Dienstag, 3. November 2026

re@di-NetzwerkStädte bekräftigen Zusammenarbeit

[03.11.2026] Beim diesjährigen re@di-Tag in Bühl haben sich mehr als 70 Vertreterinnen und Vertreter aus neun baden-württembergischen Städten über digitale Lösungen für die kommunale Verwaltung ausgetauscht. Mit einer aktualisierten Willensbekundung bekräftigten die beteiligten Kommunen ihre weitere Zusammenarbeit.
Gruppenbild Teilnehmer re@adi-Tag 2026

Mehr als 70 Führungskräfte und Mitarbeitende tauschten sich beim re@di-Tag über innovative Lösungen für die Verwaltungsdigitalisierung aus.

Vorne v.l.: Bürgermeister Dr. Tobias Krammerbauer (Baden-Baden); Oberbürgermeister Sven Weigt (Bruchsal); Oberbürgermeister Johannes Arnold (Ettlingen); Oberbürgermeister Michael Pfeiffer (Gaggenau); Oberbürgermeister Sebastian Schrempp (Rheinstetten); Oberbürgermeister Matthias Bauernfeind (Bühl). Dahinter: Führungskräfte und Mitarbeitende der neun re@di-Städte.

(Bildquelle: Marius Merkel / Stadt Bühl)

Wie können Kommunen durch den Einsatz neuer Technologien ihre Verwaltungsprozesse effizienter gestalten und den Bürgerservice verbessern? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des diesjährigen re@di-Tags in Bühl. Mehr als 70 Führungskräfte und Mitarbeitende der neun beteiligten baden-württembergischen Städte nutzten die Veranstaltung, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über innovative Lösungen für die Verwaltungsdigitalisierung zu diskutieren.

Die Stadt Baden-Baden stellte dabei zwei bereits in der eigenen Verwaltung eingesetzte Technologien vor: eine Low-Code-Plattform, mit der sich digitale Anwendungen mit geringem Programmieraufwand entwickeln lassen, sowie eine KI-gestützte Lösung zur Erfassung von Verwaltungsprozessen. Beide Ansätze sollen dazu beitragen, Abläufe zu optimieren und Mitarbeitende von zeitaufwendigen Routinetätigkeiten zu entlasten.

„Der Austausch im re@di-Netzwerk ist ein wesentlicher Beschleuniger für uns“, erklärte Baden-Badens Bürgermeister Tobias Krammerbauer. Indem die Kommunen neue Technologien gemeinsam diskutierten und bewährte Ansätze teilten, entstehe ein praktischer Nutzen für Verwaltungsmitarbeitende sowie Bürgerinnen und Bürger.

Das interkommunale Netzwerk re@di (regional.digital) wurde 2019 gegründet. Ihm gehören die Städte Baden-Baden, Bretten, Bruchsal, Bühl, Ettlingen, Gaggenau, Rastatt, Rheinstetten und Stutensee an. Ziel ist es, Erfahrungen und Wissen zu bündeln, Synergien zu nutzen und gemeinsam digitale Lösungen für die kommunale Praxis voranzubringen (wir berichteten). Ein Beispiel für gemeinsame Digitalisierungsvorhaben ist die Nachnutzung des auf Open Source basierenden Videokonferenzdienstes Palim-Palim, den die Stadt Bühl entwickelt hatte und der anschließend auch in Bruchsal angeboten wurde (wir berichteten).

Ein deutliches Signal für die Fortsetzung der Kooperation setzten die Oberbürgermeister und Bürgermeister der neun Städte mit der Unterzeichnung einer aktualisierten Willensbekundung. Damit bekräftigten sie ihren Anspruch, die digitale Transformation ihrer Verwaltungen auch künftig gemeinsam voranzutreiben.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Politik
Nahaufnahme einer Laptoptastatur, einzelne tippende Hand

Hessen: Über 300 Kommunen erhalten Digitalförderung

[03.11.2026] Das Land Hessen unterstützt mehr als 300 Kommunen mit rund 7,9 Millionen Euro bei der Digitalisierung ihrer Verwaltungen. Gefördert werden Basistechnologien wie E-Akten und digitale Bezahlsysteme. Finanzschwächere Kommunen erhalten höhere Förderquoten. mehr...

bericht

AKDB-Kommunalforum: Schulterschluss für den digitalen Staat

[02.11.2026] Auf der Pressekonferenz zum 7. AKDB-Kommunalforum sprachen Bayerns Digitalminister Fabian Mehring sowie die AKDB-Vorstände Rudolf Schleyer und Gudrun Aschenbrenner über die Zukunft der Verwaltungsdigitalisierung. Im Mittelpunkt standen die digitale Dividende, Cyber-Sicherheit, digitale Souveränität und die Weiterentwicklung der AKDB zum zentralen kommunalen IT-Dienstleister. mehr...

Gruppenbild auf Wiese

DStGB: Nicht ohne kommunale Ebene

[02.11.2026] Der Digitalisierungsausschuss des DStGB fordert eine frühzeitige Einbindung der Kommunen in Digitalvorhaben des Bundes. Bei seiner Herbsttagung ging es um gemeinsame IT-Basiskomponenten und eine stärkere Beteiligung an der Wertschöpfung von Rechenzentren. mehr...

Hessen: Rechenzentren sollen Kommunen mehr einbringen

[26.10.2026] Rechenzentren beanspruchen kommunale Flächen und Infrastruktur. Die geplante Gewerbesteuerreform soll den Standortgemeinden höhere Einnahmen bringen. Das Land Hessen hat im Bundesrat Nachbesserungen verlangt, damit die Regelung möglichst viele Betreiber erfasst. mehr...

Wehende Flagge mit dem Landeswappen von Sachsen.

Sachsen: Fünf Online-Dienste landesweit

[26.10.2026] Der Freistaat Sachsen und der Bund haben vereinbart, fünf Online-Dienste bis Ende Juni 2027 in allen zuständigen Kommunalbehörden bereitzustellen. Der Bund finanziert die technische Anbindung, die govdigital gemeinsam mit dem kommunalen IT-Dienstleister Lecos übernimmt. mehr...

Ein neuer virtueller Marktplatz soll Kommunen die einfache Nachnutzung von EfA-Diensten ermöglichen.
bericht

Sachsen-Anhalt: Marktplatz für Lösungen

[20.10.2026] Sachsen-Anhalt treibt die Digitalisierung seiner Verwaltung mit einem klaren Fokus auf Nachnutzung und Standardisierung voran. Ein zentrales Instrument ist dabei der „eGovernment-Marktplatz Sachsen-Anhalt“. mehr...

bericht

Smart Country Convention: Wildberger kündigt weitere Schritte an

[19.10.2026] Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat auf der Smart Country Convention 2026 in Berlin den Ausbau zentraler digitaler Verwaltungsdienste, die Weiterentwicklung des Deutschland-Stacks und neue KI-Anwendungen angekündigt. mehr...

Baden-Württemberg: Schneller Roll-out statt vieler Einzellösungen

[19.10.2026] Baden-Württemberg hat mit dem Bund vereinbart, fünf bestehende Online-Dienste innerhalb von neun Monaten bei allen zuständigen Behörden im Land verfügbar zu machen. Ein zentral organisierter Anschlussprozess soll die Kommunen bei der Umsetzung unterstützen. mehr...

Eine Hand hält ein weißes Puzzlestück über einen Holztisch, auf dem ein weiteres Puzzleteil liegt

GovTech Kommunal: Kein Ersatz, sondern Ergänzung

[15.10.2026] In der Debatte um mögliche Parallelstrukturen bei der Verwaltungsdigitalisierung hat GovTech Deutschland auf die Kritik der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der Kommunalen IT-Dienstleister, Vitako, reagiert. In einer Stellungnahme weisen die Verantwortlichen die Vorwürfe zurück, erläutern die Rolle von GovTech Kommunal und bieten den kommunalen IT-Dienstleistern eine Zusammenarbeit an. mehr...

Sechs leere gelbe Stühle stehen in einer Reihe vor einer weißen Wand

Bitkom-Umfragen: Online aufs Amt bleibt (noch) die Ausnahme

[15.10.2026] Die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung macht Fortschritte, bleibt aber hinter den Erwartungen von Bürgerinnen, Bürgern und Unternehmen zurück. Das zeigen zwei aktuelle Bitkom-Umfragen. Insbesondere fehlende durchgängig digitale Verfahren und Medienbrüche sorgen für Unzufriedenheit. mehr...

Entspannter junger Mann mit Handy auf einem hellen Sofa.

Deutschland-App: Zentrale Projektdetails bleiben offen

[15.10.2026] Die Modernisierungsagenda föderal sieht unter anderem die Umsetzung einer KI-unterstützten Deutschland-App vor, die einen zentralen, komfortablen Zugang zu digitalen Verwaltungsverfahren bieten soll. Mit dem aktuellen Umsetzungsstand, der Vergabe und Auftragsvolumina befasste sich jetzt der Bundestag. mehr...

bunte Holztürme, die nebeneinander auf einem Holzfußboden stehen

Vitako: Warnung vor neuen Parallelstrukturen

[09.10.2026] Mit GovTech Kommunal ist Ende 2025 ein neuer Akteur für die kommunale Verwaltungsdigitalisierung gestartet. Der Verband Vitako sieht dessen Aktivitäten kritisch. In einem Positionspapier warnt er vor Doppelstrukturen, zusätzlichen Kosten und einer weiteren Zersplitterung der kommunalen IT-Landschaft und fordert, lieber bestehende föderale und kommunale Strukturen zu stärken. mehr...

Hessen: Positive Halbzeitbilanz

[05.10.2026] Hessen zieht eine positive Halbzeitbilanz seines Pilotprojekts mit dem Bundesdigitalministerium zur flächendeckenden Einführung digitaler Verwaltungsleistungen. Bei der An- und Ummeldung sind bereits mehr als 90 Prozent der Kommunen angeschlossen. mehr...

Körniges Schwarz-Weiß-Foto, Großraum-Büro mit vielen Arbeitsplätzen und Ordnern und Drehregister

Deutscher Städtetag: i-Kfz-Bund greift zu kurz

[24.09.2026] Der Deutsche Städtetag hält die geplante Zentralisierung der Kfz-Zulassung beim Bund für unzureichend. Der Bund wolle vor allem bereits digitalisierte Standardverfahren übernehmen, während aufwendige Fälle bei den Kommunen blieben. Eine spürbare Entlastung sei so kaum zu erwarten. mehr...