Kreis Neumarkt in der OberpfalzDigitaler Reiseführer vernetzt die Region

Kreis Neumarkt in der Oberpfalz mit dem digitalen Reiseführer erkunden.
(Bildquelle: jojoo64/123rf.com)
Idyllische Landschaften, malerische historische Städte sowie Rad- und Wanderwege entlang der schmalen Flüsse zeichnen den Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz aus. Im Bayerischen Jura gelegen, bietet der Landkreis viele touristische Highlights. Um die Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten möglichst allen Besuchern zugänglich zu machen, entschieden sich die Verantwortlichen im Tourismusbüro bereits im Jahr 2013 für Führungen via Smartphone.
An ausgewählten Standorten im gesamten Landkreis verweisen Schilder mit QR-Code direkt auf die jeweilige Attraktion und den virtuellen Regions- und Stadtführer. Scannt ein Tourist den Code, erschließt sich ihm die gesamte Region der Oberpfälzer Juratäler mit Hinweisen auf weitere Empfehlungen. Eine frei skalierbare Karte zeigt sämtliche Attraktionen des Führers in der geografischen Einordnung. Via Gruppierungsansicht kann er sich zudem zum Themengebiet seiner Interessen alle Sehenswürdigkeiten anzeigen lassen.
Der elektronische Reiseführer bietet einen Mehrwert für die Gäste aber auch für die Region. Er erhöht die Attraktivität des Landkreises, stärkt die Vernetzung der touristischen Ziele und lenkt auf diese Weise die Besucherströme. Das Projekt erfreut sich so großer Beliebtheit, dass das Tourismusbüro bereits an einer Erweiterung arbeitet.
Moderne Lösung, schnelle Umsetzung
Der Kreis Neumarkt in der Oberpfalz zeichnet sich durch ein gelungenes Zusammenspiel von Tradition und Moderne aus. Im Jahr 2013 hatten die Verantwortlichen das Ziel, diese Verbindung durch digitale Touren und Hintergrundinformationen zu Attraktionen auch im Tourismus erlebbar zu machen. Christine Riel, stellvertretende Sachgebietsleiterin Tourismus im Landkreis erinnert sich: „Uns war es wichtig, die Lösung einem möglichst breiten Publikum – das sich sowohl aus Besuchern als auch aus der lokalen Bevölkerung zusammensetzt – zugänglich zu machen. Eine App kam daher nicht in Frage. Erstens bezweifelten wir, dass sich ein Urlauber eine App seiner Zielregion auf sein Smartphone laden würde. Zweitens hätte diese App eine zeit- und geldintensive Vermarktung erfordert.“ Schlussendlich entschied sich Christine Riel mit ihrem Team für eine damals noch recht junge Technologie: den QR-Code. Über diesen erlauben Lösungen wie „Der Reiseführer für die Hosentasche“ eine unkomplizierte Vernetzung.
„Die Umsetzung lief ganz schnell und einfach: Nach Erstkontakt mit dem Anbieter im Februar 2013 begannen wir bereits im April mit der Ausgestaltung des digitalen Regionsführers. Im Juli gingen dann 46 Schilder mit dem QR-Code in die Produktion und im September war das Projekt vollständig abgeschlossen“, berichtet Christine Riel.
Wachsende Beliebtheit
Der digitale Reiseführer hat sich im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz zum Erfolgsprojekt entpuppt. Die Tourismusregion profitiert dabei aktuell auch von der zunehmenden Beliebtheit von QR-Codes allgemein. Während die Nutzung in der Gesamtbevölkerung im Jahr 2015 stagnierte, nahm die Verbreitung bedingt durch die Corona-Pandemie rasant zu. Das bestätigen die Nutzungszahlen, die sich von 2020 bis 2022 verdoppelten. Parallel dazu entwickelten sich die Smartphones weiter: Benötigte man 2013 noch spezielle Apps, um QR-Codes auszulesen, so sind diese Scanner in den modernen Handys bereits integriert. Auch dieser Trend verstärkt die Nutzung beim Endanwender.
Schrittweise Aufnahme weiterer Städte
Die erfolgreiche Einführung des digitalen Reiseführers im Kreis Neumarkt führte zur schrittweisen Ergänzung weiterer Städte in der Region mit ihren jeweiligen Sehenswürdigkeiten. So kam im Jahr 2015 die Stadt Velburg mit elf Points of Interest hinzu. Attraktionen wie die „König Otto Tropfsteinhöhle“ sind nun sowohl in der Stadtführung Velburg als auch im Regionsführer Neumarkt enthalten. Scannt ein Besucher den QR-Code der Sehenswürdigkeit ab, prüft die Anwendung, ob der Tourist zuvor den Regions- oder den Stadtführer angeschaut hat und öffnet die entsprechende Führung.
Die weitreichende Vernetzung in der Region gibt den Besuchern auch einen Überblick über die vorhandenen Möglichkeiten: Ganz gleich an welchem Punkt der Gast in die digitale Führung einsteigt, ihm erschließt sich der Landkreis stets vollkommen. Die Touristen sind angehalten, länger im Landkreis zu verweilen und mehr zu unternehmen. Christine Riel ergänzt einen weiteren Pluspunkt: „Interessierte können sich direkt auf dem Handy mit den Sehenswürdigkeiten der Region beschäftigen und diese dann auch besuchen – egal ob die Tourismusbüros geöffnet haben oder nicht.“
Mit ihren Planungen sind die Tourismusverantwortlichen noch längst nicht am Ende. Als nächstes soll die Aufnahme des beliebten Bierland-Entdeckerpfads erfolgen, der entlang kleiner, ganz besonderer Privatbrauereien verläuft. „Im Herzen des Bierlands Bayern ein Muss“, sagt Christine Riel.
Praxisleitfaden: Wissen bewahren und nutzen
[19.02.2026] Speziell an die Führungsebene in der öffentlichen Verwaltung richtet sich eine Orientierungshilfe der Innovationsstiftung Bayerische Kommune. Der Leitfaden liefert praxisnahe Impulse, wie erfolgreiches Wissensmanagement in kleinen Schritten aufgebaut werden kann. mehr...
Föhr-Amrum: Digitale Lösungen für die Zukunft der Inseln
[18.02.2026] Im Rahmen der Föhr-Amrumer Zukunftsimpulse hat das Amt Föhr-Amrum den Island Future Award initiiert. Ausgezeichnet werden Projekte, die Inseln und Küstenregionen durch praxistaugliche Digitalisierung konkret stärken. mehr...
NExT-Netzwerk: Arbeit neu strukturiert
[17.02.2026] Mit einer neuen strategischen Struktur richtet der Verein NExT seine Arbeit zur Verwaltungstransformation neu aus: Künftig sollen Austausch, Analyse und politische Einordnung enger verzahnt werden. Ein Relaunch der Website macht diesen Anspruch auch nach außen sichtbar. mehr...
Schleswig-Holstein: Unterstützung für kommunale Bauleitplanung
[05.02.2026] Schleswig-Holstein will Bauleitpläne künftig mit dem Standard XPlanung und einer zentralen Bereitstellungsplattform landeseinheitlich digital verfügbar machen. Das Land unterstützt Kommunen bei der Umwandlung bestehender Pläne. mehr...
ÖFIT-Wegbereiter-Reihe: Kompetenzaufbau in der Verwaltungspraxis
[30.01.2026] Als niedrigschwellige, anwendungsorientierte Lern- und Arbeitsinstrumente sollen die ÖFIT-Wegbereiter die interdisziplinäre Bearbeitung von Digitalisierungsprojekten in der öffentlichen Verwaltung unterstützen. Die Reihe umfasst derzeit vier Ausgaben unter anderem zu den Themen Low Code, generative Künstliche Intelligenz und Digitale Souveränität. mehr...
Vitako: Die Verwaltung der Zukunft im Podcast
[16.01.2026] Orientierung schaffen, Debatten anstoßen und zeigen, wie öffentliche IT den digitalen Staat mitgestaltet – das will der neue Podcast von Vitako, der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister. mehr...
KDO: IT-Wissen praxisnah vermittelt
[14.01.2026] Die KDO-Akademie vermittelt IT-Kompetenz: Im vergangenen Jahr wurden mehr als 200 Schulungen durchgeführt. Nun entwickelt sich das Angebot weiter. In verschiedenen Formaten wird neben Know-how zu konkreten IT-Lösungen auch Wissen zu übergreifenden Themen vermittelt. mehr...
Köln: Erster IT-Planungsprozess
[22.12.2025] Um die IT- und Digitalisierungsvorhaben der Verwaltung schneller bewerten und priorisieren zu können, hat Köln erstmals einen gesamtstädtischen IT-Planungsprozess umgesetzt. Er orientiert sich an Industriestandards für die IT-Planung in Unternehmen und sorgt für einen optimalen Ressourceneinsatz sowie eine nachhaltig gesteuerte digitale Transformation. mehr...
Aachen: Straßenbäume exakt dokumentiert
[19.12.2025] In Aachen wurden in den vergangenen Jahren alle Stadtbäume mit Stamm- und Zustandsdaten in ein Kataster eingepflegt. Das soll der Stadtverwaltung künftig alle Prozesse rund um Baumkontrolle und -pflege erleichtern. mehr...
Cuxhaven: Schnell informiert im Notfall
[19.12.2025] Seit 2005 informiert die Stadt Cuxhaven ihre Bürgerinnen und Bürger über regionale Gefahrenlagen oder Schadensereignisse per App. Nun erhielt die mobile Anwendung ein umfassendes Update. mehr...
Fraunhofer FOKUS: Zwischen Medienbrüchen und Bürokratiearbeit
[03.12.2025] Was macht einen Verwaltungsprozess wahrhaft nutzerfreundlich? Dieser Frage geht – anhand des Wohngeldantrags – eine Studie von Fraunhofer FOKUS nach. Die Erkenntnisse sollen dazu beitragen, ein handlungsleitendes Gesamtbild der Verwaltungsmodernisierung zu entwickeln. mehr...
NeXT: Breite Umfrage zur Nachnutzung
[27.11.2025] Wie steht es um die Nachnutzung digitaler Lösungen in der öffentlichen Verwaltung? Das Netzwerk NeXT hat dazu eine Umfrage aufgesetzt Alle Verwaltungsbeschäftigten – ungeachtet der Ebene oder Rolle – können noch bis Ende November ihre Praxiserfahrungen teilen. mehr...
Metropolregion Rhein-Neckar: Kooperationsraum für moderne Verwaltung
[25.11.2025] Die Länder Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz sowie die Metropolregion Rhein-Neckar bauen ihre seit 2010 bestehende Kooperation aus und richten einen föderalen Kooperationsraum ein, der digitale Lösungen länder- und ebenenübergreifend entwickelt und erprobt. mehr...
Studie: Intern besser integrieren
[20.11.2025] Wie erleben Behördenmitarbeitende die Digitalisierungsbemühungen in ihrem Alltag? Dies wollte das Unternehmen d.velop herausfinden. Ein Ergebnis der Umfrage: Eine vollständige Digitalisierung bis 2030 halten 75 Prozent der Befragten für unrealistisch. mehr...
Lohr a.Main: Neue Perspektiven eröffnet
[19.11.2025] Ilona Nickel aus der IT-Abteilung der Stadt Lohr a.Main zählt zu den ersten Absolventen des Weiterbildungslehrgangs Digitalwirt. Im Interview erklärt sie, was den Lehrgang besonders macht und wie ihr dieser hilft, die Digitalisierung in Lohr voranzutreiben. mehr...























