Deutsche Telekom-StiftungSchule digital – Länderindikator 2021
Die Ergebnisse der Studie „Schule digital – Der Länderindikator 2021“, die im Auftrag der Telekom-Stiftung von der Technischen Universität Dortmund durchgeführt wurde, liegen vor. Demnach scheitert die schnelle und erfolgreiche Digitalisierung deutscher Schulen bislang vor allem an der breitbandigen Anbindung der Schulen ans Internet und an der ausreichenden Professionalisierung der Lehrkräfte. Grundlage der Untersuchung, die inzwischen zum vierten Mal durchgeführt wurde, war auch diesmal eine repräsentative Befragung von über 1.500 Lehrkräften der Sekundarstufe I.
Die Untersuchung zeige, dass Investitionen aus dem Digitalpakt und auch die Corona-Pandemie zwar dafür gesorgt haben, dass Lehrkräfte digitale Medien im Unterricht deutlich häufiger nutzen und ihre eigenen medienbezogenen Kompetenzen verbessert haben. Sie zeige aber auch, dass sich die Bundesländer beim Thema „Digitale Lehr- und Lernmittel im Unterricht“ weiterhin in unterschiedlichen Geschwindigkeiten entwickeln und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Dies führe nach Ansicht der Studienmacher dazu, dass die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen – trotz bundesländerübergreifender Strategien und Maßnahmen – nach wie vor stark vom jeweiligen Wohnort abhängen. Thomas de Maizière, der Vorsitzende der Telekom-Stiftung, kritisierte den bisherigen Fortschritt als zu langsam – obwohl erhebliche Summen aus dem Digitalpakt zur Verfügung stünden und trotz der dringenden Notwendigkeit des Einsatzes digitaler Mittel im Unterricht. Die Verantwortlichen müssten das Tempo definitiv anziehen und schneller größere Fortschritte machen – nicht nur bei den breitbandigen Anschlüssen, sondern auch bei der Unterstützung der Lehrkräfte, so de Maizière.
Länder unter der Lupe
Im Ländervergleich bewerteten die Lehrkräfte in Bayern, Berlin, Bremen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein den Stand der Digitalisierung als vergleichsweise weit fortgeschritten. Großer Handlungsbedarf werde dagegen in Baden-Württemberg, Brandenburg und Thüringen gesehen. Alle übrigen Länder seien in der Mittelgruppe, heißt es in einer Meldung der Telekom-Stiftung.
Das Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes hat sich selbst schon zum Abschneiden des Landes in der Studie geäußert und zeigte sich zufrieden: Die Bewertungen seien deutlich besser ausgefallen als in der vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2017. Damals habe das Saarland noch zur Schlussgruppe gehört, nun liege es im Mittelfeld und bei der Häufigkeit der Nutzung von digitalen Medien im Unterricht sogar „deutlich über dem Bundesschnitt“. Doch mache der Länderindikator auch den bestehenden Handlungsbedarf beim Ausbau der digitalen Bildung deutlich. Davon hingen ganz wesentlich die Bildungschancen und Zukunftsperspektiven der Kinder und Jugendlichen in der digitalisierten Welt ab, betonte die Ministerin für Bildung und Kultur, Christine Streichert-Clivot. Daher müsse die Digitalisierung im Bildungsbereich auf allen Ebenen und mit aller Kraft vorangetrieben werden.
https://www.saarland.de
Berlin: Alle Schulen am Gigabit-Netz
[07.09.2026] In Berlin wurde der aktuelle Bericht zur Umsetzung der Digitalisierungsstrategie Schule vorgestellt. Demnach verfügen inzwischen alle öffentlichen Schulen über Gigabit-Anschlüsse und auch der DigitalPakt Schule ist nahezu vollständig umgesetzt. mehr...
Bitkom-Umfrage: Mehrheit der Lehrkräfte nutzt KI
[12.08.2026] Laut einer Bitkom-Umfrage nutzen 58 Prozent der Lehrkräfte KI für schulische Zwecke, zugleich fühlt sich mehr als die Hälfte im Umgang damit noch unsicher. Unterschiede bei Ausstattung und Infrastruktur erschweren zudem den Einsatz digitaler Technologien. mehr...
Schulverwaltung: Schülerzahlenprognose neu denken
[12.08.2026] Erfahrungswissen aus der Schulentwicklungsplanung ist in vielen Kommunen an einzelne Personen und historisch gewachsene Excel-Dateien gebunden, statt an einen dokumentierten, nachvollziehbaren Prozess. Dabei sind verlässliche Prognosen zur Entwicklung der Schülerzahlen auch im Hinblick auf Investitionsentscheidungen von großer Bedeutung. mehr...
Potsdam: Erneuerung der Schul-IT liegt im Zeitplan
[07.08.2026] Die Landeshauptstadt Potsdam modernisiert die IT-Ausstattung ihrer Schulen mit neuen Geräten sowie Windows 11 und Office 2024. Das Millionenprojekt soll die Schul-IT vereinheitlichen und liegt nach ersten abgeschlossenen Roll-outs im Zeitplan. mehr...
Magdeburg: Ausgezeichnete Open-Source-Lösung
[07.07.2026] Ein Open-Source-Projekt des Fachbereichs Schule und Sport der Stadt Magdeburg am Werner-von-Siemens-Gymnasium wurde beim KOMPASS-Wettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt mit dem 1. Platz ausgezeichnet. mehr...
Nordrhein-Westfalen: KI-Assistenzen für Schulleitungen
[24.06.2026] Weniger Bürokratie und dafür mehr Zeit für guten Unterricht: Mit Künstlicher Intelligenz und schlankeren Verfahren will das Land Nordrhein-Westfalen seine Schulen konkret entlasten. Vier KI-Assistenzen helfen bei Schulrecht, Elternkommunikation, Medienarbeit und sprachsensiblem Unterricht. mehr...
Hessen: Software hilft beim Mathe lernen
[12.06.2026] Hessen führt an seinen Schulen schrittweise ein intelligentes Online-Lernsystem für den Mathematikunterricht ein. Die Plattform soll Aufgaben passend zum Lernstand anbieten, direkte Rückmeldungen geben und Lehrkräfte bei Unterrichtsvorbereitung und Förderung entlasten. mehr...
Würzburg: Schul-IT ertüchtigt
[09.06.2026] Von Strom über Glasfaser bis hin zu Endgeräten und Softwarepool: Die Stadt Würzburg hat in den vergangenen sechs Jahren knapp 24 Millionen in die schulische digitale Infrastruktur investiert. mehr...
Worms: 27 Schulen, eine Plattform
[03.06.2026] Mit einer zentral verwalteten Netzwerkplattform hat die Stadt Worms die Grundlage für digitalen Unterricht an 27 Schulen geschaffen – unabhängig von Schulform, Gebäudealter oder individuellen Voraussetzungen. Gemeinsam mit ihren Partnern konnte die Kommune eine leistungsfähige und datenschutzkonforme Infrastruktur aufbauen. mehr...
Schleswig-Holstein: Alle Schulen am Netz
[02.06.2026] Erfolgreicher Abschluss des Projekts „Schulen ans Netz“: Als erstes Flächenland in der Bundesrepublik hat Schleswig-Holstein alle seine öffentlichen Schulen an das Glasfasernetz angebunden. mehr...
Berlin: AIS.chat unterstützt beim Lernen
[26.05.2026] In Berlins öffentlichen Schulen kann jetzt mit dem Chatbot AIS.chat gearbeitet werden. Die datenschutzkonforme KI-Lösung unterstützt Lehrer bei der Unterrichtsvorbereitung und soll Schülern neue Zugänge zu Unterrichtsthemen eröffnen. mehr...
Bitkom: Schulen erhalten Smart-School-Siegel
[24.04.2026] Bundesbildungsministerin Karin Prien hat in Berlin Schulen für herausragende digitale Bildungskonzepte ausgezeichnet. Der Wettbewerb des Branchenverbands Bitkom zeigt, wie sich digitale Innovationen im Unterricht erfolgreich umsetzen lassen und künftig stärker verbreitet werden sollen. mehr...
Hannover: Lizenzpanne mit Microsoft 365
[23.04.2026] Alle 100 städtischen Schulen in Hannover haben die Cloud-Lösung Microsoft 365 aktiv eingesetzt – allerdings, ohne die passende Lizenz zu besitzen, welche die Nutzung im Schulkontext absichert. Die Stadt verhängte vorerst einen Nutzungsstopp und will prüfen, wie es zu der fehlerhaften Einschätzung kam. mehr...
Bremen: Pionier für telli
[21.04.2026] Bremen hat als erstes Bundesland mit telli eine landesweite KI-Plattform für Schulen eingeführt. Finanziert über Mittel des DigitalPakts Schule steht die Plattform den Schulen der Freien Hansestadt kostenfrei zur Verfügung. mehr...
Niedersachsen: Webshop für Schul-Hardware
[16.04.2026] Niedersachsen hat einen Webshop für die Bestellung digitaler Endgeräte an Schulen freigeschaltet. Das Land stellt dafür bis 2031 rund 800 Millionen Euro bereit. Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst siebte Klassen und Lehrkräfte ausgestattet werden. mehr...



















