Freitag, 4. September 2026

HessenBeteiligungsprozess geglückt

[18.12.2020] Ein positives Resümee zieht Digitalministerin Kristina Sinemus zum Beteiligungsprozess zur Strategiefortschreibung Digitales Hessen. Mehr als 700 Bürger haben sich konstruktiv eingebracht.

Die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus hat nun ein positives Resümee zum öffentlichen Beteiligungsprozess der Strategiefortschreibung Digitales Hessen gezogen. Von Juli bis Dezember 2020 konnten sich Bürger und Verbände, Interessengruppen und wissenschaftliche Institutionen an der neuen Digitalstrategie der hessischen Landesregierung beteiligen (wir berichteten). Ministerin Sinemus berichtet: „Bei unserer virtuellen Strategiekonferenz und den Online-Themenforen haben rund 700 Hessen über die digitale Zukunft in unserem Land diskutiert und ihre Anregungen in die Fortschreibung der Digitalstrategie in Hessen eingebracht. Auch eine Vielzahl von Impulsen über die Web-Seite und Beiträge auf unserer Beteiligungsplattform zeigen mir, dass ganz viel Neugier auf die Zukunft, aber natürlich auch viele Erwartungen und Sorgen bestehen. Vor allem wurden viele kluge Ideen und Lösungsansätze in die Gestaltung der Digitalisierung in Hessen eingebracht.“ Auch Verbände und Wissenschaft haben in rund 25 Stellungnahmen wertvolle Hinweise zu den Bedarfen und Zukunftsthemen in Wirtschaft und Gesellschaft gegeben, so der Bericht aus Hessen.

Mehrwert nutzen

„Die Digitalisierung hat mit der Corona-Pandemie einen deutlichen Schub bekommen. Wir wollen diese Dynamik verstärken und den großen Mehrwert digitaler Technologien für mehr Lebensqualität und Wirtschaftskraft in Hessen nutzen“, hob Sinemus hervor. „Dabei liegen mir die digitale Innovationsfähigkeit in unserem Land ebenso am Herzen wie der Erhalt von Beschäftigung, Wertschöpfung und Nachhaltigkeit, die Stärkung digitaler Kompetenzen und lebenswerte, zukunftsfähige Kommunen. Der Mensch im Mittelpunkt, unser Leitmotiv für den Strategieprozess, hat sich durch den ganzen Dialog gezogen und so gezeigt: Digitale Teilhabe wird in Hessen schon jetzt gelebt.“
Das Digitalministerium hatte hierzu laut eigener Angabe erstmals Veranstaltungen und Beteiligungswege für die Strategiefortschreibung komplett in den virtuellen Raum übersetzt und so auf eine noch breitere, digitale Basis gestellt. So hätten sowohl über eine Web-Seite als auch im Fachdialog auf einer webbasierten Beteiligungsplattform Fragen und Anregungen eingebracht werden können.

Grundlage für neue Strategie

Bei der am 27. August 2020 gesendeten Auftaktkonferenz sowie in sieben virtuellen Themenforen zu Handlungsfeldern wie Wirtschaft und Arbeit 4.0, digitale Kompetenzen, Wissenschaft und Verantwortung oder digitale Verwaltung konnten Interessierte strategische Impulse beisteuern. Am 8. Dezember schloss die Veranstaltungsreihe mit dem Themenforum „Smarte Städte und Regionen“.
Die Ergebnisse des Beratungsprozesses sollen jetzt als Grundlage für die Formulierung der neuen Strategie Digitales Hessen dienen. „Wir werden die vielfältigen Perspektiven, Anregungen und Bedürfnisse aus Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft abwägen und zusammendenken, um unsere Digitalstrategie so lebensnah, handlungsorientiert und verantwortungsbewusst wie möglich weiterzuentwickeln. Wir wollen eine Digitalisierung für Hessen, die den Menschen und unserem Land dient“, kündigt Digitalministerin Sinemus an. In den kommenden Monaten soll die Digitalstrategie fortgeschrieben und im Frühjahr im Kabinett verabschiedet werden.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: E-Partizipation
KI-generiertes Rendering zur möglichen Neugestaltung des Domplatzes Eichstätt
bericht

KI-Oasen: Wenn Städte träumen

[31.07.2026] Das Architekturbüro weiss Architekten entwickelt mit den KI-Oasen ein Beteiligungsformat, das Wünsche und Ideen der Bürgerinnen und Bürger niederschwellig in ortsspezifische Bilder übersetzt. In Eichstätt wird daraus nun ein kommunales Pilotprojekt. mehr...

Menschen blicken auf einen Tisch mit Notizzetteln
bericht

Serie Smart Cities, Teil 4: Bürger als Gestalter

[30.07.2026] Aus zahlreichen Praxisprojekten hat das Fraunhofer-Institut IESE zentrale Erkenntnisse gewonnen, wie eine gute Bürgerbeteiligung gestaltet sein sollte. Ein Erfolgsfaktor: Digitale Angebote sollten mit Vor-Ort-Formaten kombiniert werden. mehr...

Magdeburg_VR_Bürgerbeteiligung_Personen im Elbedome
bericht

Magdeburg: Beteiligung mit VR

[28.07.2026] Wie lassen sich komplexe städtebauliche Planungen anschaulich vermitteln und die Bürgerbeteiligung stärken? Ein Forschungsprojekt zeigt am Beispiel der Großen Münzstraße in Magdeburg, wie Virtual Reality neue Wege in der Bauleitplanung eröffnen kann. mehr...

Darstellung des Bürgertipps-Portals "Sag's Achim" auf einem Monitor, einem Tablet und einem Smartphone

Achim: Portal für Bürgertipps

[27.07.2026] Die Stadt Achim ist die erste Kommune im Kreis Verden, die auf das moderne Bürgertipps-Portal von Anbieter NOLIS setzt. Sag’s Achim lässt sich über Smartphone, Tablet und PC gleichermaßen einfach nutzen und löst die bisherige Online-Mängelmelder-Lösung ab. mehr...

Der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase zeigt auf ein iPad, das die neue Microsite Bürgerbeteiligung Mainz zeigt

Mainz: Microsite erleichtert das Mitgestalten

[14.07.2026] Die Bürgerbeteiligung der Stadt Mainz präsentiert sich mit einem rundum modernisierten Webauftritt. Die neue Microsite „Gemeinsam Mainz gestalten“ soll es den Bürgerinnen und Bürgern künftig noch einfacher machen, Mitwirkungsmöglichkeiten wahrzunehmen. mehr...

Weibliche Hand, die ein Smartphone auf einen Fliegenpilz im Wald richtet

Uslar/Katlenburg-Lindau: Digitale Beteiligungsplattform zur Artenvielfalt

[10.07.2026] Für den Naturschutz ist ein feinmaschiges Monitoring der Artenvielfalt zentral. Interessierte Bürgerinnen und Bürger vor Ort können aufgrund lokaler Gebietskenntnis und wiederholter Beobachtung wertvolle Hinweise liefern. Ein Forschungsprojekt in Niedersachsen nutzt dazu digitale Lösungen von wer denkt was. mehr...

Vektorillustration mit jungen Menschen in der Nähe eines großen Smartphones, die Feedback und Bewertungen für ein Produkt oder eine Dienstleistung abgeben.

Studie: Bürgerbeteiligung ohne Hightech

[08.06.2026] Erstmals wurde bundesweit untersucht, wie Kommunen digitale Bürgerbeteiligung einsetzen. Die Erhebung zeigt, dass ostdeutsche Kommunen häufiger aktiv sind als westdeutsche. Gleichzeitig zeigt sich bundesweit: Digitale Bürgerbeteiligung in der Breite ist kein Hightech-Unterfangen. mehr...

Elbphilharmonie spiegelt sich in einer Glaskugel mit dem Wort Hamburg

Hamburg: Aktionsplan für Nachhaltigkeit

[05.06.2026] Ihr Engagement für eine offene und transparente Verwaltung baut die Freie und Hansestadt Hamburg weiter aus und ist in die neue Programmphase von Open Government Partnership (OGP) Local gestartet. Im Fokus steht die gesamtstädtische Nachhaltigkeitsstrategie. mehr...

Marktplatz-mit-BeachFlag-2048x1538

wer denkt was: 15 Jahre Innovation und Dialog

[07.05.2026] Das Unternehmen wer denkt was feiert Jubiläum: Seit 15 Jahren begleitet die Firma Kommunen im ganzen Bundesgebiet bei der Umsetzung moderner Beteiligungsprozesse. mehr...

Stuttgart gelauncht Beteiligungsportal_frau schaut auf Tablet

Stuttgart: Relaunch fürs Beteiligungsportal

[04.05.2026] Ihr Beteiligungsportal hat die Stadt Stuttgart grundlegend modernisiert. Der Zugang wurde barrierearm und intuitiv gestaltet. Für mehr Verständlichkeit und effiziente Auswertungen setzt die Stadt auf KI. mehr...

Screenshot der Radspur-App im App-Store.

Kirchenlamitz: Radspur-App liefert Daten aus der Praxis

[20.03.2026] Mit welcher Frequenz Radwege genutzt werden und ob es auf den Strecken Verbesserungsbedarfe gibt, will die Stadt Kirchenlamitz mithilfe einer App herausfinden. Ist die Anwendung auf dem Smartphone installiert und aktiviert, kann sie anonymisiert GPS- und Erschütterungsdaten erfassen. Auch können die Nutzerinnen und Nutzer über die App auf Gefahrenstellen oder Hindernisse hinweisen. mehr...

Die drei Stadtoberhäupter stehen zum Foto versammelt, OB Hetjes hält einen Laptop in den Händen auf dessen Bildschirm das Beteiligungsportal Seid Dabei eingeblendet ist.

Bad Homburg v. d. Höhe / Friedrichsdorf / Wehrheim: Gemeinsame Beteiligungsplattform

[19.03.2026] Mit Seid Dabei haben Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf und Wehrheim eine gemeinsame Beteiligungsplattform gestartet, auf der jede Kommune zwar einen eigenen Bereich verwaltet, die technische Infrastruktur aber mit den anderen teilt. mehr...

Mehrere Personen stehen nebeneinander, im Hintergrund sind Aussteller des eGo-Saar und von Gerda BürKI zu sehen.
bericht

Gersheim: Mehr Service mit Gerda

[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...

Mehrere Personen stehen um einen Maptable versammelt und bearbeiten eine Stadtkarte.
bericht

E-Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen

[26.02.2026] Analoge Beteiligungsformate sprechen nur eine begrenzte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an. Fügen Kommunen digitale Partizipationsangebote planvoll hinzu, erreichen sie mehr Zielgruppen. Wichtig ist die intelligente Kombination der beiden Ansätze. mehr...

ein Laptop auf dessen Display die Website zur Beteiligungsplattform der Stadt Darmstadt aufgerufen ist

Darmstadt: Digitalstrategie mitgestalten

[25.02.2026] Mit einer neuen Digitalstrategie will die Stadt Darmstadt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer digitalen Verwaltung und Services stellen. In die finale Fassung sollen auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen. mehr...