Whitepaper/WebinarKI-Nutzung in der kommunalen Praxis

KI kann in vielen Bereichen kommunale Arbeit erleichtern. Konkrete Use Cases stellt nun ein neues Whitepaper vor.
(Bildquelle: aimage/123rf.com)
Wie gelingt der Einstieg in die Künstliche Intelligenz auf kommunaler Ebene? Antworten liefert das neue Whitepaper „Mit KI von Daten zu Taten in Ihrer Kommune – Der Weg von der Theorie zur Praxis“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (Fraunhofer IAIS) sowie des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (Fraunhofer FOKUS) liefern einen Einblick in reale KI-Anwendungsbeispiele in Städten und Landkreisen, erläutern die zugrunde liegenden Technologien und gehen auf die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen ein. Das Whitepaper erscheint im Rahmen des Gelsenkirchener Projekts URBAN.KI, mit dem seit 2024 eine zentrale Anlaufstelle für den KI-Einsatz in Kommunen entsteht. Projektziel ist es, Städte und Gemeinden bei einer innovativen und nachhaltigen Nutzung von KI zu unterstützen.
131 Projektideen
Im Zuge des Projekts, das vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) sowie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert wird, entwickelten bundesweit 98 interessierte Kommunen zunächst insgesamt 131 Projektideen rund um den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, von denen schließlich 64 Anwendungsfälle tiefer ausgearbeitet und als finale Steckbriefe eingereicht wurden. Die Ideen reichen von KI-gestützter Datenanalyse und Optimierung über intelligente Geodatenanalyse bis hin zu Chat- und Sprachassistenten.
Reale Anwendungsfälle mit realem Nutzwert
Im Whitepaper werden unter anderem die Workshops vorgestellt, in denen URBAN.KI-Fachleute teilnehmende Akteure aus den Kommunen bei der Ausarbeitung ihrer Projektideen unterstützten. Außerdem flossen zahlreiche Use Cases in das Paper ein, etwa aus dem Kreis Recklinghausen, wo KI-Modelle zur automatischen Erkennung und Unterscheidung von Oberflächenarten wie Gebäuden, Solaranlagen und Gründächern entwickelt werden. Ein Beispiel aus Leipzig zeigt, wie ausgewählte Geodaten der Kommune über einen KI-Chatbot zugänglich gemacht werden können. Und in der Stadt Solingen wird eine modulare KI-Sicherheitsplattform entwickelt, die eine automatisierte Bewertung der IT-Sicherheitslage kommunaler Infrastrukturen ermöglicht.
Nachnutzung erwünscht
Die entwickelten Lösungen sollen auch anderen Kommunen bereitgestellt werden. Bis Ende 2025 werden daher neun Anwendungsfälle prototypisch umgesetzt, deren Ergebnisse als Open Source Software (OSS) über die OpenCode-Plattform der Bundesregierung veröffentlicht werden sollen. Auch der kontinuierliche Austausch zwischen Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft wird gefördert.
Am 11. Juli 2025 findet um 12:30 Uhr ein begleitendes Webinar über das NEGZ – Kompetenznetzwerk Digitale Verwaltung statt, bei dem ein Fraunhofer-Team das Whitepaper vorstellen und zentrale Erkenntnisse diskutieren wird. Mitarbeitende von Kommunen haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen, sich zu vernetzen und mehr über die nächsten Schritte im Projekt URBAN.KI zu erfahren. Eine Anmeldung via NEGZ ist erforderlich.
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