ZenDiSopenDesk-Partnerprogramm startet

Die Nachfrage nach Open-Source-Lösungen, die mehr digitale Souveränität versprechen, wächst.
(Bildquelle: boygointer/123rf.com)
Das Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDiS) öffnet neue Vertriebs- und Betriebswege für seine Office- und Kollaborationssuite openDesk. Erstmals können auch privatwirtschaftliche Cloud-Service-Provider und IT-Dienstleister eigene Angebote auf Basis der Enterprise-Version aufbauen. Mit einem neuen Partnerprogramm will das ZenDiS nach eigenen Angaben auf die hohe Nachfrage aus Verwaltung und Wirtschaft reagieren und die Verbreitung von openDesk beschleunigen. Die Suite basiert auf Open-Source-Lösungen aus Deutschland und Europa (wir berichteten) und wurde im Oktober 2024 eingeführt.
Drei Partnerkategorien zum Start
Zum Start sucht das ZenDiS drei Arten von Partnern. Das sich das ZenDiS zu 100 Prozent in der Hand des Bundes befindet, werden diese über ein offizielles Zulassungsverfahren gesucht.
- Autorisierte Distributoren sollen Cloud-Anbieter und IT-Dienstleister mit openDesk-Subskriptionen versorgen und die künftige Reseller-Landschaft betreuen.
- Als Approved Sovereign Service Provider können Cloud-Anbieter openDesk als Software as a Service bereitstellen. Dafür verlangt das ZenDiS unter anderem ein BSI-C5-Testat und SEAL-Level 3 des European Cloud Sovereignty Frameworks.
- Die dritte Kategorie richtet sich an Systemintegratoren mit Open-Source- und Kubernetes-Expertise sowie Erfahrung mit Aufbau und Betrieb von openDesk. Die Teilnahme am Zulassungsverfahren ist ab sofort möglich.
In den kommenden Wochen plant das ZenDiS zudem die Einführung weiterer Partner-Kategorien, darunter Approved Consulting Partner, die Beratungsleistungen rund um openDesk anbieten.
Reseller ohne kompliziertes Zulassungsverfahren
Auch IT-Dienstleister, welche die Anforderungen an die Approved-Partner nicht erfüllen, sollen künftig Angebote auf Basis der openDesk Enterprise Edition entwickeln können. Sie werden als Reseller über die offiziellen Distributoren betreut und müssen kein eigenes Zulassungsverfahren beim ZenDiS durchlaufen. Weitere Kategorien sind bereits geplant, darunter Partner für Beratungsleistungen. „Mit dem openDesk-Partnerprogramm liefern wir eine Antwort auf die enorme Nachfrage nach unserer souveränen Office- und Kollaborationssuite. Kunden aus Verwaltung und Wirtschaft können künftig aus einer Vielzahl professioneller Angebote wählen“, sagt ZenDiS-Geschäftsführerin Pamela Krosta-Hartl.
Zusätzlicher Bezugsweg über govdigital
Parallel baut das ZenDiS die Zusammenarbeit mit öffentlichen IT-Dienstleistern aus. Gemeinsam mit der Genossenschaft govdigital ist ein Software-as-a-Service-Angebot für openDesk geplant, das über den Marktplatz Deutschland Digital und den gd.Cloud-Broker bereitgestellt werden soll. Mitglieder von govdigital und deren Träger könnten die Suite damit über bestehende Beschaffungs- und Abrufstrukturen beziehen. openDesk-Subskriptionen für den SaaS- oder On-Premises-Betrieb sind nach Angaben des ZenDiS bereits heute über govdigital ausschreibungsfrei erhältlich.
München: Open Source für Server-Virtualisierung
[30.10.2026] Die Landeshauptstadt München setzt bei der Virtualisierung ihrer IT-Infrastruktur künftig verstärkt auf Open Source. Mit einer hybriden Strategie will die Stadt ihre Abhängigkeit von einzelnen Herstellern verringern und Lizenzkosten besser steuern. mehr...
Registermodernisierung: Was Kommunen jetzt tun sollten
[28.10.2026] Die Registermodernisierung nimmt Fahrt auf. Was Kommunen bereits jetzt vorbereiten können, welche Erfahrungen erste Pilotprojekte liefern und wie gemeinsame IT-Lösungen die Umsetzung erleichtern sollen, diskutierten Experten im Webinar „Kommune21 im Gespräch“. mehr...
Darmstadt: Leuchtturmpolitik ist beendet
[26.10.2026] Ein massiver Ausfall des E-Mail-Systems hat in Darmstadt die Schwachstellen einer über Jahre gewachsenen IT-Infrastruktur offengelegt. Im Interview mit Kommune21 sprechen Oberbürgermeister Hanno Benz und Digitalisierungsdezernent Holger Klötzner über die Konsequenzen, welche die Stadt aus dem Vorfall zieht. mehr...
Registermodernisierung: Gemeinsam zum cloudbasierten Register
[22.10.2026] AKDB, Komm.ONE, ekom21 und Dataport wollen eine gemeinsame Plattform für Register-as-a-Service entwickeln und betreiben. Cloudbasierte Dienste und standardisierte Adapter sollen den Anschluss von Registern an die Infrastruktur der Registermodernisierung vereinfachen. mehr...
Böblingen: IT-Support teilweise ausgelagert
[13.10.2026] Die Stadt Böblingen hat die Erstannahme von IT-Störungen und Anwenderanfragen an den IT-Dienstleister enthus vergeben. Damit will die Verwaltung ihre IT-Abteilung entlasten und Kosten sparen. Die Bearbeitung der Störungen und die Verantwortung für die Fachverfahren bleiben bei der Stadt. mehr...
Cloud-Infrastruktur: Souveräne Smart City
[07.10.2026] Smarter, vernetzter, bürgerfreundlicher und trotzdem digital souverän. Städte und Gemeinden müssen sich modernisieren und gleichzeitig die Herrschaft über ihre digitale Zukunft behalten. Eine standardisierte und interoperable Cloud-Architektur hilft dabei. mehr...
RPM Technical Solutions: Rechenzentren modernisieren – bei laufendem Betrieb
[06.10.2026] Rechenzentren müssen technisch up to date sein, um Performance und Sicherheit zu gewährleisten. Sie im Live-Betrieb ohne Ausfälle umzubauen, ist anspruchsvoll. Der Rechenzentrumsspezialist RPM Technical Solutions erläutert in einem Fachbeitrag, wie worauf es dabei ankommt. mehr...
KDN sozial: Registermodernisierung einfach erklärt
[01.10.2026] Die Registermodernisierung gilt als Basis für eine effiziente und bürgerfreundliche Verwaltung. Doch was ändert sich dadurch eigentlich für die Hersteller und Anwender von Fachverfahren? Ein Informationsangebot von KDN.sozial erläutert die wichtigen Basics. mehr...
Hessen: Land fördert Low Code für Kommunen
[17.09.2026] Der Main-Kinzig-Kreis will die Open-Source-Plattform Limbas für den Einsatz in Kommunalverwaltungen weiterentwickeln. Das Land Hessen unterstützt das Projekt OSLOCO-Hessen mit rund 1,3 Millionen Euro. Verwaltungen sollen damit eigene Anwendungen ohne spezielle Programmierkenntnisse erstellen können. mehr...
Baden-Württemberg: Kommunalregister vor dem Umbau
[05.08.2026] Kommunen müssen ihre Register fit für die Zukunft machen. Baden-Württemberg ist mit einer Kick-off-Veranstaltung zum Identitätsdatenabruf der Kommunalregister den ersten Schritt zur Umsetzung gegangen. Informationsmaterialien zur RegMo und der Veranstaltung sollen in Kürze zur Verfügung stehen. mehr...
Eichenzell: Infrastruktur setzt Maßstäbe
[24.07.2026] Mit einer kommunalen Datenplattform sowie vernetzter Sensorik hat die hessische Gemeinde Eichenzell ein starkes Fundament für die digitale Daseinsvorsorge gelegt. Perspektivisch soll die Infrastruktur auch von Nachbarkommunen genutzt werden können. mehr...
IT-Dienstleister: Next Level IT
[22.07.2026] Das Programm Komm2IT arbeitet daran, Kompetenzen zu bündeln, Doppelstrukturen zu reduzieren und landesweit einheitliche, stabile Lösungen für die Kommunen zu schaffen. mehr...
IT-Dienstleister: Kompetenzen vereinen
[22.07.2026] Stephan Brinkmann und Lennart Schaer sprechen als Leiter über das Programm Komm2IT. mehr...
regio iT: Energieeffizientes Rechenzentrum
[14.07.2026] In Aachen hat der kommunale IT-Dienstleister regio iT sein neues Rechenzentrum namens EURaix Evolution (EVO) in Betrieb genommen. Es soll Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen. mehr...


















