen.
Das Onlinezugangsgesetz (OZG) gibt den Beteiligten hier einen zeitlichen und rechtlichen Rahmen vor. Diesen mit Leben zu füllen, stellt jedoch eine besondere Herausforderung dar. Wenig sinnvoll ist es, für jeden Bereich eine eigenständige technische Lösung zu kreieren, denn der Aufwand für die Einrichtung und Betreuung ist weder wirtschaftlich vertretbar noch mit den vorhandenen Ressourcen leistbar. Daher sieht das Antragsmanagement 4.0 von Form-Solutions mit seinen mehr als 5.000 Verlagsobjekten eine gesamtheitliche Lösung für alle Bereiche der Verwaltung vor.

Wartung und Pflege inbegriffen

Es beinhaltet auch Lösungen für das Standesamt mit seinen sehr stark formalisierten Verwaltungsabläufen und Formularen. Diese steigern den Service für die Anfragenden und reduzieren den Aufwand bei den Verwaltungen. Das verdeutlichen die jahrelangen Erfahrungen von Standesämtern, etwa der Städte Diepholz mit jährlich rund 170 Bestellungen und Coesfeld.
Mit den intelligenten Formularassistenten können Bürger ebenso wie andere Stellen folgende Prozesse medienbruchfrei abwickeln: die Bestellung von Geburts-, Ehe-, Sterbe- und Lebenspartnerschaftsurkunden auf der Basis von XPersonenstand, die Anzeige von Geburten und Sterbefällen sowie in Kürze die Anzeige von Eheschließungen. Mit nur einem Link auf der Homepage oder im Portal decken die Assistenten derzeit sechs wichtige Anliegen im Standesamtsbereich ab. Die Daten werden medienbruchfrei und datenschutzkonform über eine Schnittstelle an das Fachverfahren AutiSta übergeben. Mit dem optionalen E-Payment erfolgt eine automatisierte und zuverlässige Einnahme der Gebühren für die Urkunden. Die Technik erlaubt auch eine schrittweise Einführung zunächst ohne Schnittstelle und/oder E-Payment mit oder ohne individuelle Gebührensätze und Inhalte. Die spezielle Ausgestaltung der Assistenten stellt die barrierefreie und rechtskonforme Nutzung sicher. Die Assistenten werden von der Verlagsabteilung von Form-Solutions gewartet und gepflegt, ohne dass sich das jeweilige Standesamt darum kümmern muss.

Individueller Assistent trotz Standardisierung

Dank responsivem Layout passt sich das Formular automatisch an die Bildschirmgröße des jeweiligen Endgeräts an. Schritt für Schritt leitet der Assistent durch den Prozess. Je nachdem, welche Urkunde in welchem Formular benötigt wird, erscheinen erforderliche oder entfallen unnötige Fragen. Auf Basis der hinterlegten Gebührensätze berechnet sich der Preis für die Urkunden.
Bei Aufruf über ein Portal oder bei Nutzung des Personalausweises lassen sich die Antragstellerdaten automatisch vorbefüllen. Solche Funktionen sichern ebenso wie die Autovervollständigung der Postleitzahl, Plausibilisierungsregeln und Validierungen die Qualität der erfassten Daten. Der zuständige Sachbearbeiter kann die Bestellungen und Anzeigen einsehen und direkt in AutiSta weiterverarbeiten.
Individuelle Kundenwünsche, Besonderheiten und Abläufe bei den Standesämtern erfordern eine Anpassung des Standardassistenten aus dem Verlagssortiment. Mit der so genannten Konfigurationsliste lassen sich diese einpflegen und so im Standardassistenten hinterlegen, dass die allgemeinen und rechtlichen Vorgaben um Kundenanforderungen ergänzt werden – egal, ob es sich um individuelle Gebühren oder bestimmte Auswahlkriterien bei der Versandart handelt. Im Ergebnis erhält jeder Kunde seinen individuellen Assistenten, obwohl es ein standardisierter Verlagsassistent ist.

Nutzung als Einzelapplikation möglich

Der Assistent kann auch als Einzelapplikation genutzt werden, wenn der Kunde nicht sowieso schon das Verlagssortiment lizenziert hat. Für die Einarbeitung und Nutzung sowohl der Schnittstelle zu AutiSta als auch von Kundenanpassungen ist lediglich eine, nach Aufwand bemessene Einrichtungsgebühr fällig.
Viele weitere komplexe Ausfüllassistenten für den Standesamtsbereich sind in Planung. Zunächst wird, wie bereits erwähnt, die Geburten- und Sterbefallanzeige um die Anzeige von Eheschließungen erweitert. Zudem werden die Nutzerorientierung und der Ausbau der schon weitgehend vorhandenen Barrierefreiheit mit Blick auf die Umsetzungsfrist zum 1. September 2020 verbessert.

Frank-Olaf Wilhelm ist Geschäftsführer Verwaltungsdigitalisierung und Verlag bei der Form-Solutions GmbH, Selina Alfaiate leitet dort den Verlagsbereich Personenstandswesen.




Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren
Mehrere Personen stehen um einen Tisch mit einem Startknopf versammelt.

Kreis Kassel: Medienbruchfrei zur Baugenehmigung

[17.03.2026] Seit März nimmt der Kreis Kassel Bauanträge nur noch online entgegen. Somit läuft das gesamte Baugenehmigungsverfahren vollständig digital ab, was die Abläufe für alle Beteiligten vereinfachen und beschleunigen soll. mehr...

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...

Angler hält eine Forelle in der Hand

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone

[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...

Beine mehrerer Personen, die auf einer Reihe von Stühlen in einem Flur sitzen

Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter

[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...

Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird

[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...

Person mit Laptop auf dem Schoß; Aufsicht auf Torso, Arme, Hände und Oberschenkel

Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land

[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...

Blick auf ein Gebäude mit der Aufschrift Bürger- und Ordnungsamt.

Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf

[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...

Ein kleiner Junge hält ein Smartphone in der Hand, sein Gesicht ist bedeckt mit biometrischen Linien.

VG Polling: Biometric Go ergänzt PointID

[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts. mehr...

Kleinkinder spielen mit Bauklötzen.

AKDB: adebisKITA als Cloud-Version

[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...