Donnerstag, 13. August 2026

WiesbadenPositive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Im Digitalen Zwilling Wiesbaden können unter anderem Fahrraddaten visualisiert werden.

(Bildquelle: Stadt Wiesbaden)

Ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres Digitalen Zwillings zieht die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden eine positive Bilanz. Das virtuelle Abbild der Stadt habe sich zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt und biete damit konkreten Nutzen für Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft, heißt es vonseiten der Stadt.


„Der Digitale Zwilling ist das digitale Nervensystem der Smart City. Er verknüpft Daten, schafft ein gemeinsames Lagebild und ermöglicht es Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft auf einer gemeinsamen Wissensbasis zusammenzuarbeiten. Nach einem Jahr sehen wir deutlich: Wer Daten teilt und intelligent vernetzt, schafft die Grundlage für eine nachhaltigere und lebenswertere Stadt“, erklärt Wiesbadens Smart-City-Dezernentin Maral Koohestanian. 

Kontinuierliche Erweiterung

Seit dem Start im Sommer 2025 (wir berichteten) wurde der Digitale Zwilling Wiesbaden laut der Stadt kontinuierlich erweitert, um durch neue Daten, Funktionen und Anwendungen städtische Entwicklungen konkret erlebbar zu machen: So liefern etwa Sensordaten zum Radverkehr erstmals detaillierte Einblicke in Nutzung und Wirkung neuer Infrastrukturmaßnahmen. Künftig können sich Bürgerinnen und Bürger zudem mithilfe von 360-Grad-Visualisierungen ein realistisches Bild von geplanten Veränderungen machen, etwa bei der Umgestaltung der Schwalbacher Straße. Langfristig soll der Digitale Zwilling dabei unterstützen, zentrale Fragen der Stadtentwicklung zu beantworten, etwa zur Verkehrsplanung, zu Klimafolgen oder zur Wirkung neuer Bauprojekte. Dafür werden schrittweise weitere Daten und Simulationsmodelle integriert.

„Der Digitale Zwilling hilft uns dabei, Planungen frühzeitig sichtbar zu machen und ihre Auswirkungen besser zu bewerten“, meint Bau- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol. „Gerade bei komplexen Verkehrs- und Infrastrukturprojekten schafft er eine neue Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen und eine transparente Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

Breites Spektrum an Themen

Wie die Stadt Wiesbaden weiter mitteilt, bildet der Digitale Zwilling ein breites Spektrum städtischer Themen ab: von Basisdaten über Verkehr und Infrastruktur bis hin zu Umwelt, Klima und Energie. Auch soziale Aspekte, Bildung, Freizeit und Kultur seien integriert. Ein neues Storytelling-Tool ermögliche es beispielsweise, komplexe Themen anschaulich und interaktiv zu vermitteln. Weitere digitale Touren, beispielsweise zur Stadtgeschichte oder zu Orten der Demokratie, seien in Vorbereitung.

Ergänzt werde das Angebot durch Inhalte zur Öffentlichkeitsbeteiligung sowie historische Pläne, welche die Entwicklung der Stadt im Zeitverlauf nachvollziehbar machen. Diese thematische Vielfalt ermögliche es unter anderem, komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen.





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