Samstag, 18. April 2026

Whitepaper/WebinarKI-Nutzung in der kommunalen Praxis

[10.07.2025] Mit dem Whitepaper „Mit KI von Daten zu Taten“ zeigt URBAN.KI, wie Kommunen Künstliche Intelligenz praxisnah einsetzen können. Es präsentiert reale Anwendungsfälle und zentrale Technologien – und macht Know-how und Software auch für andere Städte nutzbar. Am 11. Juli findet ein Webinar zum Thema statt.

KI kann in vielen Bereichen kommunale Arbeit erleichtern. Konkrete Use Cases stellt nun ein neues Whitepaper vor.

(Bildquelle: aimage/123rf.com)

Wie gelingt der Einstieg in die Künstliche Intelligenz auf kommunaler Ebene? Antworten liefert das neue Whitepaper „Mit KI von Daten zu Taten in Ihrer Kommune – Der Weg von der Theorie zur Praxis“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (Fraunhofer IAIS) sowie des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (Fraunhofer FOKUS) liefern einen Einblick in reale KI-Anwendungsbeispiele in Städten und Landkreisen, erläutern die zugrunde liegenden Technologien und gehen auf die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen ein. Das Whitepaper erscheint im Rahmen des Gelsenkirchener Projekts URBAN.KI, mit dem seit 2024 eine zentrale Anlaufstelle für den KI-Einsatz in Kommunen entsteht. Projektziel ist es, Städte und Gemeinden bei einer innovativen und nachhaltigen Nutzung von KI zu unterstützen.

131 Projektideen

Im Zuge des Projekts, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert wird, entwickelten bundesweit 98 interessierte Kommunen zunächst insgesamt 131 Projektideen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, von denen schließlich 64 Anwendungsfälle tiefer ausgearbeitet und als finale Steckbriefe eingereicht wurden. Die Ideen reichen von KI-gestützter Datenanalyse und Optimierung über intelligente Geodatenanalyse bis hin zu Chat- und Sprachassistenten.

Reale Anwendungsfälle mit realem Nutzwert

Im Whitepaper werden unter anderem die Workshops vorgestellt, in denen URBAN.KI-Fachleute teilnehmende Akteure aus den Kommunen bei der Ausarbeitung ihrer Projektideen unterstützten. Außerdem flossen zahlreiche Use Cases in das Paper ein, etwa aus dem Kreis Recklinghausen, wo KI-Modelle zur automatischen Erkennung und Unterscheidung von Oberflächenarten wie Gebäuden, Solaranlagen und Gründächern entwickelt werden. Ein Beispiel aus Leipzig zeigt, wie ausgewählte Geodaten der Kommune über einen KI-Chatbot zugänglich gemacht werden können. Und in der Stadt Solingen wird eine modulare KI-Sicherheitsplattform entwickelt, die eine automatisierte Bewertung der IT-Sicherheitslage kommunaler Infrastrukturen ermöglicht.

Nachnutzung erwünscht

Die entwickelten Lösungen sollen auch anderen Kommunen bereitgestellt werden. Bis Ende 2025 werden daher neun Anwendungsfälle prototypisch umgesetzt, deren Ergebnisse als Open Source Software (OSS) über die OpenCode-Plattform der Bundesregierung veröffentlicht werden sollen. Auch der kontinuierliche Austausch zwischen Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft wird gefördert.

Am 11. Juli 2025 findet um 12:30 Uhr ein begleitendes Webinar über das NEGZ – Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung statt, bei dem ein Fraunhofer-Team das Whitepaper vorstellen und zentrale Erkenntnisse diskutieren wird. Mitarbeitende von Kommunen haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sich zu vernetzen und mehr über die nächsten Schritte im Projekt URBAN.KI zu erfahren. Eine Anmeldung via NEGZ ist erforderlich.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Künstliche Intelligenz
Nahaufnahme eines Telefons auf einem Schreibtisch, männlcihe Hände halten den Hörer fest und tippen auf Tastenfeld.

Nürnberg: Ruft! Uns! An!

[17.04.2026] Die Stadt Nürnberg ist gerade damit befasst, einen KI-gestützten Voicebot einzuführen, der rund um die Uhr Auskünfte zu Verwaltungsleistungen erteilen soll. Bürgerinnen und Bürgern wirkten mit: In einer Probephase wurden Rückmeldungen gesammelt und umgesetzt und der Bot weiter trainiert. mehr...

KI-Voicebot Sonny fängt eine Mülltonne mit dem Kabel eines Telefons als Lasso ein

SYNQONY: Voicebot für die Abfallwirtschaft

[13.04.2026] Einen KI-Voicebot für die kommunale Abfallwirtschaft hat das Unternehmen SYNQONY entwickelt. Derzeit wird der digitale Abfallberater Qonny in einem Pilotprojekt mit dem Kreis Leer getestet. mehr...

Hände tippen auf Computer-Keyboard (leicht unscharf), davor gerenderter Kopfumriss aus helltürkisen Punkten und Linien

Niederrhein: Interkommunal zu KI

[09.04.2026] Fünf Niederrhein-Kommunen haben gemeinsam einen datenschutzkonformen KI-Assistenten zur internen Nutzung beschafft. Die Nachnutzung durch weitere Kommunen ist möglich. mehr...

Futuristisch leuchtendes Technologienetzwerk das sich unter anderem zu einer Gehirnform verbindet.

Kreis Dithmarschen: Pionier für LLMoin

[09.04.2026] Den von Hamburg und Dataport entwickelten KI-Textassistenten LLMoin nutzt nun auch der Kreis Dithmarschen - und ist damit ein Pionier in Schleswig-Holstein. mehr...

Porträtaufnahme von Marc Isop.
interview

Voiceagent: Lotse durch den Prozessdschungel

[30.03.2026] Das Unternehmen Onlim hat einen dialogfähigen Voiceagent entwickelt. Im Interview erklärt Marc Isop, Chief Revenue Officer bei Onlim, welche Vorteile die Lösung kommunalen Servicecentern bringt und für welche Anwendungsfälle sie besonders geeignet ist. mehr...

Stade: 24/7 auch telefonisch

[27.03.2026] Die Stader Stadtverwaltung ist jetzt 24 Stunden täglich telefonisch erreichbar. Möglich macht das ein Voicebot, eine Weiterentwicklung des Chatbots Käpt’n Knut. mehr...

Der lebensgroße Avatar CAIA wird auf einem Monitor dargestellt. Der Avatar hat das Aussehen einer Frau.
bericht

Gersthofen: Gersti und CAIA helfen

[26.03.2026] Die Stadt Gersthofen nutzt KI unter anderem für Gersti, einen 24/7-Assistenten für Bürgerservice und Verwaltungsanliegen, und für CAIA, einen lebensgroßen Avatar im Hallenbad. Diese beiden Werkzeuge ebnen den Weg für weitere KI‑unterstützte Prozesse. mehr...

4 Personen vor einem Bildschirm: SpeechMind wird Teil des ITEBO-Netzwerks

Sitzungen: KI unterstützt Protokollierung

[25.03.2026] Einen neuen Partner für sein Netzwerk hat ITEBO gewonnen: Das Start-up SpeechMind, welches auch am Agentic AI Hub des Bundes teilnimmt, bringt seine KI-basierten Lösungen zur automatisierten Protokollierung von Sitzungen ein. mehr...

Screenshot des Barnimer Chatbots.

Kreis Barnim: Chatbot hilft durch Verwaltungsdschungel

[24.03.2026] Um seinen Bürgerservice moderner, zugänglicher und effizienter zu gestalten, bietet der Kreis Barnim nun einen KI-gestützten Chatbot auf seiner Website an. Das System beantwortet in 100 Sprachen ebenso wie in Leichter Sprache rund um die Uhr Fragen zur Verwaltung, wofür es die entsprechenden Inhalte der Website zusammenfasst. mehr...

Fünf Mitarbeitende der Stadt Gütersloh an einem Arbeitsplatz in der Ausländerbehörde

Gütersloh: Ausländerbehörde erhält virtuellen Mitarbeiter

[12.03.2026] Ein Software-Roboter unterstützt die Ausländerbehörde der Stadt Gütersloh ab sofort bei Meldevorgängen. Geplant ist, den virtuellen Mitarbeiter in Zukunft auch in anderen städtischen Fachbereichen einzusetzen. mehr...

Männer in Anzügen (darunter Bundesminister Wildberger) und junge Menschen in Smart Casual-Kleidung stehen in einem Konferenzraum herum und reden miteinander.

BMDS: Wenn die KI selbstständig arbeitet

[11.03.2026] Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, Verwaltungsmitarbeitende von Routineaufgaben zu entlasten und Verwaltungsprozesse fehlerärmer und effektiver zu machen. Dies trifft vor allem auf autonom agierende, agentische KI zu. In einem Projekt des BMDS werden solche Anwendungen in 17 Kommunen pilotiert. mehr...

Stilisierte Darstellung eines Chatbots mit Headset, verschwommen im Hintergrund ist eine Frau zu sehen, die den Bot antippt.

Nürnberg: Test für KI-gestützten Voicebot

[10.03.2026] Einen Test für einen KI-gestützten Voicebot im Behördenwegweiser startet die Stadt Nürnberg. Die Bevölkerung ist zur Teilnahme und zum Feedback aufgerufen. mehr...

Luftaufnahme: Autobahnabschnitt mit Abfahrten und mehrspurigen Brücken

Fraunhofer FOKUS: Gebrauchsanleitung für den KI-Einstieg

[09.03.2026] Der Potenzial-Check „Startklar für KI“ bietet Kommunen eine systematische Herangehensweise für die Bewertung und Planung von KI-Projekten. Das Werkzeug führt KI-Einsteiger und erfahrene Anwender strukturiert durch relevante Fragen – von strategischen Zielen über technische Anforderungen bis hin zur Ressourcenplanung. mehr...

Wohngeld kann bald online beantragt werden.

Frankfurt am Main: Mit Wohni zum Wohngeld

[09.03.2026] Auf KI-Unterstützung bei der Bearbeitung von Wohngeldanträgen setzt jetzt die Stadt Frankfurt am Main. Zum Einsatz kommt die Assistenz Wohni des Münchner Unternehmens forml. mehr...

Eine Person arbeitet an einem Laptop über dessen Tastatur Dokumente schweben.

Kreis Dahme-Spreewald: Intelligenter Verwaltungsassistent im Test

[05.03.2026] Der Kreis Dahme-Spreewald testet in der Ausländerbehörde den intelligente Verwaltungsassistenten iva.AT, der digitale Anträge auf Aufenthaltstitel bereits beim Ausfüllen prüft und unmittelbar auf fehlende oder unpassende Unterlagen hinweist. Es handelt sich um ein Pilotprojekt im Rahmen des Programms Aufenthalt Digital. mehr...