Donnerstag, 30. Juli 2026

NEGZInnovation im öffentlichen Sektor

[17.06.2021] Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) will mit einem aktuellen Positionspapier neue und andere Sichtweisen auf die Innovationen der öffentlichen Verwaltung anstoßen. Auch sollen die Vorteile eines Innovationsmanagements für den öffentlichen Sektor dargelegt werden.

Das Nationale E-Government Kompetenzzentrum (NEGZ) hat ein Positionspapier veröffentlicht, das neue Sichtweisen auf Innovationen und das Innovationsmanagement in der öffentlichen Verwaltung aufzeigen will. Das Papier Innovation im öffentlichen Sektor richte sich an Entscheidungsträger aus Politik und Verwaltung sowie an Innovationsgestaltende im öffentlichen Bereich. Die Besonderheit von Innovationsprojekten im öffentlichen Sektor sei ihre Komplexität, so das NEGZ. Sie erforderten eine umfangreiche rechts- und verwaltungswissenschaftliche, eine technisch-organisatorische und eine wirtschafts- und politikwissenschaftliche Begleitung. Aus dieser Komplexität ergeben sich nach Ansicht des NEGZ mehrere Diskussionspunkte. So sei Innovation im öffentlichen Bereich an bestimmte Rahmenbedingungen, wie Kontinuität, Verlässlichkeit, Stabilität und rechtliche Grundlagen des Verwaltungshandelns gebunden. Um umsetzbare und nachhaltige Innovationen im öffentlichen Sektor zu implementieren, gelte es, diese Rahmenbedingungen für staatliches Handeln zu berücksichtigen. Innovation müsse jedoch nicht unbedingt digital sein: auch Änderungen der Verwaltungsstrukturen oder der Kommunikations- und Entscheidungswege sollten als Innovation wahrgenommen werden.

Gute Planung und der Faktor Mensch

Zu Beginn müsse je nach Ausgangslage und angestrebten Effekten definiert werden, welche Zielsetzung Innovation verfolgen soll. Erst danach könne ein Weg für die definierte Herausforderung ausgewählt werden. Die Zielsetzung und die gewünschten Effekte sollten Einfluss auf die Organisationsform sowie den Autonomiegrad der Innovationsinitiativen haben – etwa auf die Wahl zwischen externem Innovationslabor oder eigenen Organisationseinheiten, die sich mit dem Thema Innovation befassen. Während der Zielsetzungsphase sei eine strategische Abwägung dieser Aspekte notwendig. Entscheidend für den Erfolg von Innovation im öffentlichen Sektor seien die Menschen, die die Innovation umsetzen und von den Veränderungen betroffen sind, die organisatorische und rechtliche Einbettung der Innovationsprozesse und die technische Infrastruktur. Die bloße Anwendung von kreativen Methoden könne nicht zu einer erfolgreichen Einführung innovativer Ideen führen, solange diese Faktoren nicht berücksichtigt würden.

Erfahrungswissen und unkonventionelle Innovationsmethoden

In der öffentlichen Debatte werde ein „Kulturwandel“ als übergeordnetes Ziel der Innovation in der öffentlichen Verwaltung gesehen. Dieser müsse innerhalb der Verwaltung stattfinden und könne von außen lediglich begleitet werden. Dazu würden innerhalb der Verwaltung Spielräume benötigt, die Top-Down eingeführt und Bottom-Up mitgestaltet werden sollten. Das Erfahrungswissen und die der Rechtssicherheit dienenden Strukturen innerhalb der Verwaltung müssten mit unkonventionellen Innovationsmethoden und mit interdisziplinärem Wissen vereinbart werden. Ein umfassendes Innovationsmanagement habe für die Herausforderungen der öffentlichen Verwaltung ein großes Potenzial, so das NEGZ. Es könne eine kontinuierliche und systematische Transformation ermöglichen und dazu beitragen, dass struktur- und prozessübergreifende Änderungen implementiert werden – auch im öffentlichen Sektor.



Stichwörter: Panorama, NEGZ, Innovation


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Panorama
Absperrband Feuerwehr dahinter verschwommen Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehreinsatzkräfte
bericht

Katastrophenmanagement: Im Ernstfall den Überblick behalten

[29.07.2026] Kommunen müssen sich heutzutage auf zahlreiche potenzielle Krisen vorbereiten. Doch wann ist eine Lage überhaupt eine Krise? Der KGSt-Lagecheck hilft Kommunen, die Situation einzuschätzen und die richtigen Schritte einzuleiten. Digital und notfalls auch ohne Strom. mehr...

William Schmitt leitet den kommunalen IT-Dienstleister Komm.ONE und folgt nun an der Spitze des Kontrollgremiums der govdigital auf Dieter Rehfeld.

Vitako: Neue Vorstandsspitze

[20.07.2026] Digitale Souveränität, KI, Registermodernisierung und knappe Kassen: Die kommunalen IT-Dienstleister stehen vor anspruchsvollen Jahren. Mit William Schmitt rückt nun der bisherige Stellvertreter an die Spitze ihres Bundesverbands Vitako. mehr...

Farbige Sprechblasen, die mit Linien verbunden sind

TSA: Satzungen und Ortsrecht digital verwalten

[20.07.2026] Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Pflege, Veröffentlichung und Bereitstellung von Satzungen und Rechtsvorschriften. Ein von TSA Public Services initiierter Erfahrungsaustausch soll dabei helfen, bewährte Ansätze kennenzulernen. mehr...

Mehrere Personen auf einem Gehweg, schauen auf ein Smartphone

Hamm: App ins Abenteuer Stadtgeschichte

[17.07.2026] App ins Abenteuer Stadtgeschichte: In der App „Heimat Hamm“ verschmelzen auf einem digitalen Stadtrundgang dank Augmented Reality (AR) Geschichte und Gegenwart. mehr...

Kampagnenmotiv von „125 Jahre Stuttgarter Amtsblatt“ in goldenem Design. Auf der rechten Seite sieht man Leseproben auf verschiedenen digitalen Endgeräten und der Printausgabe.

Stuttgart: Amtsblatt auch als E-Paper

[17.07.2026] Das Stuttgarter Amtsblatt informiert seit 125 Jahren über Kommunalpolitik, Verwaltung und Stadtleben. Nun erscheint das offizielle Bekanntmachungsorgan der Stadt auch als E-Paper mit Vorlesefunktion und Archiv. Die Printausgabe bleibt bestehen. mehr...

DLR-Drohne findet Menschen, die in Not geraten sind – hier im Übungsszenario


DLR: Neue Technik für den Katastrophenschutz

[16.07.2026] In einer groß angelegten Übung im Ahrtal haben 16 Institute des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gezeigt, wie neue Technologien – etwa Drohnen oder robotische Systeme – die Prozesse im Katastrophenschutz stärken und verbessern können. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop. Über der Tastatur sind grafisch dargestellte digitale Benutzerprofile und Checklisten eingeblendet. Die Illustration symbolisiert die digitale Verwaltung von Nutzerdaten, Identitäten oder Registrierungsprozessen.

Kommune21 im Gespräch: Digitaler Wandel in Baden-Württemberg

[15.07.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung in Baden-Württemberg steht vor wichtigen Entscheidungen. Im Webinar „Kommune21 im Gespräch“ werden Roland Bernhard und William Schmitt am 21. Juli 2026 über die künftige Ausrichtung der Verwaltungsdigitalisierung, die Rolle von Komm.ONE und die Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen diskutieren. mehr...

Weißer Kopfhörer auf grauer Schreibtischplatte, mit Laptop

Podcast: Verwaltungsdigitalisierung zum Zuhören

[15.07.2026] Ein neuer Podcast des KDO-Tochterunternehmens Public Experts will Verwaltungsdigitalisierung verständlich erklären. In der ersten Folge geht es um die Registermodernisierung – ein Thema mit weitreichenden Auswirkungen auf Verwaltung, Staat und Gesellschaft. mehr...

zwei Männer mit Preis_govdigital mit Top 100 ausgezeichnet

govdigital: Mit TOP 100-Award ausgezeichnet

[10.07.2026] Den TOP 100-Award hat jetzt govdigital erhalten. Die Genossenschaft überzeugte in der Größenklasse bis 50 Mitarbeitende insbesondere in der Kategorie Innovationserfolg sowie durch ihr Wachstum. mehr...

Drohne der Feuerwehr über Wiesbaden

Wiesbaden: Drohne unterstützt Feuerwehr

[09.07.2026] Die Feuerwehr Wiesbaden testet in einem Pilotprojekt eine automatisiert alarmierbare Drohne, die Luftbilder von Einsatzorten liefert. Die Rettungskräfte sollen damit frühzeitig wichtige Informationen erhalten, um Einsätze effizienter planen zu können. mehr...

Cover der Studie von MeisterTask

Umfrage: Bürgermeister möchten schneller digitalisieren

[08.07.2026] Eine Umfrage unter deutschen Bürgermeistern, welche die Firma MeisterTask in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa durchgeführt hat, zeigt: Die Digitalisierung bleibt für Städte und Gemeinden ein zentrales Zukunftsthema, kommt in vielen Rathäusern jedoch nur langsam voran. Vor allem regulatorische Vorgaben, Finanzierungsengpässe und fehlende personelle Ressourcen bremsen die Umsetzung. mehr...

sieben Männer stehen nebeneinander_ekom21 wird Mitglied des VOIS-Vereins

ekom21: Mitglied im VOIS-Verein

[08.07.2026] Als elftes Mitglied ist der hessische IT-Dienstleister ekom21 in den VOIS-Verein aufgenommen worden, dessen Mitglieder neue Lösungen entwickeln, mit denen die Effizienz der Verwaltungstätigkeit erhöht und Bürger direkt online einbezogen werden. mehr...

Kreis Soest: Gesundheitsamt kommuniziert digital

[03.07.2026] Das Gesundheitsamt im Kreis Soest etabliert das Verfahren KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Gesundheitsbezogene Dokumente können somit auf elektronischem Wege mit Krankenhäusern, Arztpraxen, Apotheken und anderen Leistungserbringern ausgetauscht werden. mehr...

William-Schmitt_KOMM.One

govdigital: Aufsichtsratsvorsitz bestätigt

[02.07.2026] William Schmitt bleibt für weitere drei Jahre Aufsichtsratsvorsitzender von govdigital. Die bundesweite Genossenschaft öffentlicher IT-Dienstleister bestätigte damit den Komm.ONE-Chef in seiner Rolle, die er bereits seit 2023 ausübt. mehr...

Tochter und Mutter im Seniorenalter im Park mit Smartphone

Digitaltag-Studie: Nachholbedarf bei Digitalkompetenzen

[26.06.2026] Eine Studie im Vorfeld des diesjährigen Digitaltags am 26. Juni zeigt: Ein Drittel der befragten Bürgerinnen und Bürger hat Hemmungen, digitale Angebote – etwa von Banken, Onlineshops oder Behörden – zu nutzen. 
 mehr...