Montag, 27. April 2026

KRZNDigitale Souveränität im Blick

[27.04.2026] Digitalministerin Ina Scharrenbach hat das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein besucht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen ihre IT unabhängiger betreiben können. Das KRZN setzt dafür bereits in vielen Bereichen auf Open Source.
Gruppenfoto vor KRZN-Gebäude

Digitalministerin Ina Scharrenbach betonte bei ihrem Besuch des KRZN die Notwendigkeit digitaler Souveränität.

v.l.: Jonas Fischer, Cigdem Bern, Ina Scharrenbach, Ingo Brohl

(Bildquelle: Kaspar Müller-Bringmann)

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein (KRZN) in Kamp-Lintfort besucht. Empfangen wurde die Ministerin von Landrat Ingo Brohl, der städtischen Beigeordneten und stellvertretenden Verbandsvorsteherin Cigdem Bern und KRZN-Geschäftsleiter Jonas Fischer. Bei dem Termin stellte der kommunale IT-Dienstleister seine Aufgaben sowie geplante Entwicklungsschritte vor. Im Zentrum des Austauschs stand die digitale Souveränität. Nach Angaben des KRZN werden Betriebssysteme und Datenbanken bereits weitgehend auf Open-Source-Basis eingesetzt. Dazu zählen unter anderem Logenio NRW, Moodle sowie verschiedene Fachverfahren, Geo-Informations- und Content-Management-Systeme.

Open Source als Grundlage

„Das KRZN ist ein sehr relevanter Partner für die Kommunen bei der Umsetzung der digitalen Transformation und für das Funktionieren von Kommunalverwaltungen. Wie das Land Nordrhein-Westfalen so setzt auch das KRZN bereits open Source-Lösungen im Arbeitsalltag der Behörden um. Digitale Souveränität heißt für uns in Nordrhein-Westfalen: handlungsfähig bleiben – heute und morgen“, sagte die Ministerin. Die Fähigkeit des Staates, zentrale digitale Prozesse eigenständig zu steuern, habe sich zu einem entscheidenden Faktor moderner Verwaltungspolitik entwickelt. Das Land setze auf offene Standards, interoperable Architekturen und ein diversifiziertes IT-Portfolio. Maßgeblich seien Funktionalität, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Gemeinsame Strategie im Blick

Landrat Brohl verwies auf die gewachsene Bedeutung des Themas für alle staatlichen Ebenen. Der Kreis Wesel strebe gemeinsam mit dem KRZN einen engen Austausch und eine strategische Abstimmung mit dem Land an, so Brohl. Dabei gehe es unter anderem um Datenschutz, digitale Infrastruktur, Unabhängigkeit von ausländischen Technologien und IT-Sicherheit.

Cigdem Bern betonte den Bedarf an abgestimmten Lösungen: „Erforderlich sind die Entwicklung einer gemeinsamen kommunal-staatlichen Strategie für Digitale Souveränität in NRW und die koordinierte Umsetzung von abgeleiteten Maßnahmen durch alle Akteure der öffentlichen Hand.“ Ein möglicher erster Schritt könne die gemeinsame Pilotierung eines digital souveränen Arbeitsplatzes auf Open-Source-Basis sein.





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