Mittwoch, 24. Juni 2026

DarmstadtBilanz des Förderprojekts

[29.11.2021] Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat gemeinsam mit der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie eine positive Bilanz der Förderung durch das Land Hessen gezogen. So hat die Stadt vier Jahre lang ideelle und finanzielle Unterstützung erhalten, um sich zur digitalen Stadt weiterzuentwickeln. Diese Förderung läuft nun Ende des Jahres aus.
Die Digitalstadt Darmstadt hat jetzt eine positive Bilanz der Förderungen gezogen

Die Digitalstadt Darmstadt hat jetzt eine positive Bilanz der Förderungen gezogen, die es vom Land Hessen erhalten hat, um sich zur Digitalstadt zu entwickeln.

(Bildquelle: © Digitalstadt Darmstadt)

Mit dem Ende dieses Jahres läuft die finanzielle Landesförderung aus, welche die Wissenschaftsstadt Darmstadt vom Land Hessen erhalten hat, um sich zur digitalen Stadt zu entwickeln. Aus diesem Anlass hat die Digitalstadt Darmstadt gemeinsam mit der Hessischen Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung Professorin Kristina Sinemus, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch und Darmstadts Chief Digital Officer Professor Michael Waidner bei einer virtuellen Pressekonferenz Bilanz gezogen. Dies teilt das Hessische Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung mit.
Kristina Sinemus erläutert: „Darmstadt hat seit dem Gewinn des Titels Digitale Stadt im Jahr 2017 bestmöglich in die Zukunft investiert. Und nicht nur das: Mit einem breiten strategischen Ansatz wurden die Landesfördermittel in Höhe von fünf Millionen Euro klug eingesetzt, sodass nahezu alle kommunalen Handlungsfelder einen messbaren Entwicklungsschub vollziehen konnten. Besonders bemerkenswert ist, dass den Bürgerinnen und Bürgern kein fertiges Ergebnis präsentiert wurde, sondern dass sie in einem umfangreichen, transparenten Prozess beteiligt wurden. Diese Vorgehensweise entspricht ganz der Digitalstrategie des Landes Hessen, nach der die Digitalisierung kein Selbstzweck sein darf und nach der der Mensch im Mittelpunkt steht.“
Die Ministerin betonte außerdem, Darmstadt habe sich zu einer Modellkommune für Hessen und den Bund entwickelt. Der Transfer der Erkenntnisse und Lösungen aus Darmstadt auf andere hessische Kommunen sei von Beginn der Förderperiode an mitgedacht worden mit dem Ziel, ganz Hessen zu einer smarten Region zu entwickeln.

Blaupause für andere Kommunen

Jochen Partsch ergänzte: „2017 sind wir als Digitalstadt Darmstadt gestartet, wofür es damals keine stadtplanerischen Blaupausen aus anderen Städten oder Gemeinden gab. Als Pionier haben wir uns damals sodann das Ziel gesetzt, die Digitalisierung unserer Daseinsvorsorge im Sinne der Bürgerinnen und Bürger umzusetzen und ein europäisches Gegenmodell zur asiatischen Smart City zu erschaffen. Und so ist es uns gelungen, digitale Souveränität zu etablieren, und wir konnten auch ganz praktisch greifbare Mehrwerte für unsere ökologischen, ökonomischen und sozialen Ziele mit der Digitalisierung erreichen. Beispielsweise sind intelligente Müllentsorgung und Verkehrsleitung mit KI oder auch digitale Medienbildung auch in anderen Kommunen zur Agenda geworden. Was mich im Rückblick ganz besonders freut, ist die Tatsache, dass sich unsere Idee, die Digitalisierung als stadtplanerisches Werkzeug zu nutzen, sehr erfolgreich durchsetzen konnte. Wir setzen heute digitale Anwendungen ein, um Darmstadt noch lebenswerter auszugestalten – und sind damit zum Vorreiter und zur ersten Blaupause für andere Kommunen geworden. Ein wichtiger Baustein hierfür war die finanzielle und persönliche Unterstützung durch das Land Hessen, für die ich mich erneut bedanken möchte.“
Dem Hessischen Ministerium für Digitale Strategie und Entwicklung zufolge endet die Erfolgsgeschichte der Digitalstadt Darmstadt mit dem Auslaufen der Finanzierung nicht. Die etablierten Strukturen, zu denen inzwischen auch ein digitales Stadtlabor gehöre, sollen im Rahmen der bundesweiten Förderung Smart Cities Made in Germany durch das Bundesministerium des Innern (BMI) fortgesetzt werden. Schwerpunkte der zukünftigen Digitalstadt-Entwicklung seien Klimaresilienz und Wasser-Management in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Strategiephase für die neue Förderung habe bereits 2021 begonnen und werde in ihrem weiteren Verlauf ausarbeiten, was in dem neuen Förderzeitraum von sieben Jahren mit dem Finanzvolumen von 13,3 Millionen Euro umgesetzt wird.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Smart City
bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (2) – Nachnutzung braucht Struktur

[24.06.2026] Die Modellprojekte Smart Cities haben viele erfolgreiche Lösungen und auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit hervorgebracht. Nun geht es darum, entstandene Netzwerke, Unterstützungsangebote und Entwicklungsgemeinschaften zu verankern - nur so können die Pilotprojekte breit nachgenutzt werden. mehr...

Vektorgrafik einer Smart City.

BBSR: Die Wirkung von Smart-City-Vorhaben darstellen

[24.06.2026] Smarte digitale Projekte stärken die regionale Wirtschaft – aber oft indirekt. Das erschwert es Kommunen, den konkreten Nutzen zu benennen und argumentativ zu vertreten, etwa gegenüber Politik oder Projektpartnern. Eine Praxishilfe erklärt, wie Kommunen solche Effekte erkennen und verständlich vermitteln können. mehr...

Hand mit einem Smartphone auf dem die Temperatur mit 40 Grad Celsius angegeben wird
bericht

Klimawandel: Daten gegen den Hitzestress

[23.06.2026] Auf die Herausforderungen des Klimawandels können Städte nicht nur mit baulich-physischen Maßnahmen reagieren. Auch der Aus- und Umbau der digitalen Dateninfrastruktur und die systematische Organisation klimarelevanter Daten stärken die kommunale Resilienz. mehr...

bericht

MPSC: Vom Piloten zur Praxis (1) – Zusammenarbeit statt Insellösungen

[23.06.2026] Seit 2019 gibt es das Fördervorhaben Modellprojekte Smart Cities, über 70 Kommunen und Regionen haben bisher teilgenommen. Dabei entstanden nicht nur viele erfolgreiche technische Lösungen, sondern auch neue Formen kommunaler Zusammenarbeit – für viele Beteiligte ein entscheidender Faktor. mehr...

Bodensensor in einer Straße in Gütersloh

Gütersloh: Sensoren erfassen Parkplatzauslastung

[12.06.2026] Mit Bodensensoren erfasst die Stadt Gütersloh zurzeit die Auslastung von vier Fahrzeugstellplätzen an der Königstraße. Die Daten sollen in die Planungen zur Umgestaltung des Kreuzungsbereichs zur Hohenzollernstraße einfließen, der ein Unfallschwerpunkt ist. mehr...

Screenshot BBSR-Studie zu digitalen Zwillingen

Studie: Digitale Zwillinge in der Praxis

[10.06.2026] Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat eine neue Veröffentlichung zum Thema urbane Digitale Zwillinge herausgegeben, die im Rahmen der Begleitforschung der Modellprojekte Smart Cities entstanden ist. mehr...

Stadt, Bäume und Internet of Things Sensorien Symbolisch
bericht

Serie Smart Cities, Teil 2: Sensoren sinnvoll nutzen

[20.05.2026] Sensorik und Internet of Things sind das Nervensystem der smarten Stadt – sie liefern Daten, welche Prozesse optimieren und die Entscheidungsfindung erleichtern können. Beim Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur können Kommunen auch klein starten. mehr...

Elisabeth Fröhlich, Projektleitung VIAA, Stabsstelle Verkehrsfluss und Geo-Services, zeigt eine Kamera, die den Verkehrsfluss erfasst.

Lübeck: Weitere Kreuzungen digitalisiert

[11.05.2026] In Lübeck werden derzeit vier Kreuzungen mit einem innovativen System zur Verkehrserfassung ausgestattet. Die Hansestadt setzt damit ein weiteres Teilprojekt im Rahmen ihres Vorhabens VIAA um. mehr...

Grafik zeigt die drei Plattform-Bestandteile
bericht

Plattformen: Von smart zu intelligent

[30.04.2026] Digitale Lösungen können Prozesse beschleunigen, Mitarbeitende entlasten und den Bürgerservice verbessern. Drei Bausteine bringen Kommunen auf diesem Weg entscheidend voran: urbane Datenplattformen, Automatisierungs- und KI-Plattformen. mehr...

Kamera auf einem Mannheimer Abfallsammelfahrzeug

Mannheim: Mit digitaler Hilfe sauberer werden

[29.04.2026] Optische Sensoren sollen der Stadt Mannheim künftig dabei helfen, Verschmutzungen im öffentlichen Raum zu erfassen und so dazu beitragen, das Stadtbild zu verbessern. Die Technik wird zunächst in einer mehrmonatigen Pilotphase getestet. mehr...

Mehrere Personen stehen vor einem Stadtteiltreff in Kassel Wolfsanger

Kassel: App stärkt das Vereinsleben

[28.04.2026] 
Eine App soll in Kassel künftig helfen, die ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen besser und einfacher zu organisieren. Jetzt startet der im Rahmen des Modellprojekts Smart Kassel entwickelte digitale Assistent für Vereine in den Praxistest. mehr...

Lübeck: Kommunaler Gesamtabschluss bringt Mehrwert.

Lübeck: Hansestadt digital erleben

[27.04.2026] Die Hansestadt Lübeck erweitert ihr digitales Angebot um ein dreidimensionales Stadtmodell. Es macht Gebäude, Straßen und Plätze virtuell erlebbar und soll zugleich neue Anwendungen für Stadtentwicklung und Kulturvermittlung ermöglichen. mehr...

Eine Hand vor einem stilisierten Haus
bericht

Serie Smart Cities, Teil 1: Daten im Griff

[23.04.2026] Kommunale Daten sind die Grundlage jeder smarten Stadt. Wie gelingt es Städten und Regionen, Daten strategisch zu nutzen und so ihre digitale Transformation selbstbestimmt zu gestalten? Start einer neuen Expertenreihe des Fraunhofer-Instituts IESE. mehr...

Mehring sitzend, drei Personen stehen hinter ihm, festlich-förmlicher Rahmen

Markt Weisendorf: Zukunftsfähig mit Digitalen Zwillingen

[23.04.2026] Die Gemeinde Markt Weisendorf nutzt einen Digital Twin für Planung, Steuerung und Beteiligung. Aufbauend auf dem Förderprogramm TwinBy hat die Kommune mehrere Anwendungen entwickelt, die Daten bündeln und visualisieren und so kommunale Entscheidungen unterstützen. mehr...

Gelbes Maßband auf gelbem Hintergrund.

Kassel: Digitale Hilfe für barrierefreie Wege

[17.04.2026] In Kassel werden Daten zur Barrierefreiheit von Gebäuden in der Innenstadt erhoben und anschließend online gebündelt präsentiert. Das Projekt „Digitaler Wegweiser“ soll Menschen mit Hilfebedarf die Orientierung erleichtern. Bürgerinnen und Bürger können sich an der Datenerhebung beteiligen. mehr...