Sonntag, 12. Juli 2026

WiesbadenPositive Bilanz zum Digitalen Zwilling

[29.06.2026] Der Digitale Zwilling Wiesbaden hat sich für die Stadt seit seinem Start im Sommer vergangenen Jahres bereits zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt. 

Fahrraddaten Screenshot Digitaler Zwilling

Im Digitalen Zwilling Wiesbaden können unter anderem Fahrraddaten visualisiert werden.

(Bildquelle: Stadt Wiesbaden)

Ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres Digitalen Zwillings zieht die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden eine positive Bilanz. Das virtuelle Abbild der Stadt habe sich zu einem wichtigen Werkzeug für Planung, Beteiligung und Information entwickelt und biete damit konkreten Nutzen für Verwaltung, Politik und Stadtgesellschaft, heißt es vonseiten der Stadt.


„Der Digitale Zwilling ist das digitale Nervensystem der Smart City. Er verknüpft Daten, schafft ein gemeinsames Lagebild und ermöglicht es Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtgesellschaft auf einer gemeinsamen Wissensbasis zusammenzuarbeiten. Nach einem Jahr sehen wir deutlich: Wer Daten teilt und intelligent vernetzt, schafft die Grundlage für eine nachhaltigere und lebenswertere Stadt“, erklärt Wiesbadens Smart-City-Dezernentin Maral Koohestanian. 

Kontinuierliche Erweiterung

Seit dem Start im Sommer 2025 (wir berichteten) wurde der Digitale Zwilling Wiesbaden laut der Stadt kontinuierlich erweitert, um durch neue Daten, Funktionen und Anwendungen städtische Entwicklungen konkret erlebbar zu machen: So liefern etwa Sensordaten zum Radverkehr erstmals detaillierte Einblicke in Nutzung und Wirkung neuer Infrastrukturmaßnahmen. Künftig können sich Bürgerinnen und Bürger zudem mithilfe von 360-Grad-Visualisierungen ein realistisches Bild von geplanten Veränderungen machen, etwa bei der Umgestaltung der Schwalbacher Straße. Langfristig soll der Digitale Zwilling dabei unterstützen, zentrale Fragen der Stadtentwicklung zu beantworten, etwa zur Verkehrsplanung, zu Klimafolgen oder zur Wirkung neuer Bauprojekte. Dafür werden schrittweise weitere Daten und Simulationsmodelle integriert.

„Der Digitale Zwilling hilft uns dabei, Planungen frühzeitig sichtbar zu machen und ihre Auswirkungen besser zu bewerten“, meint Bau- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol. „Gerade bei komplexen Verkehrs- und Infrastrukturprojekten schafft er eine neue Grundlage für faktenbasierte Entscheidungen und eine transparente Kommunikation mit den Bürgerinnen und Bürgern.“

Breites Spektrum an Themen

Wie die Stadt Wiesbaden weiter mitteilt, bildet der Digitale Zwilling ein breites Spektrum städtischer Themen ab: von Basisdaten über Verkehr und Infrastruktur bis hin zu Umwelt, Klima und Energie. Auch soziale Aspekte, Bildung, Freizeit und Kultur seien integriert. Ein neues Storytelling-Tool ermögliche es beispielsweise, komplexe Themen anschaulich und interaktiv zu vermitteln. Weitere digitale Touren, beispielsweise zur Stadtgeschichte oder zu Orten der Demokratie, seien in Vorbereitung.

Ergänzt werde das Angebot durch Inhalte zur Öffentlichkeitsbeteiligung sowie historische Pläne, welche die Entwicklung der Stadt im Zeitverlauf nachvollziehbar machen. Diese thematische Vielfalt ermögliche es unter anderem, komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
Vier Personen aus dem Bad Belziger Smart-City-Team sitzen vor einer Infotafel
bericht

Serie Digitalstädte: Mehrwerte schaffen

[07.07.2026] Förderprojekte wie der Wettbewerb Modellprojekte Smart Cities sind für kleinere Kommunen wie die Stadt Bad Belzig wichtig, um mit der Digitalisierung voranzukommen. Es braucht aber sichtbare Mehrwerte, damit es anschließend weitergeht. mehr...

Mehrere Personen halten Sensoren in die Kamera

Gütersloh: Sensoren unterstützen Winterdienst

[07.07.2026] 
In Gütersloh geht das Smart-City-Projekt „Smarter Winterdienst“ in den Testbetrieb – an 13 Standorten im Stadtgebiet werden künftig Sensoren den Zustand der Fahrbahnoberfläche erfassen. mehr...

Die Stadt der Zukunft ist vernetzt.

BBSR: Smarte Praxisbeispiele für Kommunen

[06.07.2026] Das BBSR hat sein Kompendium „Smart Cities und Smart Regions“ und die dazugehörige Storymap erweitert. Die 30 neuen Beispiele zeigen, wie Kommunen aus konkreten Problemen digitale Lösungen entwickeln – und was andere Städte und Gemeinden daraus für eigene Projekte lernen können. mehr...

eine der Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: Sensoren schützen Rheinbrücken

[06.07.2026] Optische Sensoren erfassen ab sofort den Verkehr auf den beiden Rheinbrücken zwischen Mannheim und Ludwigshafen. Das von der Smart City Mannheim realisierte Monitorungprojekt soll dazu beitragen, Verkehrsströme transparent zu machen und gezielte Maßnahmen zum Schutz der Bauwerke abzuleiten. 
 mehr...

Grafik zur urbanen Datenplattform in Aalen
bericht

Aalen / Heidenheim: Hoher Praxisnutzen

[29.06.2026] In Aalen und Heidenheim wird Smart City praxisnah: Sensoren liefern Daten zu Glatteis, Pegelständen und weiteren Risiken. Eine gemeinsame Plattform verbindet diese Informationen und unterstützt Verwaltung, Feuerwehr und Bauhof im Alltag. mehr...

Mehrere Personen eröffnen die Digitalen Tage Hamm 2026 durch drücken auf einen symbolischen Startknopf

Hamm: Smart-City-Strategie beschlossen

[29.06.2026] Im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie hat die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren zahlreiche Maßnahmen angestoßen und teils bereits umgesetzt. Für den Zeitraum 2027 bis 2032 wird die Strategie nun als Smart-City-Strategie fortgeschrieben. Die Bürger können mitbestimmen, welche Themen künftig stärker in den Fokus rücken sollen. mehr...

Auf einem Monitor ist der Digitale Zwilling einer Stadt zu sehen

Serie Smart Cities, Teil 3: Mit Zwilling planen

[25.06.2026] Urbane Digitale Zwillinge erlauben es Kommunen, Daten zu ihrem Stadtgebiet strukturiert sichtbar und für Entscheidungen nutzbar zu machen, etwa in der Verkehrs- oder Wärmeplanung. Beim Aufbau eines Digitalen Zwillings lohnt es sich, auf Kooperation zu setzen. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...