Montag, 14. September 2026

KölnGA-Lotse fürs Gesundheitsamt

[14.09.2026] Köln wird künftig die vom Gesundheitsamt Frankfurt am Main entwickelte Open-Source-Software GA-Lotse einsetzen. Beide Städte wollen ihre Erfahrungen in die weitere Entwicklung einbringen und die Lösung mit bestehenden Anwendungen verknüpfen.

Die Stadt Köln führt jetzt die von der Stadt Frankfurt am Main entwickelte Open-Source-Lösung GA-Lotse für ihr Gesundheitsamt ein.

(Bildquelle: RAVI TRIPATHI/unsplash)

Die Stadt Köln führt die Open-Source-Software GA-Lotse für ihr Gesundheitsamt ein. Damit kommt die in Frankfurt am Main entwickelte Lösung erstmals in einer weiteren Millionenstadt und außerhalb Hessens zum Einsatz. Wie die Städte Frankfurt und Köln mitteilen, wollen die beiden Gesundheitsämter bei der Weiterentwicklung der Software eng zusammenarbeiten.

GA-Lotse dient dazu, Arbeits- und Verwaltungsprozesse in Gesundheitsämtern digital abzubilden. In Frankfurt ist die Software seit Oktober 2024 im Einsatz. Die Lösung besteht aus einem Basismodul und verschiedenen Fachmodulen, sodass unterschiedliche Prozesse auf einer gemeinsamen Plattform bearbeitet werden können. Offene Schnittstellen sollen zudem den Datenaustausch erleichtern.

„Mit der Nutzung durch die Stadt Köln geht GA-Lotse den nächsten wichtigen Schritt“, sagt Frankfurts Sozial- und Gesundheitsdezernentin Elke Voitl. Die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg solle dazu beitragen, Prozesse in den Gesundheitsämtern zu vereinfachen. Kölns Sozial- und Gesundheitsdezernent Harald Rau sieht in digitalen Prozessen insbesondere eine Möglichkeit, Leistungen einfacher und schneller zugänglich zu machen und zugleich persönliche Beratung dort zu erhalten, wo sie benötigt werde.

Die Software folgt nach Angaben der Städte dem Prinzip „Public Money, Public Code“. Ihr Quellcode steht unter offenen Lizenzen zur Verfügung. Öffentliche Einrichtungen können bestehende Module übernehmen, an eigene Anforderungen anpassen oder sich an der Weiterentwicklung beteiligen. Die Erfahrungen aus dem Einsatz in Köln sollen künftig ebenfalls in die Entwicklung von GA-Lotse einfließen.

Darüber hinaus wollen Frankfurt und Köln GA-Lotse mit der Kölner Software KISO (Kölner Infektionsschutz online) verknüpfen. KISO wurde in den vergangenen drei Jahren mit einem externen Dienstleister entwickelt und umfasst bislang Module für Hitze- und Infektionsschutz. Ziel der Zusammenarbeit ist es laut den Städten, den modularen Ansatz auszubauen und das erweiterte digitale Angebot perspektivisch auch anderen Kommunen zur Verfügung zu stellen.

Köln bezieht GA-Lotse über den Marktplatz Deutschland Digital von govdigital. Entwickelt wurde die Software in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege. Die Finanzierung erfolgte im Rahmen des Pakts für den Öffentlichen Gesundheitsdienst mit EU-Mitteln aus NextGenerationEU.





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