CuxhavenSchnell informiert im Notfall

Gerd Klemusch vom Katastrophenschutz-Team demonstriert die Funktionsweise der rundum erneuerten Warn-App.
(Bildquelle: Stadt Cuxhaven)
Ob Sturmflutwarnung, Feuerwehreinsatz in der Nachbarschaft oder wichtige Hinweise zu Straßensperrungen – im Ernstfall zählt jede Minute. Die Stadt Cuxhaven setzt auf die mobile Bürger-Info- und Warnapp (kurz: BIWAPP), um Bürgerinnen und Bürger schnell und zuverlässig zu informieren. Nun wurde die seit 2005 bestehende App grundlegend überarbeitet und modernisiert. Dazu wurde die Anwendung technisch komplett neu aufgesetzt. Viele Verbesserungen laufen im Hintergrund, doch einige Neuerungen werden die Nutzerinnen und Nutzer direkt bemerken. So gehören Warnungen aus benachbarten Regionen – etwa aus Hamburg oder Schleswig-Holstein – künftig der Vergangenheit an, sofern diese Orte nicht ausdrücklich als Favoriten ausgewählt werden.
Neu ist eine Wächter-Funktion. Ist sie aktiviert, werden automatisch Warnmeldungen für den aktuellen Aufenthaltsort angezeigt. Auch optisch wurde die App überarbeitet. Das neue Design wirkt moderner und übersichtlicher. Zudem können für Warnmeldungen jetzt auch Fotos oder weiterführenden Links hinterlegt werden. Eine Notfallseite bündelt die wichtigsten Informationen für den Ernstfall: Notrufnummern, die eigene Standortposition mit GPS-Daten und eine Erinnerung an die fünf W-Fragen für den Notruf. „Gerade in Stresssituationen hilft dieser Überblick enorm, einen kühlen Kopf zu bewahren,“ erläutert Gerd Klemusch aus dem Bereich Katastrophenschutz der Stadt.
Lokale Informationen aus sicherer Quelle
In die App integriert sind auch Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Meldungen der bundesweiten Warnapp NINA. Während NINA jedoch nur überregionale Katastrophen anzeigt, informiert BIWAPP gezielt über lokale Ereignisse – etwa Baustellen, Stromausfälle, Wasserrohrbrüche oder Schulausfälle. Diese können von den städtischen Dienststellen direkt veröffentlicht werden. „Gerade in Zeiten zunehmender Extremwetterlagen ist schnelle und verlässliche Information wichtiger denn je“, so Klemusch. „Mit BIWAPP erreichen wir viele Menschen in kürzester Zeit – und die Bürger können sich darauf verlassen, dass die Informationen aus sicherer Quelle stammen.“
Um die Nutzung der App weiter zu fördern, bietet das Katastrophenschutz-Team regelmäßig Hilfe bei der Einrichtung an, beispielsweise bei Veranstaltungen wie dem Katastrophenschutztag, bei Stadtfesten, in der Volkshochschule oder in der eigenen Dienststelle. Künftig sollen auch Vereine und Seniorenorganisationen stärker eingebunden werden, um über die Vorteile der App zu informieren. Die BIWAPP-App wird sie von der Lüneburger Firma Marktplatz betrieben. Zahlreiche Städte und Landkreise in Niedersachsen und ganz Deutschland nutzen sie für ihre Warnmeldungen. Auch Polizei und Katastrophenschutzbehörden greifen zunehmend auf die Plattform zurück.
Braunschweig: Technologien für Katastrophenschutz erprobt
[04.11.2026] Bei einer groß angelegten Übung in Braunschweig hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) demonstriert, wie Drohnen, Satellitendaten, autonome Fahrzeuge und Künstliche Intelligenz den Katastrophenschutz unterstützen können. Im Mittelpunkt stand die Erstellung eines gemeinsamen digitalen Lagebilds. mehr...
Rheinland-Pfalz: Auch im Alter digital selbstständig
[04.11.2026] In Rheinland-Pfalz haben 60 weitere Ehrenamtliche ihre Zertifikate als Digital-Botschafterinnen und -Botschafter erhalten. Das landesweite Netzwerk unterstützt ältere Menschen kostenlos beim Umgang mit Smartphone und Internet, auch bei digitalen Behördengängen. mehr...
Niedersachsen: Polizei verteilt digitale Knöllchen
[03.11.2026] Die Polizei Niedersachsen führt mit dem elektronischen Datenermittlungsbeleg (eDEB) ein durchgängig digitales Verfahren zur Erfassung von Verkehrsordnungswidrigkeiten ein. Verstöße werden künftig direkt vor Ort elektronisch dokumentiert und medienbruchfrei an die kommunalen Bußgeldstellen übermittelt. mehr...
Gütersloh: Urban Stack gewinnt neue Partner
[02.11.2026] Die Stadt Gütersloh hat mit Halle (Saale) die erste Partnerkommune außerhalb Nordrhein-Westfalens für ihre Datenplattform Urban Stack gewonnen. Für Hosting und Bereitstellung wurden Kooperationen vereinbart. Die Vergabe für eine ergänzende KI-Plattform ist abgeschlossen. mehr...
Darmstadt: Stadtgeschichte online entdecken
[30.10.2026] Das Stadtarchiv Darmstadt macht ausgewählte historische Quellen direkt im Internet einsehbar. Historische Ratsprotokolle, Verwaltungsberichte und Grafiken geben Einblick in politische Entscheidungen, die Arbeit städtischer Ämter und das Leben in früheren Jahrhunderten. mehr...
Interview: Es ist Zeit, endlich zu handeln
[21.10.2026] Wie sich Behörden mit sicheren Kommunikationslösungen unabhängiger von außereuropäischen Anbietern machen können, erläutert Benjamin Schilz, CEO von Wire, im Interview mit Kommune21 auf der Smart Country Convention 2026. mehr...
NExT: Verwaltungsalltag auf Sendung
[20.10.2026] Erfahrungen und Problemstellungen aus der kommunalen Praxis gibt es jetzt auch zum Hören: Das Verwaltungsnetzwerk NExT hat den Podcast „NExT Level Verwaltung“ gestartet. Zwei Verwaltungsprofis sprechen darin über Hürden im Alltag und Spielräume für Veränderungen. mehr...
Ulm: Neue Koordinierungsstelle für digitale Stadtentwicklung
[14.10.2026] Mit Simone Philp bekommt die Digitalisierung der Stadt Ulm ein neues Gesicht. Als Leiterin der neuen Koordinierungsstelle will die Wirtschaftswissenschaftlerin Digitalvorhaben bündeln, Kooperationen mit Wissenschaft und Wirtschaft ausbauen und Fördermittel einwerben. mehr...
Essen: Drohne erkundet Einsatzorte vorab
[09.10.2026] Die Feuerwehr Essen testet seit Mitte September eine automatisiert startende Vorauserkundungsdrohne. Sie soll bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte Bilder vom Einsatzort liefern und so eine frühzeitige Lagebeurteilung ermöglichen. Nach drei Monaten wird entschieden, ob das System dauerhaft eingesetzt werden soll. mehr...
Rheinland-Pfalz: Ehrenamtskarte per App beantragen
[08.10.2026] Rheinland-Pfalz hat eine App gestartet, mit der Ehrenamtliche die Ehrenamtskarte vollständig digital beantragen und Vergünstigungen finden können. Das Land übernimmt eine in Nordrhein-Westfalen entwickelte Lösung. Organisationen und Kommunen bearbeiten Anträge digital. mehr...
Kommune21 im Gespräch: Herausforderung Registermodernisierung
[07.10.2026] Die Registermodernisierung gehört zu den zentralen Vorhaben der Verwaltungsdigitalisierung. Im Live-Webinar „Kommune21 im Gespräch“ am 22. Oktober 2026 zeigen Fachleute des Landes Baden-Württemberg, von Komm.ONE und aus einem kommunalen Pilotprojekt, wo die Umsetzung derzeit steht, welche Erfahrungen bereits vorliegen und was Kommunen jetzt tun sollten. mehr...
Hanau: Schrankenlos parken
[07.10.2026] Die Stadt Hanau stellt ihre Parkhäuser auf digitale Systeme um. Fast alle städtischen Häuser kommen bereits ohne Schranken und Parktickets aus, das Kennzeichen wird bei der Ein- und Ausfahrt erfasst. Weitere Standorte nutzen ticketlose Systeme mit Schranken. mehr...
Digitale Transformation: Barrieren beseitigen
[05.10.2026] Ist eine Verwaltung, deren Grundzüge teilweise bis in die Bismarckzeit zurückreichen, überhaupt digital transformierbar? Das an der Universität Münster entwickelte Konzept des „Digital Rebirth“ zeigt, wie der erfolgreiche Einsatz digitaler Technologien gelingen kann. mehr...
ab-data: 50 Jahre Softwareentwicklung
[02.10.2026] Mit mehr als 100 Gästen feierte das Softwareunternehmen ab-data sein 50-jähriges Bestehen am historischen Ursprungsort. Neben Erinnerungen an die Gründungszeit ging es um das neue Finanzwesen VOIS|FIWE und die Bedeutung kommunaler Plattformen für die Digitalisierung. mehr...
rescueTablet: Aus der Luft direkt ins Lagebild
[02.10.2026] Die Einsatzplattform rescueTablet kann jetzt Live-Luftbilder und Telemetriedaten von Drohnen einbinden. Einsatzleitungen sollen dadurch bei Bränden, Hochwasser oder Sucheinsätzen schneller einen Überblick über die Lage erhalten. mehr...



















