Sonntag, 17. Mai 2026

Städtenetzwerk re@diSmarte Sensorik für Mittelbaden

[03.11.2021] In Mittelbaden arbeiten neun Städte bei Sensorik-Projekten zusammen. Nun hat das Städtenetzwerk re@di ein Strategiepapier Sensorik veröffentlicht. Ziel ist es, die Städte zu einem interkommunalen Vorzeigeprojekt beim Aufbau einer LoRaWAN-basierten Sensorik zu entwickeln.
re@di-Städte vereinbaren Zusammenarbeit bei innovativen Sensorik-Projekten.

re@di-Städte vereinbaren Zusammenarbeit bei innovativen Sensorik-Projekten.

v.l.: OBin Cornelia Petzold-Schick, Bruchsal; OB Johannes Arnold, Ettlingen; OB Christof Florus, Gaggenau; OB Hans Jürgen Pütsch, Rastatt; OBin Margret Mergen, Baden-Baden, BM Wolfgang Jokerst, Bühl; OB Sebastian Schrempp, Rheinstetten; BM Michael Nöltner

(Bildquelle: Pressestelle Stadt Ettlingen)

Neun Städte aus Mittelbaden haben sich im interkommunalen Netzwerk re@di zusammengeschlossen. Nun haben die Mitgliedsstädte eine Absichtserklärung für die gemeinsame Schaffung einer „Open Region in Mittelbaden“ unterschrieben und ein Strategiepapier veröffentlicht. Die Städte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Gaggenau, Rastatt, Rheinstetten und Stutensee vereinbarten darin einen Handlungsrahmen für eine gemeinsame und vertiefte Zusammenarbeit bei Sensorik-Projekten. Das berichtet jetzt die re@di-Pressestelle. Die technische Grundlage dafür solle das offene LoRaWAN-Netzwerk „The Things Network“ sein, das nicht nur den Stadtverwaltungen und ihren Eigenbetrieben und Stadtwerken, sondern auch der Stadtgesellschaft für die Nutzung zur Verfügung steht.
Die Absichtserklärung umfasst neun Handlungsfelder, die gleichzeitig die Leitlinien für die Zusammenarbeit einrahmen. So verständigten sich die re@di-Kommunen etwa im Handlungsfeld Digitale Souveranität darauf, notwendige Kompetenzen innerhalb der Verwaltungen aufzubauen und – wenn möglich – auf eine offene Infrastruktur zu setzen, um hinsichtlich der Datenverarbeitung so unabhängig wir möglich zu bleiben. Mit dem Bekenntnis zur Civic Science lege re@di zudem Wert darauf, Sensorik-Projekte so weit wie möglich gemeinsam mit der Stadtgesellschaft zu entwickeln. Die Community vor Ort, fachkundige und engagierte Bürger stellten mit ihrem Wissen und ihrer Begeisterung einen großen Mehrwert dar, betonte das Netzwerk. In der Sensorik-Technologie sehe re@di ein großes Potenzial, um Daten zu erheben und Dienstleistungen zu schaffen, die für die Menschen Mehrwert haben. Dieser solle nicht nur regional geschaffen, sondern auch regional gehalten werden: re@di wolle diese Potenziale deshalb gemeinsam mit den Eigenbetrieben und Stadtwerken vor Ort erschließen.
Die re@di-Städte setzen bereits seit mehr als einem Jahr eine Vielzahl an Projekten um. Einige davon beschreibt das Strategiepapier. So erprobe die Stadt Baden-Baden beispielsweise Feuchtigkeitssensoren und will ein Bodenprofil über die Parkanlagen in ihrem Geoinformationssystem aufbauen. In der Stadt Ettlingen würden die Wasserstände überwacht: bei Hochwasser oder bei Überflutung von Unterführungen werde rechtzeitig Alarm geschlagen. Die Ettlinger Stadtverwaltung veröffentliche auf ihrer Website viele Daten, die mittels der Sensorik erhoben werden. Und in der Stadt Rastatt würden im Museum empfindliche Exponate nun nicht mehr händisch, sondern per Indoor-Sensor überwacht. Dies sind nur einige Beispiele – weitere sind im Strategiepapier zu finden.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.

Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert

[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...

Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...

Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Stadtteiltreff in Kassel Wolfsanger

Kassel: App stärkt das Vereinsleben

[28.04.2026] 
Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...

Lübeck: Kommunaler Gesamtabschluss bringt Mehrwert.

Lübeck: Hansestadt digital erleben

[27.04.2026] Die Hansestadt Lübeck erweitert ihr digitales Angebot um ein dreidimensionales Stadtmodell. Es macht Gebäude, Straßen und Plätze virtuell erlebbar und soll zugleich neue Anwendungen für Stadtentwicklung und Kulturvermittlung ermöglichen. mehr...

Eine Hand vor einem stilisierten Haus
bericht

Serie Smart Cities: Daten im Griff

[23.04.2026] Kommunale Daten sind die Grundlage jeder smarten Stadt. Wie gelingt es Städten und Regionen, Daten strategisch zu nutzen und so ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten? Start einer neuen Expertenreihe des Fraunhofer-Instituts IESE. mehr...

Mehring sitzend, drei Personen stehen hinter ihm, festlich-förmlicher Rahmen

Markt Weisendorf: Zukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen

[23.04.2026] Die Gemeinde Markt Weisendorf nutzt einen Digital Twin für Planung, Steuerung und Beteiligung. Aufbauend auf dem Förderprogramm TwinBy hat die Kommune mehrere Anwendungen entwickelt, die Daten bündeln und visualisieren und so kommunale Entscheidungen unterstützen. mehr...

Gelbes Maßband auf gelbem Hintergrund.

Kassel: Digitale Hilfe für barrierefreie Wege

[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen. mehr...

Politik zu Besuch im smarten Dorf Etteln
bericht

Etteln: Klein, aber oho

[16.04.2026] Etteln beweist, dass auch kleinste Gemeinden international Maßstäbe setzen können. Als Reallabor für übertragbare kommunale Digitalisierung zeigt das Dorf, was möglich ist, wenn Technik, Politik und Zivilgesellschaft konsequent zusammenspielen. mehr...

Cover der Präsentation zur Smart City Strategie der Stadt Wolfsburg

Wolfsburg: Smarte Pionierarbeit


[13.04.2026] Im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities hat die Stadt Wolfsburg sieben Jahre lang Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt geleistet. Das Förderprogramm ist Ende März nun zwar ausgelaufen, der Weg zur digitalen Modellstadt geht aber weiter. mehr...

Gera: Mit City-App auf Entdeckungstour

[10.04.2026] Eine City-App hat die Stadt Gera entwickelt. Der digitale Begleiter soll Gera für Einwohner, Besucher und Touristen gleichermaßen noch zugänglicher, informativer und komfortabler machen. mehr...

Team von Smart City Eichenzell und seine Partner auf der SCCON 2025

Eichenzell: Fundament für digitale Daseinsvorsorge

[08.04.2026] Mit einer neuen IT-Infrastruktur, einer Datenplattform und Sensoren hat die hessische Gemeinde Eichenzell das Fundament geschaffen, um eine Vielzahl an Prozessen digitalisieren und automatisieren zu können. mehr...

fünf Personen mit Preis_Gütersloh erhält DIGITAL-Award für Urban Stack

Gütersloh: Urban Stack ausgezeichnet

[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis. mehr...

Fünf Personen, der in der Mitte hält ein Tablet_Gütersloh stellt Urban Stack vor
bericht

Gütersloh: Vernetzt mit Urban Stack

[01.04.2026] Von Kommunen für Kommunen: Nach diesem Prinzip hat die Stadt Gütersloh das digitale Ökosystem Urban Stack entwickelt. Durch gemeinschaftliche Weiterentwicklung können Synergien gehoben und Kosten gespart werden. Erste Interessenten gibt es bereits. mehr...

Screenshot des Digitalen Zwillings der Stadt Aachen.

Aachen / Mannheim: Verlässliche Daten für die Stadtplanung

[30.03.2026] Wie urbane Digitale Zwillinge die klimafeste Stadtplanung unterstützen können, wollen die Städte Mannheim und Aachen in dem vierjährigen Förderprojekt MACspeeDZ zeigen. Die nötigen Daten liefern im Stadtgebiet installierte Sensoren, Künstliche Intelligenz hilft bei der Aufbereitung der Messwerte. Am Ende soll ein Werkzeug entstehen, das auch andere Städte nutzen können. mehr...