Montag, 26. Oktober 2026

MünchenKI unterstützt bei Suche

[03.04.2025] Die Stadt München testet eine neue KI-gestützte Suchfunktion, die Bürgerinnen und Bürgern dabei helfen soll, städtische Dienstleistungen schneller zu finden. Die Technologie nutzt ein modernes Sprachmodell, um Anfragen in natürlicher Sprache zu verstehen und präzise Antworten zu liefern.

München: Stefanie Lämmle, Leitung Data und Innovation (l.), und IT-Referentin Dr. Laura Dornheim stellen den KI-Dienstleistungsfinder vor.

(Bildquelle: Landeshauptstadt München)

Die Suche nach städtischen Dienstleistungen soll in München einfacher werden: Wie die Stadt mitteilt, soll eine neue KI-gestützte Suchfunktion Bürgerinnen und Bürgern helfen, die benötigten Informationen schnell und unkompliziert zu finden. Entwickelt wurde die Technologie vom KI Competence Center (KICC) im IT-Referat der Stadt. Seit Kurzem ist sie als Beta-Version auf der städtischen Website stadt.muenchen.de integriert.

Die KI-Suche basiert auf einer Kombination aus Embedding-Modellen und großen Sprachmodellen, heißt es im städtischen IT-Blog. Sie nutzt das Verfahren der Retrieval-Augmented Generation (RAG), um relevante Inhalte aus der Datenbank zu identifizieren und in einer natürlichen Sprache zu beantworten. So können Bürgerinnen und Bürger ihre Fragen direkt als ganze Sätze formulieren, etwa: „Meine Oma braucht einen Rechner, gibt es einen Zuschuss?“ Die KI liefert daraufhin eine präzise Antwort, inklusive Verweis auf die zuständige Behörde und die erforderlichen Unterlagen.

Laura Dornheim, IT-Referentin der Stadt München, sagt: „Diese neue Funktion revolutioniert die Art und Weise, wie Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen Informationen zu städtischen Dienstleistungen erhalten.“ Insbesondere die natürliche Interaktion mit der KI soll den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtern.

Der Dienstleistungsfinder bietet laut Auskünften der Stadt bereits jetzt eine umfassende Übersicht über mehr als 1.400 städtische Services, darunter die Beantragung von Ausweisen, die Anmeldung eines Wohnsitzes oder Informationen zu Gewerbescheinen. Einige spezielle Themenbereiche sind derzeit noch nicht an die KI-Suche angebunden. Der Testlauf soll dabei helfen, die Technologie weiter zu optimieren. Nutzerinnen und Nutzer werden ermutigt, Feedback zu geben, um die Antworten weiter zu verbessern.

Die Stadtverwaltung hofft, dass die KI-Suche nach erfolgreicher Testphase dauerhaft etabliert werden kann. Sollte sich das System bewähren, könnte es in Zukunft auch auf weitere digitale Verwaltungsangebote ausgeweitet werden.



Stichwörter: Bürgerservice, KI, München


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Bürgerservice
Autotür mit Beschriftung "Bürgermobil Stadt Essen"

Essen: Wenn das Bürgeramt nach Hause kommt

[26.10.2026] Ein Antrag für ein Ausweisdokument muss nicht am Weg zur Behörde scheitern. Die Stadt Essen besucht stark mobilitätseingeschränkte Menschen zu Hause und in Pflegeeinrichtungen. Dort lassen sich Meldeangelegenheiten und andere Anträge erledigen – ohne zusätzliche Gebühren für den Vor-Ort-Service. mehr...

interview

Interview: In allen Sprachen sprechen

[21.10.2026] In Ämtern treffen Mitarbeitende täglich auf Menschen mit unterschiedlichen Sprachkenntnissen. Das System Cotopat von TA Triumph-Adler soll die Verständigung erleichtern. TA-Produktmanager Daniel Krogmann erläutert die Lösung im Kommune21-Interview. mehr...

Advertorial: Barrierefreie Kommunikation

[19.10.2026] Mit dem Kommunikationssystem Cotopat erweitert TA Triumph-Adler sein Portfolio um eine KI-gestützte Lösung für die barrierefreie Verständigung. Die Technologie übersetzt gesprochene Sprache in Echtzeit und kann insbesondere in Behörden, Bildungseinrichtungen und Krankenhäusern zum Einsatz kommen. mehr...

Foto des Kassel Service Point im Kaufhaus Galeria

Kassel: Service Point wird digital

[16.10.2026] Die Stadt Kassel entwickelt ihren bisherigen Service Point in der Innenstadt zu einem digitalen Informationsangebot weiter. Ab 2027 sollen sich Bürgerinnen und Bürger am neuen Kassel Info Point selbstständig über städtische Dienstleistungen und Online-Services informieren können. mehr...

Blick von unten in eine Baumkrone

Baden-Baden: Baumfällung digital beantragen

[16.10.2026] Bäume stehen unter Schutz und dürfen im Stadtkreis Baden-Baden nicht einfach gefällt werden. Wer einen geschützten Baum aus wichtigem Grund entfernen möchte, muss dies vorher bei der Stadt beantragen. Das geht ab sofort bequem online. mehr...

Blick auf die Aachener Altstadt mit Dom

Aachen: Großprojekt Registermodernisierung gestartet

[08.10.2026] Die Stadt Aachen hat gemeinsam mit dem IT-Dienstleister regio iT die Registermodernisierung auf den Weg gebracht. Eine eigene Projektstruktur soll die Verwaltung auf den Datenaustausch nach dem Once-Only-Prinzip und die Anbindung an die europäische digitale Brieftasche vorbereiten. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

BundID: KI-gestützter Bürgerservice bewährt sich

[05.10.2026] Das Bundesdigitalministerium hat den Support für die BundID 2025 neu aufgestellt. Seit einem Jahr beantwortet dort die KI-Lösung EMMA AI Routinefragen und übergibt komplexere Fälle an den Servicedesk von Bechtle. Das soll Beschäftigte entlasten und Wartezeiten verkürzen. mehr...

Mehrere gedruckte Ausgaben des eGovernment Monitor 2026 liegen auf einem Tisch, oberstes Heft ist aufgeschlagen

eGovernment Monitor 2026: Digitale Verwaltung überzeugt bei der Nutzung

[29.09.2026] Wer digitale Verwaltungsangebote nutzt, ist damit überwiegend zufrieden. Dennoch erledigt dem aktuellen eGovernment Monitor zufolge die Hälfte der Befragten Behördenanliegen weiterhin vollständig offline. Die Studie sieht vor allem bei Auffindbarkeit, durchgängiger Digitalisierung und mobiler Nutzbarkeit Handlungsbedarf. mehr...

bericht

Besuchermanagement: Ungewissheiten beseitigen

[25.09.2026] Fortgeschrittene Aufrufsysteme schaffen mehr Transparenz über anfallende Wartezeiten und vermeiden so unnötigen Frust bei den Bürgerinnen und Bürgern. mehr...

Infobanner zu Onlinediensten am Aufzugturm des Rathauses in Rheydt.

Mönchengladbach: Vieles geht online

[25.09.2026] Die Stadt Mönchengladbach macht erneut auf ihre digitalen Verwaltungsangebote aufmerksam. Zahlreiche Anliegen lassen sich bereits über das Serviceportal erledigen. Kostenlose Schulungen sollen Bürgerinnen und Bürger außerdem bei der Nutzung von Online-Ausweisfunktion, AusweisApp und BundID unterstützen. mehr...

Paar auf einem Dünenwanderweg auf der Insel Amrum

Föhr-Amrum: Tourismusabgabe vollständig digital

[23.09.2026] Das Amt Föhr-Amrum hat die Tourismusabgabe vollständig digitalisiert. Rund 5.500 Abgabefälle können künftig medienbruchfrei online bearbeitet werden. Die gemeinsam mit dem Land Schleswig-Holstein und dem Unternehmen Netcompany entwickelte Lösung soll ab 2027 auch anderen Kommunen zur Verfügung stehen. mehr...

Vergrößerte Ansicht von Handy mit Mannheim-Bot

Mannheim: Bot beantwortet Bürgerfragen

[18.09.2026] Die Stadt Mannheim erweitert ihr digitales Informationsangebot um einen Chatbot. Der Mannheim-Bot durchsucht die Inhalte der städtischen Website und soll Bürgerinnen und Bürgern schnell passende Antworten auf konkrete Fragen liefern. mehr...

Logo Sag's uns einfach

Sachsen-Anhalt: Mängel einfacher digital melden

[14.09.2026] Das Land Sachsen-Anhalt erleichtert seinen Kommunen den Zugang zu digitalem Anliegen- und Mängelmanagement. Die EfA-Lösung „Sag's uns einfach“ kann über mehrere Nachnutzungsplattformen bezogen werden. mehr...

Smart Country Convention: Lösungen für den Bürgerbesuch

[10.09.2026] Auf der Smart Country Convention präsentiert JCC Software Lösungen für Terminvereinbarung, Besuchersteuerung, Personalplanung und Zahlungsabwicklung. Kommunen sollen damit Bürgerbesuche durchgängig organisieren und ihre Beschäftigten bei der Bearbeitung entlasten können. mehr...

Blick über den belebten Augsburger Rathausplatz mit Außengastronomie auf das historische Rathaus und den Perlachturm vor blauem Himmel.
bericht

Augsburg: Vom Formular zum Service

[09.09.2026] Augsburg zählt mit rund 600 Online-Diensten und mehr als 2.100 einzelnen Verwaltungsleistungen zu den digital führenden Kommunen Deutschlands. Ausgehend von digitalen Formularen auf Basis von cit intelliForm ist dort ein integriertes Serviceangebot für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen entstanden. mehr...