E-PartizipationLeichter Einstieg

Mit dem MeldooPLUS-Modul Bürgerbeteiligung bietet leanact eine Lösung an, die für verschiedene Anlässe eingesetzt werden kann.
(Bildquelle: leanct GmbH)
Die Vorteile von E-Partizipation werden in vielen Kommunen zunehmend sichtbar. Bürgerinnen und Bürger werden frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden, die Verwaltung erhält facettenreiche Einblicke in ihr kommunales Umfeld und kostspielige Konflikte lassen sich vermeiden.
Doch während große Städte oftmals bereits auf georeferenzierte Beteiligungskarten, umfangreiche Mitmachwettbewerbe und eigenständige Dialogportale setzen, stehen kleinere Kommunen vor der Herausforderung, E-Partizipation überhaupt umzusetzen. Sie haben mit knappen Ressourcen und begrenzten personellen Kapazitäten zu kämpfen, sodass Bürgerbeteiligung im Arbeitsalltag oft nur eine weitere Zusatzaufgabe bedeutet. Der Einstieg in die Bürgerbeteiligung muss allerdings nicht zwingend komplex sein. Das MeldooPLUS-Modul Bürgerbeteiligung bietet einen sanften Einstieg, mit dem die digitale Partizipation DSGVO-konform bereits in 30 Minuten starten kann.
Um E-Partizipation erfolgreich und regelmäßig zu implementieren, gilt es, im Vorfeld die gängigen Bedenken der Verwaltung aus dem Weg zu räumen. Oftmals werden hier geringe finanzielle Mittel, die Sorge vor zusätzlicher Arbeitsbelastung und die Notwendigkeit ergänzender Personalressourcen genannt.
Routineprozess statt Großprojekt
Während größere Städte teils dedizierte Budgets und separate Teams für Partizipationsaufgaben bereitstellen, müssen in kleineren Kommunen Beteiligungsaufgaben oft zusätzlich zum Tagesgeschäft übernommen werden. Herkömmliche Bürgersprechrunden in Präsenz leiden allerdings unter dem Nachteil, dass sie immer nur dieselbe Zielgruppe erreichen. Ein digitaler Kommunikationskanal ermöglicht es hingegen, mit neuen Zielgruppen Informationen auszutauschen und die gesamte Bevölkerung besser zu verstehen.
Viele Beteiligungsvorhaben scheitern nicht an fehlender Bereitschaft, sondern am Projektumfang. Die Erstellung eines Konzepts, die Suche nach einer geeigneten Plattform und deren Einrichtung sowie die Kommunikation des Projekts sind so aufwendig, dass am Ende die Zeit fehlt, um das Format zu verstetigen. Für kleinere Kommunen ist jedoch oft nicht die maximale Funktionsbreite der Beteiligungsformate entscheidend. Was zählt, ist ein wiederholbarer Standardablauf. Umfragen eignen sich als guter Einstieg, weil sie mit überschaubarem Risiko starten und schnell zu Ergebnissen führen. Zudem lassen sich Umfragen in verschiedene Fachbereiche als Routine integrieren – vom Bauamt bis zur Öffentlichkeitsarbeit.
Ein pragmatischer Weg besteht also darin, Bürgerbeteiligung nicht als Großprojekt anzulegen, sondern als wiederholbaren Routineprozess. Es ist schon viel gewonnen, wenn man mit den Bürgerinnen und Bürgern in einen Dialog tritt und einen regelmäßigen Informationsaustausch etabliert. Digitale Umfragen sind niedrigschwellig, leicht zu veröffentlichen und für verschiedene kommunale Anlässe einsetzbar.
Erste Schritte leicht gemacht
Das MeldooPLUS-Modul Bürgerbeteiligung erfordert nur wenige Schritte, um eine Umfrage zu starten: Mit der Idee für eine Umfrage beginnen, Fragen über den Formulareditor zusammenschieben und den fertigen Fragebogen mit einem Klick auf der eigenen Webseite teilen. Die Ergebnisse der Teilnehmenden erscheinen grafisch ausgewertet in einer separaten Verwaltungsoberfläche in Echtzeit. Die intuitive Bedienbarkeit des Editors ermöglicht es dabei auch ungeschulten Mitarbeitenden, in wenigen Minuten ihre erste Umfrage zu veröffentlichen.
Dieser einfache Ansatz bewältigt bereits mehrere Herausforderungen. Das einwohnerbasierte Lizenzmodell vermeidet hohe Anfangsinvestitionen in eine Bürgerbeteiligungsplattform. Fragevorlagen und gesicherte Templates ermöglichen es, Zeit zu sparen und neue Umfragen in nur wenigen Minuten zu veröffentlichen – selbst im stressigen Arbeitsalltag. In der Praxis sind die Anwendungszwecke vielfältig. Ob für die Stadtplanung, Umweltbefragung oder zur internen Abstimmung der Weihnachtsfeier. Für Kommunen, die E-Partizipation schrittweise aufbauen möchten, bieten unkomplizierte Lösungen einen guten Startpunkt. Belastbare Stimmungsbilder, erste Routinen und ein geringer interner Aufwand können die Grundlage schaffen, um Beteiligungsverfahren zukünftig weiter auszubauen und zu vertiefen. Auch hier gilt der Grundsatz: Bei jedem neuen Unterfangen ist der erste Schritt der wichtigste.
Dieser Beitrag ist in der Ausgabe Februar 2026 von Kommune21 erschienen. Hier können Sie ein Exemplar bestellen oder die Zeitschrift abonnieren.
Kirchenlamitz: Radspur-App liefert Daten aus der Praxis
[20.03.2026] Mit welcher Frequenz Radwege genutzt werden und ob es auf den Strecken Verbesserungsbedarfe gibt, will die Stadt Kirchenlamitz mithilfe einer App herausfinden. Ist die Anwendung auf dem Smartphone installiert und aktiviert, kann sie anonymisiert GPS- und Erschütterungsdaten erfassen. Auch können die Nutzerinnen und Nutzer über die App auf Gefahrenstellen oder Hindernisse hinweisen. mehr...
Bad Homburg v. d. Höhe / Friedrichsdorf / Wehrheim: Gemeinsame Beteiligungsplattform
[19.03.2026] Mit Seid Dabei haben Bad Homburg v. d. Höhe, Friedrichsdorf und Wehrheim eine gemeinsame Beteiligungsplattform gestartet, auf der jede Kommune zwar einen eigenen Bereich verwaltet, die technische Infrastruktur aber mit den anderen teilt. mehr...
Gersheim: Mehr Service mit Gerda
[27.02.2026] Die Gemeinde Gersheim hat gemeinsam mit dem Zweckverband eGo-Saar einen KI-Chatbot pilotiert, der die Verwaltung entlastet und den Bürgerservice verbessert. Der Prototyp kann künftig in allen saarländischen Kommunen eingesetzt werden. mehr...
E-Partizipation: Möglichkeiten und Grenzen
[26.02.2026] Analoge Beteiligungsformate sprechen nur eine begrenzte Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern an. Fügen Kommunen digitale Partizipationsangebote planvoll hinzu, erreichen sie mehr Zielgruppen. Wichtig ist die intelligente Kombination der beiden Ansätze. mehr...
Darmstadt: Digitalstrategie mitgestalten
[25.02.2026] Mit einer neuen Digitalstrategie will die Stadt Darmstadt wichtige Weichen für die Zukunft ihrer digitalen Verwaltung und Services stellen. In die finale Fassung sollen auch Anregungen aus der Bürgerschaft einfließen. mehr...
Nordrhein-Westfalen: Viel Zuspruch für Beteiligung NRW
[24.02.2026] Vier Jahre nach dem Start hat sich die digitale Plattform Beteiligung NRW etabliert: Mehr als 264 Kommunen und Behörden nutzen das vom Land finanzierte Portal, über das bislang rund 23.000 Verfahren abgewickelt und etwa 26 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet wurden. mehr...
Studie: Erfolgsfaktoren lokaler E-Partizipation
[23.02.2026] Eine Studie gibt erstmals einen Überblick darüber, welche digitalen Beteiligungsformate Kommunen nutzen, welche Ziele sie damit verfolgen und wie erfolgreich diese Maßnahmen sind. Es zeigen sich unter anderem strukturelle Unterschiede zwischen Großstädten, kleineren Städten sowie Gemeinden in Ost- und Westdeutschland. Fast alle Kommunen wollen mit der E-Partizipation politische Entscheidungsprozesse transparenter gestalten. mehr...
Hamburg: Bürgerbeteiligung mit offener Lizenz
[19.02.2026] Hamburg startet als erste Stadt die standardisierte Veröffentlichung von Bürgerbeiträgen unter einer Open-Data-Lizenz. Die neue Funktion kommt erstmals beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ zum Einsatz. mehr...
Halle (Saale): Kartenbasierte Bürgerbeteiligung
[12.02.2026] Die Stadt Halle (Saale) führt nun die erste interaktive, digitale Bürgerbeteiligung über die 3D-Software HAL-Plan durch. Bis zum 13. März stehen hier interaktive Themenkarten zum geplanten neuen Flächennutzungsplan der Kommune zur Verfügung. Dank eines sogenannten Storymoduls können die Rückmeldungen dazu direkt in die Karten eingetragen werden. mehr...
Offenbach: Neue Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten
[04.02.2026] Die Offenbacher Mitreden-Plattform wartet mit neuen Informations- und Beteiligungsmöglichkeiten auf. Eine Vorhabenliste zeigt nun aktuelle städtische Projekte und gegebenenfalls die Beteiligungsmöglichkeiten an. Auch können die Bürgerinnen und Bürger eigene Ideen zur Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt einreichen. mehr...
MACH: Digital unterstützter Bürgerhaushalt
[15.01.2026] Mit einer Plattform unterstützt das Unternehmen MACH Kommunen bei der Durchführung von Bürgerhaushalten. Die Plattform ist eng mit der MACH Finanzsoftware verzahnt. Der Bürgerhaushalt wird somit nicht als isoliertes Beteiligungsprojekt umgesetzt, sondern direkt in die bestehende Haushalts- und Finanzplanung integriert. mehr...
Konstanz: Themen für Bürgerrat vorschlagen
[06.01.2026] Über eine Onlineplattform können die Konstanzerinnen und Konstanzer jetzt solche Themen vorschlagen, die ihrer Meinung nach ein Bürgerrat aufgreifen sollte. Spruchreif wird ein Vorschlag dann, wenn für ihn 800 Unterschriften außerhalb der Plattform gesammelt werden können. mehr...
Pforzheim: App-Gestaltung mit Bürgern
[17.12.2025] In die Entwicklung von Stadt-App und Informationsstelen bezieht die Stadt Pforzheim die Bevölkerung ein. Die Online-Beteiligung läuft noch bis 31. Januar. mehr...
Wuppertal: Offen und lernbereit
[15.12.2025] Die Stadt Wuppertal geht neue Wege in der E-Partizipation mit dem Ziel, eine lernende Verwaltung zu schaffen, die mit jedem Beteiligungsprozess besser wird. Im Zentrum der Wuppertaler Beteiligungslandschaft steht die Plattform talbeteiligung.de. mehr...






















