Rohde & SchwarzVerwaltung und KRITIS stärker im Fokus

Rohde & Schwarz ordnet das Sicherheitsgeschäft neu - auch, um sich mehr auf den Public Sector zu fokussieren.
(Bildquelle: alphaspirit/123rf.com)
Der Technologiekonzern Rohde & Schwarz bündelt sein Geschäft mit Netzwerk- und Cyber-Sicherheitslösungen in einer neuen Tochtergesellschaft. Dazu werden zwei bislang eigenständige Tochterunternehmen zusammengeführt, deren Angebote sich fachlich ergänzen: Der Netzwerk- und Security-Anbieter Lancom Systems und der IT-Sicherheits-Spezialist Rohde & Schwarz Cybersecurity werden zu Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity.
Lancom entwickelt Netzwerk- und Security-Lösungen für Wirtschaft, Verwaltung und öffentliche Einrichtungen, darunter WAN-, LAN- und WLAN-Hardware, Firewalls, virtuelle Netzwerkkomponenten und Lösungen für die softwarebasierte Netzwerksteuerung. Rohde & Schwarz Cybersecurity ist auf Sicherheitslösungen für Kunden mit hohen Schutz- und Zulassungsanforderungen spezialisiert, darunter Netzwerkverschlüsselung und Zero-Trust-basierte Endpoint-Sicherheit. Viele Produkte sind vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) für den Schutz von VS-NfD-eingestuften Daten zugelassen.
Mehr Fokus auf öffentliche Auftraggeber
Das neue Tochterunternehmen Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity soll künftig ein integriertes Angebot für souveräne Netzwerk- und Sicherheitslösungen bereitstellen. Neben dem klassischen Netzwerkgeschäft für Unternehmenskunden will Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity seine Angebote stärker auf den öffentlichen Sektor, kritische Infrastrukturen sowie den Sicherheits- und Verteidigungsbereich ausrichten. Das Unternehmen verweist dabei auf Entwicklung und Fertigung in Deutschland, deutsches Hosting für das Netzwerkmanagement und das vom Bundesverband IT-Sicherheit (TeleTrusT) vergebene Vertrauenszeichen „IT-Security Made in Germany“, das Lancom bereits trägt. Die stärkere Bündelung soll außerdem der internationalen Marktausrichtung dienen.
Standorte bleiben erhalten
Die neue Gesellschaft soll dann rund 500 Mitarbeitende an sechs Standorten haben: Würselen als Hauptsitz, dazu Hamburg, Karlsruhe, Köln, Berlin und München. Die bisherigen Lancom-Geschäftsführer Constantin von Reden und Robert Mallinson übernehmen zu Anfang Juli 2026 die Geschäftsführung der Rohde & Schwarz Networks and Cybersecurity, Ralf Koenzen soll die neue Gesellschaft beratend unterstützen. Am bestehenden Channel-Vertriebsmodell will das Unternehmen festhalten. Zugleich soll das Partnernetzwerk entsprechend der neuen Marktausrichtung erweitert werden, vor allem in den Segmenten Corporate, Public und KRITIS.
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