Initiative EhrenbehördeMichelin-Stern für Behörden

Zwölf Kommunen im deutschsprachigen Raum dürfen den Titel Ehrenbehörde 2026 tragen, weil sie neue Standards in Kommunikation, Digitalisierung und Führung gesetzt haben.
(Bildquelle: Initiative Ehrenbehörde)
Seit knapp anderthalb Jahren vergibt die Initiative Ehrenbehörde wöchentlich eine Art „Michelin-Stern für Behörden“ und würdigt damit öffentliche Einrichtungen, die neue Standards im öffentlichen Dienst setzen und so beispielgebend für andere sind – etwa in Bereichen wie mutige Kommunikation, digitale Innovation oder moderne Führungskultur. Ziel ist es nach Angaben der Initiative, gute Behördenarbeit sichtbar zu machen und andere zu inspirieren.
Nun wurde erstmals eine Jahresauszeichnung für den gesamten deutschsprachigen Raum vergeben und dabei zwölf Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz als „Ehrenbehörden 2026“ geehrt. Noch bis zum 14. November läuft ein Voting, in dem Teilnehmende ihre Lieblings-Ehrenbehörde küren können.
Unter den Geehrten sind die Polizei Berlin für ihr Recruiting über soziale Medien, die Polizei Hannover für digitale Kommunikation auf der Streaming-Plattform Twitch sowie die Polizei Hessen für ihr Corporate-Influencer-Programm und die Polizei Steiermark (Österreich) für digitale Kommunikation in Krisenzeiten. Ebenfalls ausgezeichnet wurden die Städte Dresden (strategische Krisenkommunikation), Emden (Recruiting über Instagram), Herrenberg (neue Arbeitskultur und Partizipation), Krefeld (konsequente Digitalisierung der Verwaltung), Köln (ganzheitliche Kommunikation mit Bürgernähe), Thun in der Schweiz (plattformgerechte Behördenkommunikation) und Tuttlingen (innovative Azubi-Teams auf TikTok).
„Viele Behörden haben bereits hohe Standards. Meckern können andere. Wir wollen Gutes sichtbar machen und zum Nachmachen ermutigen“, erklärt Luisa Welink, Mitinitiatorin der Initiative. Die Auszeichnung solle zeigen, dass moderner öffentlicher Dienst kein Widerspruch zu Innovation sei, sondern deren Voraussetzung.
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