Samstag, 13. Juni 2026

BitkomEs braucht eine nationale Bildungsplattform

[22.01.2021] Der Digitalverband Bitkom fordert den zügigen Aufbau einer nationalen Bildungsplattform. Digitaler Fernunterricht könnte so zuverlässiger angeboten werden. Seinen Standpunkt hält der Digitalverband in einem Positionspapier fest.

Den zügigen Aufbau der – auf dem Bildungsgipfel 2020 beschlossenen – nationalen Bildungsplattform fordert jetzt der Digitalverband Bitkom. Der Verband reagiert damit auf die anhaltenden Probleme rund um den digitalen Fernunterricht an deutschen Schulen. „Fast ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie sind unsere Schulen noch immer nicht in der Lage, flächendeckend digitalen Fernunterricht anzubieten“, kritisiert Bitkom-Präsident Achim Berg. „Ein Hauptproblem sind die Plattformen der Bundesländer, die den großen Nutzerzahlen vielfach nicht gewachsen sind und unter der Belastung zusammenbrechen.“ Es sei nicht zielführend, dass viele Bundesländer an einer eigenen Lösung bastelten. „Wir müssen die Ressourcen und das Know-how der Länder bündeln, um ein bundeseinheitliches Angebot zu entwickeln, das die bisherige Länderplattformen und die Lösungen privater Anbieter integriert.“ Bitkom ruft die Bundesländer und alle Schulträger dazu auf, beim Aufbau einer nationalen Bildungsplattform intensiv zu kooperieren. Berg: „Gute Lösungen, die sich bereits bewährt haben, müssen nicht verworfen werden, sondern können in die Entwicklung einer nationalen Bildungsplattform eingebracht werden. Die Digitalisierung der Schulen darf nicht am föderalen Klein-Klein scheitern, sondern erfordert einen gemeinsamen Kraftakt von Kommunen, Ländern und Bund.“

Transparenz, Zuverlässigkeit und Flexibilität

Eine nationale Bildungsplattform schafft ein deutschlandweit nutzbares digitales Lernsystem, das individuelles Lernen orts- und zeitunabhängig in allen Altersstufen ermöglicht, heißt es vonseiten des Bitkom weiter. Durch ein einheitliches System können länderübergreifende Lernkooperationen erleichtert werden. Lernwege und Leistungsnachweise bleiben auch bei Schulwechseln nachvollziehbar. Zudem sorge eine nationale Plattform für Transparenz über Bildungsangebote von länderübergreifend agierenden Anbietern. Die nationale Plattform sollte aus Bitkom-Sicht so gestaltet werden, dass auch länder- und schulspezifische Lehrinhalte und Konzepte ihren Platz finden. Zur Finanzierung der digitalen Bildungsinhalte und Lernsysteme müssten zusätzliche Haushaltsmittel eingeplant werden. Zu klären sei, ob digitale Lernmaterialien über die Länder beziehungsweise Kommunen eingekauft werden oder ob den Schulen ein eigenes Budget zur Verfügung steht. Weitere Hintergründe und die technischen Anforderungen an eine nationale Bildungsplattform formuliert der Bitkom in einem Positionspapier.



Stichwörter: Schul-IT, Politik, Bitkom


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