Donnerstag, 29. Januar 2026

StuttgartSmartes Fußgängerleitsystem

[07.11.2022] Barrierefrei zugänglich informiert künftig ein digitales Fußgängerleitsystem Passanten in der Stuttgarter Innenstadt über aktuelle Veranstaltungen und navigiert sie zum Veranstaltungsort. Die entsprechenden Stelen dienen außerdem als WLAN-Hotspots und energieeffiziente Lichtquellen.
Die erste Stele des neuen digitalen Fußgängerleitsystems ist am Stuttgarter Schlossplatz installiert worden.

Die erste Stele des neuen digitalen Fußgängerleitsystems ist am Stuttgarter Schlossplatz installiert worden.

(Bildquelle: Stuttgart‐Marketing/Thomas Niedermueller)

Ein digitales Fußgängerleitsystem geht derzeit in der Stuttgarter Innenstadt an den Start. Wie Stuttgart Marketing mitteilt, handelt es sich dabei um ein weltweit einzigartiges Pilotprojekt, das die klassischen Ansätze herkömmlicher Wegweiser mit modernster Technik und dynamischen Inhalten kombiniert. Mehrere Stelen werden dafür in der baden-württembergischen Landeshauptstadt aufgestellt. Sie verfügen jeweils über drei übereinander angeordnete Pfeile, die um 360 Grad drehbar sind. Auf Deutsch und Englisch zeigen diese den Passanten in regelmäßigem Wechsel aktuelle Veranstaltungen an und weisen präzise in die Richtung des jeweiligen Veranstaltungsorts. Auch Entfernungsangaben und ÖPNV-Empfehlungen werden ausgestrahlt. Eine vernetzte Steuerungssoftware übernehme dabei tagesaktuelle Daten rund um den Stelenstandort. QR‐Codes ermöglichen den Zugriff auf die mobile Landingpage mit weiterführenden Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und Events. Hier können dann auch Online-Tickets erworben werden. Ebenso können sich Interessierte per Google Maps direkt zum Veranstaltungsort navigieren lassen. Informationen zu Restaurants sowie Stadtquartieren in der näheren Umgebung werden ebenfalls angezeigt.
Hochauflösende RGB‐LED‐Panelen und eine Größe von 100 mal 25 Zentimetern sollen dafür sorgen, dass die in den Pfeilen integrierten Displays auch aus weiter Entfernung und selbst bei strahlendem Sonnenschein sehr gut lesbar sind. Nach Einbruch der Dunkelheit sollen wiederum warmweiße, in ihrer Helligkeit anpassbare LED‐Spots eine dezente Beleuchtung ermöglichen, was zusätzliches Licht in den Innenstadtbereich bringe und das Sicherheitsempfinden der Passanten verbessern könne. Darüber hinaus dienen die Stelen als Hotspots und erweitern das kostenlose öffentliche WLAN der Stadt.
Großer Wert werde bei der Installation der Stelen auf Inklusion gelegt. Ihr barrierefreier Aufbau soll allen Menschen einen einfachen Zugang zur Stele ermöglichen. Die QR‐Codes sind auf zwei unterschiedlichen Höhen angebracht und zusätzlich mit einer Braille‐Beschriftung versehen. Noppenplatten im Bodenbereich vor der Stele machen diese per taktilem Signal auffindbar. Alle Informationen aus dem digitalen Fußgängerleitsystem seien außerdem in der App BFW Smart Info des Berufsförderungswerks Würzburg integriert. Blinde und sehschwache Menschen werden im näheren Umfeld der Stele automatisch per Push‐Benachrichtigung auf die Informationsangebote hingewiesen. Auch auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz sei geachtet worden. Die Stelen werden mit Ökostrom betrieben, zwischen 22 und 7 Uhr schalten sie automatisch in einen Energiesparmodus.
Für die Umsetzung zeichnet die Stuttgart‐Marketing GmbH verantwortlich. Unterstützt werde das Vorhaben vom Land, den Ämtern der Landeshauptstadt und von Stuttgart‐Netze. Als Realisierungspartner fungieren der Hersteller Funkwerk Systems und der Software-Entwickler infomax websolutions.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Drei Personen stehen nebeneinander in einem Raum und halten eine Urkunde und den Milesight Impact Award 2025 in den Händen.

Smart Waste Hürth: Weltweites Leuchtturmprojekt

[27.01.2026] In Hürth messen Ultraschallsensoren den Füllstand öffentlicher Abfallbehältnisse und senden diese Daten an eine Künstliche Intelligenz. Die ermittelt, wann die Müllwagen welche Route nehmen sollten, um die Behälter zu leeren. Jetzt ist Smart Waste Hürth als weltweit sichtbares Leuchtturmprojekt ausgezeichnet worden. mehr...

Zwei Screenshots aus er App Park Stark: links die Umkreissuche, rechts Anzeige aller freien bzw. belegten Parkplätze im Stadtgebiet von Mannheim.

Mannheim: Orientierung für barrierefreies Parken

[20.01.2026] In Mannheim steht eine neue, barrierefreie App für die Suche nach freien Schwerbehindertenparkplätzen zur Verfügung. Park-Stark nutzt Echtzeitdaten von über 250 Stellplätzen und zeigt Verfügbarkeit, Navigation und Alternativen direkt auf dem Smartphone an. mehr...

Blick auf eine Veranstaltungshalle. Im Hintergrund ist ein Messestand zu sehen, davor stehen zahlreiche kleinere Tische, an denen Personen zusammen sitzen.

Mönchengladbach: Fünfter Smart City Summit Niederrhein

[20.01.2026] Mönchengladbach lädt am 26. Februar zur fünften Auflage des Smart City Summit Niederrhein ein. Mit Vorträgen, Workshops und einem großen Ausstellungsbereich richtet er sich an ein Fachpublikum, das sich mit der digitalen Transformation von Kommunen beschäftigt. Dabei werden strategische Perspektiven mit anschaulichen Praxisbeispielen verknüpft. mehr...

Bürgermeister Michael Gerdhenrich hält die neue Broschüre in der Hand, im Hintergrund ist auf einem Bildschirm das Video zu BE smart zu sehen.

Beckum: BE smart

[09.01.2026] Konsequent treibt Beckum die Entwicklung zur Smart City voran. Beispielsweise bietet die Stadt mittlerweile ein digitales Bürgerbüro, eine Mängelmelder-App oder einen Kita-Navigator an. Einige ihrer Digitalisierungsprojekte stellt die Kommune nun in einer digitalen Broschüre und einem Kurzfilm vor. mehr...

Porträtaufnahme von Karola Voss.
interview

Serie Digitalstädte: KI wird uns weiterhelfen

[08.01.2026] Die Ahauser Bürgermeisterin Karola Voß will im Bereich Wissensmanagement noch stärker auf Künstliche Intelligenz setzen und dadurch Ressourcen schonen. mehr...

Blick auf das Hauser Rathaus, ein großzügiger Backsteinbau.
bericht

Serie Digitalstädte: Mit Super-App unterwegs

[07.01.2026] In einer losen Serie stellt Kommune21 Digitalstädte mit Vorbildcharakter vor. Den Anfang macht Ahaus: Die nordrhein-westfälische Stadt ist ein Reallabor für digitale Anwendungen – mit einer Super-App als Schlüssel. mehr...

Screenshot der Startseite von herzlich-digital.de.

Kaiserslautern: Geordnete Liquidation von KL.digital

[06.01.2026] Die Stadt Kaiserslautern bereitet die geordnete Liquidation der KL.digital GmbH zum 30. Juni 2026 vor. An diesem Tag endet der Förderzeitraum der Modellprojekte Smart Cities, auf der die finanzielle Grundlage von KL.digital vollständig beruht. Die Projekte und Ideen sollen aber nahtlos in die Stadtverwaltung übergehen und dort weiterentwickelt werden. mehr...

Ein Netzwerk bestehend aus leuchtenden Linien.

Göttingen: Ausbau des städtischen Messnetzes

[22.12.2025] Ein Sensoriknetzwerk liefert der Stadt Göttingen wichtige Informationen über Wasserstände, die Baumgesundheit und die lokale Klimaentwicklung. Das Netz soll in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Die Daten sollen unter anderem in Forschung, Analysen und Planungsprozesse einfließen. mehr...

Skyline der Stadt Frankfurt am Main

Frankfurt am Main: Digital Ressourcen schonen

[15.12.2025] Die Stadt Frankfurt am Main hat drei weitere Digitalisierungsprojekte umgesetzt: den Aufbau eines digitalen Wassermanagements, die Einführung der automatisierten Straßenzustandserfassung sowie die Open Library. Alle drei Projekte tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen und Kosten zu sparen. mehr...

Screenshot der digitalen Karte auf Mainziel.de, welche die Parkhäuser der Stadt anzeigt.

Frankfurt am Main: Informiert zum Parkhaus

[12.12.2025] Viele Parkhausbelegungen in Frankfurt am Main sind jetzt in Echtzeit online einsehbar. Die erfassten Daten können von Verkehrstelematikanbietern oder Radiosendern für eigene Angebote abgerufen werden. Auch an die Mobilithek des Bundes werden sie übertragen. mehr...

Blick über den beleuchteten Frankfurter Weihnachtsmarkt am Römer.

Frankfurt am Main: Echtzeitdaten zum Weihnachtsmarkt

[05.12.2025] Ein Pilotprojekt mit LiDAR (Light Detection and Ranging)-Sensoren führt die Stadt Frankfurt am Main während des Weihnachtsmarkts am Römer durch. Die Sensoren messen dort das aktuelle Besucheraufkommen mit Laserstrahlen, die erfassten Daten stehen auf der urbanen Datenplattform in Echtzeit zur Verfügung. mehr...

Ein Parkplatzschild steht am Eingang eines Freiluftparkplatzes.

Troisdorf: Smarter parken

[03.12.2025] Mit einer smarten Lösung bereitet Troisdorf der ineffizienten Parkraumbewirtschaftung ein Ende. Parksensoren erfassen jetzt die Belegung einzelner Stellplätze, die Bürgerinnen und Bürger werden darüber in Echtzeit per App informiert. mehr...

Das Scan-Fahrzeug zur Ahndung von Falschparkern steht auf einem Parkplatz in Mannheim.

Scan-Fahrzeug: Mannheim verlängert Testphase

[01.12.2025] Die in Mannheim durchgeführte Testphase eines Scan-Fahrzeugs zur Ahndung von Falschparkern wird verlängert. Während der Erprobung zeigte sich Nachbesserungsbedarf bei der Kartierung des Scan-Gebiets. Entsprechende Anpassungen wurden direkt vorgenommen. Wie sie sich auswirken, soll die verlängerte Testphase zeigen. mehr...

Nahaufnahme der Reinigungsvorrichtung einer Straßenkehrmaschine.

Taufkirchen: Sensorik für Winter- und Kehrdienst

[01.12.2025] Dank Internet-of-Things-Sensorik kann der Winterdienst des Taufkirchener Bauhofs effizienter geplant, durchgeführt und dokumentiert werden. Die Gemeinde ist von den Vorteilen überzeugt und möchte diese nun auch bei der Straßenreinigung nutzen. mehr...

Mehrere Personen stehen auf einer Brücke über einem Bachlauf, eine der Personen hält ein Tablet in der Hand.

Arnsberg: Hochwassermonitoring gestartet

[25.11.2025] Arnsberg hat an mehreren Bachläufen im Stadtgebiet neue Pegelstandsensoren installiert, die in Echtzeit ermitteln, wie sich die Wasserstände entwickeln. Die Daten sollen im nächsten Schritt mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Auf dieser Grundlage soll wiederum ein lokales Frühwarnsystem entstehen. mehr...