Dienstag, 5. Mai 2026

BüdingenUrbane Datenplattform als Ziel

[03.11.2025] Mit einem LoRaWAN, einer Vielzahl von Sensoren und einer offenen urbanen Datenplattform will Büdingen einen großen Schritt in Richtung einer smarten, zukunftsfähigen Stadt machen. Dafür erhält die Kommune rund 430.000 Euro aus dem Förderprogramm Starke Heimat Hessen.
Eine Person verwendet eine digitale Straßenkarte mit roten Standortmarkierungen auf dem Handy.

Die für die urbane Datenplattform erfassten Daten sollen auch die Bürgerinnen und Bürger einsehen können.

(Bildquelle: andreypopov/123rf.com)

Mit einer offenen urbanen Datenplattform und einer Vielzahl an Sensoren etwa für Verkehr und Mobilität, Umwelt und Klima sowie Sicherheit, Ordnung und Sauberkeit will Büdingen einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Smart Region erreichen. Das Ministerium für Digitalisierung und Innovation (MinD) unterstützt das „Digitale Stadt-Management für die Stadt von morgen“ mit rund 430.000 Euro aus der Förderung smarter Kommunen und Regionen im Programm Starke Heimat Hessen.

Als Basis will Büdingen ein LoRaWAN sowie eine Datenplattform einrichten, erklärt das MinD. Mittels eines Datencockpits sollen die Daten auch von den Bürgerinnen und Bürgern eingesehen werden können. Daran anknüpfend sollen Sensoren für verschiedene Anwendungsfälle installiert werden. Dazu zählen Sensoren zu Pegelständen, Bodenfeuchte und örtlicher Niederschlagsmenge mit dem Ziel, ein datenbasiertes und präventives Überwachungssystem einzuführen. Zudem sollen an öffentlichen Abfallbehältern Füllstandssensoren angebracht werden, um auf der großen Fläche der Stadt die Entsorgungsfahrten nach Bedarf auszurichten. Darüber hinaus will Büdingen ein auf Sensoren basierendes dynamisches Parkleitsystem einführen. Damit wollen die Projektverantwortlichen nicht nur den Suchverkehr minimieren. Es soll auch eine datengestützte Basis entstehen, um das laut MinD bestehende Konfliktthema zur Parksituation in der Innenstadt sachlicher führen zu können. Unterstützend soll eine Passanten- und Verkehrsfrequenzmessung eingerichtet werden.

„Mit der neuen Datenplattform machen wir einen großen Schritt in Richtung einer smarten, zukunftsfähigen Stadt“, sagt Bürgermeister Benjamin Harris. „Die gewonnenen Daten helfen uns nicht nur, alltägliche Herausforderungen – wie Parkraummanagement oder Abfallentsorgung – effizienter zu lösen, sondern sind auch ein wichtiger Baustein für mehr Sicherheit und Klimaschutz. Besonders wichtig ist mir, dass die Bürgerinnen und Bürger über das Datencockpit jederzeit Einblick haben und die Vorteile der Digitalisierung unmittelbar erleben können. So wird Digitalisierung greifbar, transparent und bürgernah.“

„Eine offene, urbane Datenplattform ist eine bürgernahe und niedrigschwellige Möglichkeit, Informationen bereitzustellen“, bestätigt Digitalministerin Kristina Sinemus. Auch über die aktuellen Anwendungsfälle hinaus biete die Plattform Möglichkeiten für die Zukunft. Daten seien die Basis für sämtliche Entscheidungen und ermöglichen es unter anderem, nachhaltig und ressourcenschonend zu agieren. „Besonders freut es mich, dass in Büdingen bereits in anderen Kommunen erfolgreich umgesetzte Projekte adaptiert werden“, sagt Sinemus. „Unsere Best-Practice-Datenbank für Smart Region-Projekte hat damit genau ihre Aufgabe erfüllt – andere profitieren von den Erfahrungen anderer.“



Stichwörter: Smart City, Büdingen, Hessen


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...

Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Stadtteiltreff in Kassel Wolfsanger

Kassel: App stärkt das Vereinsleben

[28.04.2026] 
Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...

Lübeck: Kommunaler Gesamtabschluss bringt Mehrwert.

Lübeck: Hansestadt digital erleben

[27.04.2026] Die Hansestadt Lübeck erweitert ihr digitales Angebot um ein dreidimensionales Stadtmodell. Es macht Gebäude, Straßen und Plätze virtuell erlebbar und soll zugleich neue Anwendungen für Stadtentwicklung und Kulturvermittlung ermöglichen. mehr...

Eine Hand vor einem stilisierten Haus
bericht

Serie Smart Cities: Daten im Griff

[23.04.2026] Kommunale Daten sind die Grundlage jeder smarten Stadt. Wie gelingt es Städten und Regionen, Daten strategisch zu nutzen und so ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten? Start einer neuen Expertenreihe des Fraunhofer-Instituts IESE. mehr...

Mehring sitzend, drei Personen stehen hinter ihm, festlich-förmlicher Rahmen

Markt Weisendorf: Zukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen

[23.04.2026] Die Gemeinde Markt Weisendorf nutzt einen Digital Twin für Planung, Steuerung und Beteiligung. Aufbauend auf dem Förderprogramm TwinBy hat die Kommune mehrere Anwendungen entwickelt, die Daten bündeln und visualisieren und so kommunale Entscheidungen unterstützen. mehr...

Gelbes Maßband auf gelbem Hintergrund.

Kassel: Digitale Hilfe für barrierefreie Wege

[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen. mehr...

Politik zu Besuch im smarten Dorf Etteln
bericht

Etteln: Klein, aber oho

[16.04.2026] Etteln beweist, dass auch kleinste Gemeinden international Maßstäbe setzen können. Als Reallabor für übertragbare kommunale Digitalisierung zeigt das Dorf, was möglich ist, wenn Technik, Politik und Zivilgesellschaft konsequent zusammenspielen. mehr...

Cover der Präsentation zur Smart City Strategie der Stadt Wolfsburg

Wolfsburg: Smarte Pionierarbeit


[13.04.2026] Im Rahmen der Modellprojekte Smart Cities hat die Stadt Wolfsburg sieben Jahre lang Pionierarbeit als bundesweites Testfeld für eine smarte Stadt geleistet. Das Förderprogramm ist Ende März nun zwar ausgelaufen, der Weg zur digitalen Modellstadt geht aber weiter. mehr...

Gera: Mit City-App auf Entdeckungstour

[10.04.2026] Eine City-App hat die Stadt Gera entwickelt. Der digitale Begleiter soll Gera für Einwohner, Besucher und Touristen gleichermaßen noch zugänglicher, informativer und komfortabler machen. mehr...

Team von Smart City Eichenzell und seine Partner auf der SCCON 2025

Eichenzell: Fundament für digitale Daseinsvorsorge

[08.04.2026] Mit einer neuen IT-Infrastruktur, einer Datenplattform und Sensoren hat die hessische Gemeinde Eichenzell das Fundament geschaffen, um eine Vielzahl an Prozessen digitalisieren und automatisieren zu können. mehr...

fünf Personen mit Preis_Gütersloh erhält DIGITAL-Award für Urban Stack

Gütersloh: Urban Stack ausgezeichnet

[02.04.2026] Für ihr Innovationsprojekt Urban Stack ist die Stadt Gütersloh mit dem DIGITAL-Award ausgezeichnet worden. In der Kategorie „Kommunen und Gemeinden über 100.000 Einwohnende“ gewann das Projekt den von der Öffentlichkeit gewählten Preis. mehr...

Fünf Personen, der in der Mitte hält ein Tablet_Gütersloh stellt Urban Stack vor
bericht

Gütersloh: Vernetzt mit Urban Stack

[01.04.2026] Von Kommunen für Kommunen: Nach diesem Prinzip hat die Stadt Gütersloh das digitale Ökosystem Urban Stack entwickelt. Durch gemeinschaftliche Weiterentwicklung können Synergien gehoben und Kosten gespart werden. Erste Interessenten gibt es bereits. mehr...

Screenshot des Digitalen Zwillings der Stadt Aachen.

Aachen / Mannheim: Verlässliche Daten für die Stadtplanung

[30.03.2026] Wie urbane Digitale Zwillinge die klimafeste Stadtplanung unterstützen können, wollen die Städte Mannheim und Aachen in dem vierjährigen Förderprojekt MACspeeDZ zeigen. Die nötigen Daten liefern im Stadtgebiet installierte Sensoren, Künstliche Intelligenz hilft bei der Aufbereitung der Messwerte. Am Ende soll ein Werkzeug entstehen, das auch andere Städte nutzen können. mehr...

Zwei Männer in neongelber Warnkleidung auf einem städtischen Platz, sie betrachten ein kleines Solarmodul

Hannover: Neue Messtechnik für alte Bäume

[27.03.2026] Im Rahmen des Projekts BlueGreenCity-KI entwickelt die Stadt Hannover KI-basierte Lösungen, um städtisches Grün klimaresilient und ressourcenschonend zu bewirtschaften. Nun wird ein neues Dendrometer erprobt, das differenzierte Analysen zum Trockenstress eines typischen Stadtbaums ermöglicht. mehr...