Future District ToolboxBaukasten für das Quartier von morgen

Das Whitepaper unterscheidet vier Trendthemen der Quartiersentwicklung.
(Bildquelle: futuredistricts.de)
Die Future District Alliance, ein Innovationsnetzwerk des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO, hat jetzt ein Whitepaper zur Entwicklung zukunftsfähiger Stadt- und Quartierskonzepte veröffentlicht. Wie das Fraunhofer IAO mitteilt, beschreibt die so genannte Future District Toolbox Teil I insgesamt 40 modular nutzbare Blaupausen mit anwendungsorientierten Innovationen. Sie lassen sich vier Trendthemen zuordnen, die das Whitepaper ebenfalls beschreibt.
Trendthema eins bezieht sich auf Communities, Nutzerbedarfe und Services, die das Engagement der Gemeinschaft in den Fokus stellen. Eine der Blaupausen thematisiert beispielsweise ein digitales Community-Management zur Stärkung sozialer Interaktion im Quartier. Das zweite Innovationsfeld sind Geschäfts-, Finanzierungs- und Betreibermodelle, die neue Möglichkeiten zur Rentabilität von Projekten aufzeigen. Exemplarisch genannt sei eine Blaupause für digitale Quartiers-Service-Plattformen für Drittanbieter, die Quartiersangebote einfach bündeln und buchbar machen.
Als dritter Trend werden zirkuläre Quartiersstrategien genannt, welche die Notwendigkeit von flexiblen Bauweisen, erneuerbaren Energiesystemen und verschiedenen Kreisläufen betonen. Die Blaupausen widmen sich beispielsweise den urbanen Wasserressourcen oder der dezentralen und nachhaltigen Energienutzung im Quartier. Trendthema vier sind neue Technologiefelder, die durch den Einsatz von KI-Tools fundierte Analysen, Simulationen und Handlungsempfehlungen für Planungs- und Umsetzungsprozesse erleichtern. Die Blaupausen reichen hier vom partizipativen Digitalen Zwilling über die automatisierte Quartiersplanung durch die KI-basierte Scan2BIM-Technologie bis hin zum KI-Baumeister oder der Echtzeitbaugenehmigung.
Die Blaupausen können je nach Bedarf der Quartiers- und Stadtentwicklung und nach Nutzeranforderungen und Umgebungsbedingungen im individuellen Kontext weiterentwickelt werden, erklärt das Fraunhofer-Institut.
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