HessenLand fördert Low Code für Kommunen

Die Low-Code-Plattform Limbas wird im Main-Kinzig-Kreis bereits eingesetzt.
(Bildquelle: 123rf.com)
Das Hessische Ministerium für Digitalisierung und Innovation fördert das Projekt „OSLOCO-Hessen – Open Source Low Code für die Verwaltungen in Hessen“ mit rund 1,3 Millionen Euro. Staatssekretär Nicolas Sölter hat den Förderbescheid an den Landrat des Main-Kinzig-Kreises, Thorsten Stolz, übergeben. Die Mittel stammen aus dem Programm „Starke Heimat Hessen“.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Open-Source-basierte Low-Code-Plattform Limbas. Sie wird im Main-Kinzig-Kreis bereits eingesetzt und soll nun für eine breitere Nutzung in Kommunalverwaltungen weiterentwickelt werden. Ziel ist es, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eigene digitale Anwendungen erstellen und anpassen können. Spezielle Programmierkenntnisse sollen dafür nicht erforderlich sein.
Vorteile von Open Source
Nach Angaben des Digitalministeriums sollen damit die Vorteile von Open Source mit einer möglichst einfachen Low-Code- und No-Code-Entwicklung verbunden werden. Vorgesehen sind unter anderem grafische Werkzeuge, auf Verwaltungsprozesse zugeschnittene Funktionen sowie barrierearme Schulungs- und Unterstützungsangebote. Auch Datenschutz und Datensouveränität sollen berücksichtigt werden.
Mögliche Einsatzbereiche sind Antragsverfahren, Kontaktmanagement und interne Verwaltungsabläufe. Die Beschäftigten sollen Anwendungen selbst an ihre jeweiligen Anforderungen anpassen können. Damit will das Projekt auch die Abhängigkeit von kommerziellen Software-Anbietern und Lizenzmodellen verringern.
Förderprogramm „Starke Heimat Hessen“
„Open Source kann dabei ein wichtiger Baustein sein, weil es Abhängigkeiten reduziert und zugleich ermöglicht, Wissen und gute Lösungen miteinander zu teilen“, sagt Sölter. Übertragbare und nachnutzbare Anwendungen könnten dazu beitragen, dass nicht jede Verwaltung eigene Lösungen von Grund auf entwickeln müsse. Der Main-Kinzig-Kreis setzt OSLOCO-Hessen gemeinsam mit dem Rheingau-Taunus-Kreis sowie den Kommunen Freigericht, Hasselroth, Langenselbold, Linsengericht, Nidderau und Rodgau um.
Das Förderprogramm „Starke Heimat Hessen“ unterstützt seit 2020 kommunale Digitalisierungsprojekte. Nach Angaben des Landes wurden bislang 149 Vorhaben mit insgesamt rund 110 Millionen Euro bewilligt. Seit 2025 gibt es zudem eine Förderlinie für die Nachnutzung bereits erprobter datenplattformbasierter Lösungen. Seit 2026 können Kommunen über das Programm „kommunal.digital.hessen“ auch Fördermittel für Basistechnologien zur Verwaltungsdigitalisierung beantragen.
Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau
[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...
Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe
[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...
IT-Dienstleister: Next Level IT
[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...
IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen
[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...
regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum
[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...
Darmstadt: Städtische IT ist zu alt
[13.07.2026] Die Stadt Darmstadt hatte Ende Juni mit einem massiven Ausfall ihres E-Mail-Systems zu kämpfen. Der Grund: veraltete Technik. Mittlerweile ist die Erreichbarkeit der betroffenen Ämter wiederhergestellt – und die städtische IT soll nun mit Nachdruck modernisiert werden. mehr...
ITEBO: Sichere Telefonie mit innovaphone
[06.07.2026] Der IT-Dienstleister ITEBO stellt öffentlichen Verwaltungen in Deutschland jetzt die Lösung innovaphone Conferencing zur Verfügung. Darüber können Behörden und kommunale Einrichtungen sichere Audio- und Videokonferenzen durchführen. mehr...
Hanau: Tablets im Einsatz
[17.06.2026] Die Feuerwehr Hanau arbeitet mit einer digitalen Einsatzunterstützung. Eine innovative Software stellt wichtige Informationen in Echtzeit auf Tablets bereit. Die Lösung wird anhand der Rückmeldungen aus der Praxis weiterentwickelt. mehr...
Bayern: Grundlagen für NOOTS geschaffen
[15.06.2026] Der Freistaat Bayern hat mit drei Erprobungsprojekten wichtige Grundlagen für den künftigen behördlichen Datenaustausch über das Nationale Once-Only-Technical-System (NOOTS) geschaffen. Die Ergebnisse sollen nun als Blaupause für weitere NOOTS-Vorhaben dienen. mehr...
GISA: BVVG stellt SAP-Betrieb neu auf
[15.06.2026] GISA begleitet die BVVG beim Wechsel in die SAP Private Cloud. Seit 2008 betreut der IT-Dienstleister die SAP-Systeme der Gesellschaft. Im aktuellen Transformationsprojekt unterstützt er Beratung, Qualitätssicherung und künftiges Betriebsmodell. mehr...
Bremen/Nordrhein-Westfalen: Schnittstellen statt Amtsgrenzen
[19.05.2026] Bremen und Nordrhein-Westfalen wollen den Datenaustausch in der Verwaltung vereinfachen. Eine gemeinsame Plattform soll technische Schnittstellen bündeln, Standards vereinheitlichen und Kommunen bei der Entwicklung digitaler Dienste einbinden. mehr...
Bremen: Klassisches Telefon hat ausgedient
[05.05.2026] Die bremische Verwaltung verabschiedet sich weitgehend vom klassischen Telefon und setzt stattdessen in Zukunft auf das Softphone als Grundausstattung. mehr...
Interview: Zwischen Praxis und Politik
[28.04.2026] Im Kommune21-Interview erläutern Stephan Hauber, Vorstandsvorsitzender des VOIS-Vereins, und Markus Bremkamp, Schatzmeister des VOIS-Vereins, was sie zur Gründung ihres Vereins bewogen hat und welche Ziele dieser verfolgt. mehr...
Kreis Düren: Microsoft 365 eingeführt
[21.04.2026] Der Kreis Düren hat Microsoft 365 flächendeckend ausgerollt. Unterstützt wurde die Kommunalverwaltung dabei vom Dienstleister regio iT. mehr...


















