Mittwoch, 27. Mai 2026

GlasfaserausbauRegional erfolgreich

[27.05.2026] Die Glasfaseranbieter lünecom und sewikom versorgen im Norden Deutschlands insbesondere ländliche Regionen mit schnellem Internet. Dabei sind die Präsenz vor Ort, lokales Know-how sowie die Kommunikation mit den Kommunen erfolgsentscheidend.
Netzverteiler in Außengehäuse

Letzte Vorbereitungen für die Aktivierung der Haushalte.

(Bildquelle: sewikom GmbH)

Den Glasfaserausbau mit einem hohen Grad an Struktur und kontinuierlich umzusetzen, klingt theoretisch gut. In der Praxis bedeutet dies immer auch, in die detaillierte Analyse und Kommunikation mit den Kommunen zu gehen, damit bereits gebaute Gebiete zügig ans Netz angeschlossen werden können. Das Ziel: so viele Hausanschlüsse wie möglich in kürzester Zeit umzusetzen. Bundesweiter Treiber sind Projekte im ländlichen Raum.

In Niedersachsen und Schleswig-Holstein ist das Unternehmen lünecom mit Sitz in der Hansestadt Lüneburg aktiv und betreibt dort ein eigenes Glasfasernetz. Die Versorgungsgebiete reichen vom Landkreis Lüneburg, der Stadt Uelzen und dem Landkreis Uelzen über die Stadt Wolfenbüttel und den Heidekreis bis nach Nordfriesland zu den Inseln. Der Claim lautet: Unser Netz ist das, was du draus machst. Genau diese Denkart verbindet auch ausbauende Firmen und die Kommunen. Sowohl Städte als auch ländliche Gebiete haben bei der Entscheidungsfindung für die Unternehmen beim Glasfaserausbau immer ihre Standortentwicklung und die Verlässlichkeit der Anbieter im Blick. Für einige Regionen ist der Tourismus dabei ein wesentlicher Faktor für Zukunftsfähigkeit.

Tourismusregion gezielt weiterentwickeln

Am Beispiel einer der größten Samtgemeinden Niedersachsens wird deutlich, wie regionale Anbieter und lünecom mit den Bürgermeistern Hand in Hand agieren, um ihre Tourismusregion gezielt weiterzuentwickeln. Die Stadt Bad Bevensen ist Sitz der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf und gehört zum Landkreis Uelzen. Als Kurort bietet sie vielfältige Urlaubs- und Freizeitmöglichkeiten. Der Klosterflecken Ebstorf inmitten der Lüneburger Heide gehört ebenfalls zur Samtgemeinde.

Bad Bevensen zählt jedes Jahr über 500.000 Übernachtungen und bietet rund 2.000 Ferienwohnungen und -häuser an. Rund 60 Prozent der Gäste reisen für Gesundheit und Wellness an und bleiben oft mehrere Tage. So war schnell klar, dass eine leistungsfähige Glasfaser­infrastruktur nicht nur Betreiber von Ferienwohnungen, Hotels und Kliniken unterstützt, sondern die gesamte Tourismusregion stärkt.
Von Beginn an gab es ein großes Interesse der Einwohnerschaft und der Betriebe an der neuen FTTH-Infrastruktur (Fibre to the Home). Dank hoher Quoten konnte die Entscheidung für den eigenwirtschaftlichen Ausbau schnell fallen. Lokales Know-how, kurze Wege und Mitarbeiter, die in den Regionen nicht nur arbeiten, sondern auch leben – diese Faktoren zahlen sich aus. Regelmäßige Abstimmungen und ein gutes Terminmanagement zwischen der Bauamtsleitung der Samtgemeinde und den Kommunal- und Projektteams von lünecom sind ein solides Fundament für den Infrastrukturausbau.

2025 wurden für die Standortentwicklung der Gemeinde seitens lünecom knapp 45 Kilometer Tiefbautrasse in Bad Bevensen realisiert. So können über 5.000 Haushalte in dem Kurort mit Geschwindigkeiten bis zu einem Gigabit pro Sekunde agieren. Genauso verhält es sich mit der Tourismusregion Ebstorf, wo knapp 2.600 Haushalte und Urlaubsziele versorgt werden: Hier wurden in Jahresfrist mehr als 35 Kilometer Glasfasertrasse gebaut. Im öffentlichen Straßenraum in Ebstorf und Bad Bevensen wurde für alle Gebäude der direkte Zugang gelegt, sodass für die Einwohner der Glasfaseranschluss bis ins Haus oder Gebäude ermöglicht wird. Die öffentlichen Einrichtungen wie Verwaltungsgebäude, Deutsches Rotes Kreuz, Feuerwehren, Kitas und Schulen gehen ebenfalls mit Glasfaser online. Für den Tourismus gilt nun: Glasfaser macht moderne Services wie digitale Gästemappen, Online-Check-in und Streaming-Dienste erst möglich und erleichtert den Alltag.

„Wir sind eine flächengroße Samtgemeinde, eine der größten in Niedersachsen, und für uns ist es extrem wichtig, am Standort konkurrenzfähig zu sein. Dazu gehört, dass alle Orte mit Glasfaser versorgt sind und wir damit die Möglichkeit haben, alles online zu machen und die Digitalisierung voranzutreiben. Insofern vielen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit mit der lünecom, wir sind von vornherein immer bestens informiert und mitgenommen worden. Die Umsetzung verlief sehr professionell“, sagt Martin Feller, Bürgermeister der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf.

Hans-Peter Hauschild, stellvertretender Bürgermeister von Ebs­torf, ergänzt: „Für Ebstorf ist es natürlich eine sehr gute Sache, dass wir jetzt schon so viele Glasfaseranschlüsse haben und das gesamte Netz im Grunde genommen für alle nutzbar ist. So behält der Ort seine Attraktivität für Leute, die beruflich schnelles Internet brauchen, aber natürlich auch für Menschen, die hierher ziehen oder bauen möchten. Die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen wie der lünecom ist für uns ein Garant für eine zuverlässige Versorgung.“

Stets auf Augenhöhe

Lokale Unternehmen in dünner besiedelten Regionen, die touristisch und landwirtschaftlich geprägt sind, haben es mit besonderen Bedingungen zu tun. Der Glasfaseranbieter sewikom ist am Hauptsitz in Beverungen ganz nah dran an diesen Gebieten, deren Themen sowie auch deren Entwicklungschancen durch neue digitale Infrastrukturen. In den Kreisen Höxter und Lippe sorgen die Spezialisten für einen flächendeckenden Ausbau und den Betrieb des Glasfasernetzes. Dabei wird immer auf Augenhöhe mitei­nander geplant und gearbeitet, nachjustiert, hingehört und hingeschaut.

Mit 7.500 Einwohnern ist Dörentrup die bevölkerungsärmste Gemeinde des Kreises Lippe im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Das Gemeindegebiet zählt naturräumlich zum Lipper Bergland. Im Jahr 2023 startete hier der eigenwirtschaftliche Ausbau mit Glasfaser in insgesamt fünf Ausbauclustern durch das regional verankerte Unternehmen sewikom. Begonnen wurde auch in Dörentrup äußerst schnell, denn das Interesse von Verwaltung und Einwohnern war so groß, dass die erforderlichen Quoten für die zielgenaue Planung der Bauarbeiten in Rekordzeit erreicht wurden. Los ging es mit dem Ausbau im Juni 2023 in Hillentrup, im Juli in Schwelentrup, gefolgt von Spork und Wendlinghausen im Herbst. Im Frühjahr folgten Betzen und Humfeld sowie Bega. Im Jahr 2024 konnten die ersten Kunden live gehen und 2025 alle angemeldeten Haushalte aktiv geschaltet werden.

Insgesamt wurden sechs Points of Presence, Haupttechnikverteiler und über 60 Verteilerstationen gebaut und knapp 90.000 Tiefbaumeter umgesetzt. Heute hat Dörentrup mit den Gebieten Hillentrup, Schwelentrup, Spork und Wendlinghausen, Betzen und Humfeld sowie Bega Bandbreiten von über einem Gigabit pro Sekunde. Für Landwirtschaft, Touristik sowie die vielen kleinen und großen Höfe und Haushalte der Lipperegion ist das ein Garant für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums.
Auf Nachfrage sagt Bürgermeister Friso Veldink: „Wir haben uns bewusst für ein lokal verwurzeltes Unternehmen mit umfassender Fachkenntnis entschieden. Die sewikom war dabei von Anfang an unser bevorzugter Partner – sie kennt die regionalen Gegebenheiten und Besonderheiten genau und ist bei der Abstimmung mit dem Bauamt sowie im direkten Austausch stets persönlich vor Ort.“

Hans Güldenpenning ist freier Journalist.




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