Montag, 24. August 2026

HamburgBürgerbeteiligung mit offener Lizenz

[19.02.2026] Hamburg startet als erste Stadt die standardisierte Veröffentlichung von Bürgerbeiträgen unter einer Open-Data-Lizenz. Die neue Funktion kommt erstmals beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ zum Einsatz.
Screenshot von Klimaanpassung Haarburg

Beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ wird die Open-Data-Lizenz erstmals verwendet

(Bildquelle: klimaanpassung-harburg.beteiligung.hamburg)

Seit Januar 2026 werden in Hamburg Bürgerbeiträge, die über das Digitale Partizipationssystem (DIPAS) eingereicht werden, unter der Lizenz Creative Commons BY-NC-ND 4.0 veröffentlicht. Wie die Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mitteilt, kommt diese neue Funktion beim Beteiligungsverfahren „Klimaanpassung Harburg“ erstmals zum Einsatz.

Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, sagt: „Mit der Lizenzvergabe schaffen wir Transparenz darüber, wie mit den Ideen und Anregungen aus der Stadtgesellschaft umgegangen wird. Zugleich schützen wir die Beiträge und ihre Urheberinnen und Urheber. Hamburg steht für eine offene, digitale Verwaltung – und mit diesem Schritt stärken wir die Nachnutzung, das Lernen aus Beteiligung und den verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Daten.“

Claudius Lieven, Leiter der Stabsstelle Stadtwerkstatt und UDZ Stadtentwicklung, ergänzt: „Mit der offenen Lizenz schaffen wir die Voraussetzungen dafür, Beteiligungsdaten langfristig auswertbar zu machen. Indem wir ab 2026 systematisch erfassen, was Bürgerinnen und Bürger in Planungsprozesse einbringen, entsteht über die Jahre ein wertvoller Wissensbestand. Daraus lassen sich Trends, Themenschwerpunkte und stadtgesellschaftliche Entwicklungen über einzelne Verfahren hinaus erkennen.“

Vorreiter für Open Data

Künftig sollen nach Angaben der Behörde alle neuen DIPAS-Verfahren unter einer offenen Lizenz durchgeführt werden. Die Inhalte bleiben dabei anonym und unverändert. Die Lizenz erlaubt die nicht-kommerzielle Weitergabe und Nutzung – etwa für Forschung, Evaluation oder stadtplanerische Weiterentwicklung.

Mit der technischen Umsetzung in DIPAS steht die Funktion ab sofort auch anderen Städten zur Verfügung, die das Digitale Partizipationssystem nutzen. Die Lizenz kann jeweils individuell gewählt werden. Grundlage für Hamburgs Entscheidung ist laut der Pressemeldung der Stadtentwicklungsbehörde ein Gutachten, das im Transparenzportal veröffentlicht wurde. Hamburg ist damit die erste Kommune in Deutschland, die systematisch anonymisierte Beteiligungsbeiträge als Open Data bereitstellt.





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