Donnerstag, 5. November 2026

MünchenStadtplanung spielerisch mitgestalten

[05.11.2026] Mit einem digitalen Beteiligungsspiel hat München erprobt, wie sich Jugendliche stärker in die Stadtplanung einbeziehen lassen. Welche Erfahrungen die Stadt dabei gesammelt hat und was andere Kommunen daraus lernen können, ist Thema eines Online-Praxistalks am 10. Dezember 2026.

Mit einem Beteiligungsspiel hat das Forschungsprojekt DeineStadt erprobt, wie sich junge Menschen stärker an der Stadtplanung beteiligen lassen.

(Bildquelle: wer denkt was GmbH)

Wie lassen sich junge Menschen stärker an der Stadtplanung beteiligen? Die Landeshauptstadt München hat dazu im Forschungsprojekt DeineStadt ein digitales Beteiligungsspiel entwickelt und erprobt. Wie das beteiligte Unternehmen wer denkt was mitteilt, werden die Ergebnisse am 10. Dezember 2026 in einem kostenfreien Online-Praxistalk vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen die Erfahrungen aus dem Projekt und die Frage, inwieweit sich der Ansatz auf andere Kommunen übertragen lässt.

Drei Jahre lang hat München gemeinsam mit der Technischen Universität Darmstadt, dem Unternehmen High Vision und dem Beteiligungsdienstleister wer denkt was an dem Projekt gearbeitet. Entstanden ist ein Spiel, das einen realistischen dreidimensionalen Stadtraum der Münchner Sonnenstraße und des Herzog-Wilhelm-Parks abbildet. Jugendliche können darin kurze Aufgaben lösen, verschiedene Planungsvarianten kennenlernen und ihre Einschätzungen direkt im Spiel abgeben.

Das Spiel wurde gemeinsam mit jungen Menschen und Fachleuten aus der Stadtplanung entwickelt. Anschließend untersuchten die Projektpartner den Ansatz in einer Vergleichsstudie mit Münchner Schulklassen. Nach Angaben von wer denkt was zeigte sich dabei, dass das Format vor allem jüngere Jugendliche anspricht. Zugleich habe das Projekt verdeutlicht, dass ein digitales Beteiligungsangebot allein nicht ausreiche, um junge Menschen zu erreichen.

Im Praxistalk erläutert Professorin Kerstin Langer vom Mobilitätsreferat der Landeshauptstadt München die Erfahrungen aus dem Projekt. Dabei soll es unter anderem darum gehen, welche Beteiligungsformate sich für unterschiedliche Altersgruppen eignen und wie die Rückmeldungen der Jugendlichen in kommunale Planungsprozesse einfließen können. Auch die technischen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen für den Einsatz solcher Anwendungen sollen zur Sprache kommen.

Die rund einstündige Online-Veranstaltung findet am Donnerstag, 10. Dezember 2026, von 10 bis 11 Uhr statt. Die Teilnahme ist kostenfrei.





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