Open Source WettbewerbBamberg und Halle ausgezeichnet

Jurymitglieder mit Finalisten des Open Source Wettbewerbs 2026.
(Bildquelle: Simon Salzig)
Die Städte Bamberg und Halle (Saale) zählen zu den Preisträgern des Open Source Wettbewerbs 2026. Die Auszeichnungen wurden vergangene Woche auf der Smart Country Convention (SCCON) in Berlin vergeben, nachdem zwölf Finalisten ihre Projekte in Live-Pitches vorgestellt hatten. Besonders erfolgreich war die Stadt Bamberg, die mit ihrem Projekt BaKIM die erstmals ausgeschriebene Kategorie Künstliche Intelligenz gewann. Damit wurde eine kommunale Lösung in einem Themenfeld ausgezeichnet, das für die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Auch die Stadt Halle (Saale) konnte sich über eine Auszeichnung freuen. Ihr Projekt HAL-Plan erhielt den Community Award. Bei der öffentlichen Abstimmung zum Wettbewerb wurden insgesamt mehr als 6.000 Stimmen abgegeben.
Kommunen als Open-Source-Akteure
Die beiden Auszeichnungen unterstreichen die Rolle der Kommunen bei der Entwicklung und Nutzung quelloffener Software. Open-Source-Lösungen bieten Städten, Gemeinden und Landkreisen die Möglichkeit, digitale Anwendungen unabhängig von einzelnen Herstellern einzusetzen, an eigene Anforderungen anzupassen und gemeinsam mit anderen Verwaltungen weiterzuentwickeln.
Neben den kommunalen Gewinnern wurden auch Projekte aus Landes- und Bundesbehörden prämiert. In der Kategorie Fachverfahren gewann XMAS vom Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg. Der Preis für interne Verwaltungsanwendungen ging an F13 vom InnoLab_bw des Staatsministeriums Baden-Württemberg. In der Kategorie Transformation wurde KoliBri vom Informationstechnikzentrum Bund (ITZBund) ausgezeichnet. Den Sonderpreis Strategie & Leadership erhielt Markus Richter aus dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.
Wettbewerb wächst weiter
Insgesamt gingen bei der zweiten Ausgabe des Wettbewerbs 65 Bewerbungen ein. Auch das Community-Voting stieß mit mehr als 6.000 Stimmen auf eine deutlich größere Resonanz als im Vorjahr. „Die Projekte in diesem Jahr haben eindrucksvoll gezeigt, wie viel Innovationskraft in der Verwaltung steckt, wenn sie auf Open Source setzt und Lösungen mit anderen teilt“, sagte Peter H. Ganten, Vorstandsvorsitzender der Open Source Business Alliance (OSBA).
Die OSBA veranstaltet den Wettbewerb seit 2025. Das Zentrum für Digitale Souveränität (ZenDiS) begleitet ihn als ideeller Träger, während SUSE und Capgemini die Durchführung unterstützen. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung übernommen.
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