HochsauerlandkreisErster Mobilfunkkoordinator im Amt

Dirk Dolibog ist der erste Mobilfunkkoordinator des Hochsauerlandkreises.
(Bildquelle: Pressestelle HSK)
Seit dem 1. Juni 2022 hat der Hochsauerlandkreis einen Mobilfunkkoordinator. Wie die nordrhein-westfälische Kommune mitteilt, wird Dirk Dolibog den gesamten Kreis beim Ausbau mit flächendeckenden Mobilfunknetzen unterstützen. Maßgebliche Herausforderungen seien die Identifizierung geeigneter Standorte, langwierige Genehmigungsverfahren, eine leistungsfähige Anbindung der Sendestandorte an das Glasfasernetz und Bedenken von Anwohnern insbesondere hinsichtlich der Mobilfunkstrahlung. Der Mobilfunkkoordinator soll bei der Lösung dieser Fragen helfen und wird zentraler Ansprechpartner für alle Beteiligten sein – seien es Mobilfunknetz- oder Funkmastbetreiber, Kommunen und sämtliche öffentliche Stellen oder die Bürger. Vor Ort soll Dolibog nach Angaben der Kreisverwaltung dabei helfen, Verfahren zu beschleunigen und beispielsweise schneller kommunale Liegenschaften für Sendemasten zu finden. Er werde außerdem das Antrags- und Genehmigungsverfahren fachlich begleiten und den Kreis sowie die Städte und Gemeinden zu allen Belangen des Mobilfunkausbaus beraten. Auch werde er sich mit den Ansprechpartnern bei Mobilfunkunternehmen, Kommunen, Bezirksregierungen und dem Land vernetzen. Die enge Verzahnung zwischen dem Gigabitkoordinator des Hochsauerlandkreises, Ludger Laufer, und dem Mobilfunkkoordinator soll darüber hinaus für Synergieeffekte sorgen und die Ausbauplanung beschleunigen.
Funkloch-App hilfreich
Wie alle Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen wird auch Dirk Dolibog von der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft (TKG) Südwestfalen unterstützt. „Die TKG-Südwestfalen hat bereits in den vergangenen zwei Jahren das Thema Mobilfunk im Auftrag aller fünf Kreise betreut und wird Ansprechpartner für die Mobilfunkkoordinatoren bleiben“, versichert Geschäftsführer Stefan Glusa. Von der Bezirksregierung Arnsberg – Geschäftsstelle Gigabit.NRW – hat der Hochsauerlandkreis für die Mobilfunkkoordination außerdem einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 210.000 Euro erhalten.
Zusammen mit der Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft des Bundes (MIG), allen Netzbetreibern und Tower-Companies arbeiten die Mobilfunkkoordinatoren in Südwestfalen an der flächendeckenden Mobilfunkversorgung und der Errichtung neuer Standorte im Hochsauerlandkreis, dem Kreis Olpe, dem Kreis Soest, dem Kreis Siegen-Wittgenstein und dem Märkischen Kreis. Aktuell laufen in der Region mehrere Markterkundungen für Gebiete, in denen neue Funkmasten entstehen sollen. Im Hochsauerlandkreis finden nach Angaben der Kommune Gespräche mit den Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafone und Telefonica statt. Ein weiteres Unternehmen werde in den Mobilfunkmarkt noch einsteigen. 1&1 plane und baue schon die ersten Techniken auf. „Ob das in unserer ländlichen Region aber interessant für 1&1 ist, werden erste Gespräche zeigen“, sagt Dirk Dolibog. Um Funklöcher besser ermitteln zu können, weist Dolibog auf die Funkloch-App der Bundesnetzagentur hin. „Die momentan zur Verfügung stehenden Daten geben uns schon einen sehr guten Überblick über die bestehenden Funklöcher, aber mit den Ergebnissen aus der App können wir diese noch genauer lokalisieren“, erklärt der neue Mobilfunkkoordinator und hofft auf eine hohe Beteiligung seitens der Bevölkerung.
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