SachsenFünf Online-Dienste landesweit

Der Freistaat Sachsen reiht sich in die reihe der Länder ein, die am Programm „Flächendeckung digitale Verwaltungsleistungen“ teilnehmen.
(Bildquelle: Bildquelle: argus456/123rf.com)
Mit dem Programm „Flächendeckung digitale Verwaltungsleistungen“ wollen Bund und Länder seit Anfang 2026 ausgewählte, bereits entwickelte Online-Dienste bei allen jeweils zuständigen Kommunalbehörden eines Landes einführen. Zentral organisierte Roll-in-Teams unterstützen die Kommunen beim technischen Anschluss und der organisatorischen Einführung bis zum funktionsfähigen Betrieb. Gestartet ist der Ansatz zum Jahresanfang mit Hessen und Bayern, hinzu kamen schrittweise Niedersachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern, das Saarland und Baden-Württemberg.
Nun hat auch der Freistaat Sachsen eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung mit dem Bund getroffen: Der Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung Karsten Wildberger und der Chef der Sächsischen Staatskanzlei und Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten Andreas Handschuh haben das Dokument unterzeichnet. „Gemeinsam mit unseren Landesverbänden fördern wir bereits mit verschiedenen Maßnahmen die Digitalisierung der Verwaltung in den sächsischen Kommunen“, betonte der Staatskanzlei-Chef Handschuh. Durch die Zusammenarbeit mit dem Bund entstehe nun ein starkes zusätzliches Unterstützungsangebot, um Online-Dienste flächendeckend anzubieten.
Arbeiten Hand in Hand
Damit unterstützt der Bund den Freistaat beim flächendeckenden Roll-out von fünf Online-Diensten in den sächsischen Kommunen. Wie die Sächsische Staatskanzlei berichtet, sollen bis Ende Juni 2027 fünf Verwaltungsleistungen in allen zuständigen kommunalen Behörden Sachsens vollständig digital zur Verfügung stehen: die Elektronische Wohnsitzanmeldung, das Antragsverfahren für waffenrechtliche Erlaubnisse und Umgang mit Waffen (eWaffe) sowie die Verfahren zu Aufenthaltstitel, Verpflichtungserklärung und Einbürgerung. Die Auswahl erfolgte aus den sogenannten Fokusleistungen und Leistungen im föderalen Interesse.
Für ein effizientes Projektmanagement arbeiten Bund, Land und IT-Dienstleister eng zusammen. Das BMDS übernimmt die strategische Steuerung und die übergreifende Fortschrittskontrolle. Die Sächsische Staatskanzlei koordiniert die Umsetzung im Freistaat. Die technische Integration bis zur vollständigen Betriebsfähigkeit in den Kommunen übernimmt der vom Bund beauftragte und finanzierte Dienstleister govdigital in enger Kooperation mit dem sächsischen kommunalen IT-Dienstleister Lecos.
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