Donnerstag, 12. März 2026

VG PollingBiometric Go ergänzt PointID

[26.01.2026] In Polling können biometrische Passbilder direkt auf dem Amt erstellt werden. Die Verwaltungsgemeinschaft bietet dafür die PointID-Geräte der Bundesdruckerei an. Um Babys und Kleinkinder ablichten zu können, greift sie auf die mobile Fotolösung Biometric Go zurück. Beide Aufnahmegeräte überstellen die Bilder direkt ins Fachverfahren des Einwohnermeldeamts.
Ein kleiner Junge hält ein Smartphone in der Hand, sein Gesicht ist bedeckt mit biometrischen Linien.

Gut getroffen? In Polling erleichtert eine mobile Lösung die Aufnahme biometrischer Lichtbilder von Babys und Kleinkindern.

(Bildquelle: mshmeljov/123rf.com)

Die Bürgerinnen und Bürger der Verwaltungsgemeinschaft Polling können biometrische Lichtbilder jetzt direkt auf dem Amt machen lassen. Wie die Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB) berichtet, wird das Angebot gut angenommen. „Mittlerweile werden 80 Prozent der Lichtbilder auf dem Amt gemacht“, sagt Volker Mäusbacher vom Einwohnermeldeamt der Kommune. „20 Prozent bringen ein digitales Lichtbild mit, das beim Fotografen erstellt wurde.“

Für den Fotoservice ist die rund 4.100 Einwohner zählende Verwaltungsgemeinschaft Polling von der Bundesdruckerei standardmäßig mit PointID-Geräten ausgestattet worden, berichtet die AKDB. Dank einer Schnittstelle werden die hier erstellten Bilder gleich nach der Aufnahme in OK.EWO, das Fachverfahren des Einwohnermeldeamts, übernommen. 

„Zu unseren Kunden zählen allerdings auch die Kleinsten – Babys und Kleinkinder, die nicht einmal sitzen können“, beschreibt Volker Mäusbacher ein Problem aus der Praxis. „Da stieß PointID an seine Grenzen. Es ist zwar höhenverstellbar, aber man kann damit schlecht ein liegendes Kind ablichten.“ 

Hier sorgte ein Tipp der Gemeinde Schwindegg für Abhilfe, heißt es vonseiten der AKDB. Die östlich von München liegende Kommune nutze in solchen Fällen Biometric Go, ein Handy, mit dem auch Kleinkinder flexibel abgelichtet werden können. Wiederum dank einer Schnittstelle könne die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifizierte Lösung die Lichtbilder direkt in die Antragsmaske in OK.EWO integrieren.

Einfache Installation und Anwendung

Diese Eigenschaften haben die Verwaltungsgemeinschaft Polling überzeugt. „Und so lichten auch wir mittlerweile Kinder bis zehn Jahren mit Biometric Go ab. Ab dem zehnten Lebensjahr setzen wir auf PointID“, berichtet Mäusbacher.

Das System ist für Sachbearbeitende einfach zu bedienen, erklärt die AKDB. Um eine Schnittstelle zwischen Antrag, Bürger und dem Foto zu schaffen, müsse lediglich ein QR-Code aus der OK.EWO-Antragsmaske abfotografiert werden. Nach Anfertigung des Fotos werde dieses automatisch im Antrag hinterlegt. Die Verwaltungsgemeinschaft stelle lediglich eine Stromversorgung und WLAN-Verbindung bereit, die Biometric-Go-Geräte werden standardmäßig mit SIM-Karte geliefert.

„Das Ganze war sehr einfach zu installieren“, berichtet Volker Mäusbacher. Auch habe die Einführung von Biometric Go kaum Schulungsaufwand verursacht. „Es gab ein Online-Schulungsvideo, das die wichtigsten Informationen abdeckte, aber die Bedienung des Gerätes ist eigentlich intuitiv.“

Für die Nutzung zahlt die Verwaltungsgemeinschaft 30 Euro monatlich, heißt es im Bericht der AKDB. In diesen Kosten seien fünf digitale Bilder enthalten. Jedes zusätzliche Bild koste sechs Euro. Diese zusätzlichen Kosten berechne die Verwaltung den Bürgern. Da insbesondere Kinder häufiger neue Fotos benötigen, sei eine stetige Nutzung der neuen Lösung sichergestellt und sie wirtschaftlich kalkulierbar.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Fachverfahren

Advertorial: Digitale Transformation braucht Struktur – und konkrete Lösungen

[05.03.2026] Auf dem GovTech-Gipfel Berlin 2026 wurde deutlich: Digitale Transformation in der öffentlichen Verwaltung braucht mehr als Strategiepapiere – sie braucht sofort umsetzbare Lösungen. In der Masterclass von Christopher Bock zeigte sich, wie skalierbare Fachverfahren wie raum]für[raum bereits heute Effizienz, Transparenz und Struktur in hybride Arbeitsmodelle bringen. Der klare Tenor des Gipfels: Jetzt handeln – nicht später. mehr...

Stadt Wolfsburg will sich zukunftsorientiert aufstellen.

Wolfsburg: SAP für Finanz- und Personalprozesse

[05.03.2026] In Wolfsburg wird die bisherige Software zur Steuerung von Finanz- und Personalprozessen durch ein neues ERP-System (Enterprise Resource Planning) abgelöst. Zum Einsatz kommen die Lösungen SAP S/4HANA für das Finanzwesen sowie das Personalmanagement- und Abrechnungssystem SAP SuccessFactors. mehr...

Richter hält Hammer in der Hand im Gerichtssaal

München: Open Source für die Schöffenwahl

[04.03.2026] Einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Justizverwaltung macht die Stadt München. Die Einführung der Open-Source-Anwendung Ehrenamtjustiz soll für effizientere Abläufe bei der Auswahl von Schöffen und ehrenamtlichen Richtern sorgen. mehr...

Advertorial: Low Code vereinfacht interkommunale Zusammenarbeit

[19.02.2026] Digitale Fachverfahren müssen heute schneller, flexibler und wirtschaftlicher entstehen – doch klassische Entwicklungsprozesse bremsen viele Verwaltungen aus. Die Low-Code-Anwendung OutSystems verschafft Abhilfe. mehr...

Bayerns Bauminister Christian Bernreiter am Rednerpult, im Vordergrund Publikum.

Bayern: Digitale Bauleitplanung flächendeckend

[17.02.2026] Die digitale Bauleitplanungs- und Beteiligungsplattform DiPlanung ist in Bayern landesweit verfügbar. Informations- und Schulungsangebote erleichtern Kommunen den Einstieg. Ein Förderprogramm unterstützt sie zudem dabei, Planungen im Standard XPlanung umzusetzen. mehr...

Kiel: Digitales Verfahren zur Geburtsanzeige

[12.02.2026] Die in Kiel realisierte elektronische Geburtsanzeige zeigt, was Digitalisierung ermöglicht: Kliniken und Hebammen sparen Zeit und vermeiden doppelte Eingaben, die Eltern bekommen Urkunden automatisch zugeschickt und Mitarbeitende des Standesamts können Anzeigen schneller prüfen und bearbeiten. mehr...

eingerüstetes Gebäude Bauwesen Baugenehmigung

Rostock: Pilot für digitalen Bauantrag

[11.02.2026] Schluss mit Papierakten und Postwegen: Rostock startet als Pilotkommune den Digitalen Bauantrag in Mecklenburg-Vorpommern – ein organisatorisch und technisch anspruchsvolles Großprojekt. mehr...

Angler hält eine Forelle in der Hand

Nordrhein-Westfalen: Fischereischein auf dem Smartphone

[10.02.2026] In Nordrhein-Westfalen können Fischereischeine ab Juli dieses Jahres auch online beantragt werden – und werden außerdem im neuen Scheckkartenformat und als elektronische Zertifikate auf dem Smartphone ausgegeben. mehr...

Beine mehrerer Personen, die auf einer Reihe von Stühlen in einem Flur sitzen

Praxis-Webinar: Digitale Entlastung für Jobcenter

[09.02.2026] Typische Herausforderungen im Jobcenter-Alltag und wie diese mit der Einführung einer digitalen Lösung zur Besuchersteuerung gemeistert werden können, stehen im Fokus eines Online-Webinars von SMART CJM gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Esslingen. mehr...

Kita-Lösungen: Neue Anwender für Little Bird

[05.02.2026] Das Unternehmen Little Bird hat zum Jahresauftakt zehn neue Kunden gewonnen: von Bautzen in Sachsen bis Lindau am Bodensee in Bayern ist der digitale Neustart in der Kinderbetreuung in vollem Gange. mehr...

Person mit Laptop auf dem Schoß; Aufsicht auf Torso, Arme, Hände und Oberschenkel

Nordrhein-Westfalen: BAföG-Fachverfahren fürs ganze Land

[02.02.2026] In Nordrhein-Westfalen wird das Gros der Anträge auf BAföG und Aufstiegs-BAföG per Post oder E-Mail eingereicht. Nun soll ein neues Fachverfahren eingeführt werden – landesweit. Den Auftrag erhielt die Firma Datagroup. mehr...

Blick auf ein Gebäude mit der Aufschrift Bürger- und Ordnungsamt.

Darmstadt: Fahrerlaubnisbehörde nimmt Fahrt auf

[02.02.2026] Mit neuen Strukturen und digitalen Angeboten konnte die Fahrerlaubnisbehörde in Darmstadt ihre Servicequalität erhöhen. Mehrere Onlineanträge, die vorherige Terminvereinbarung für den Behördenbesuch und eine digitale Schnittstelle zum TÜV-Hessen straffen dort nun die Abläufe. mehr...

Kleinkinder spielen mit Bauklötzen.

AKDB: adebisKITA als Cloud-Version

[26.01.2026] Als Cloud-Version soll die Software adebisKITA noch besser bei der Verwaltung von Kindertagesstätten unterstützen. Eine intuitive Bedienbarkeit und zeitgemäße Visualisierung sollen dazu ebenso beitragen wie die grundlegend neu gedachten Prozesse in der webbasierten Version. mehr...

Eine Frau sitzt in einem Großraumbüro und arbeitet an einem Computer.
bericht

Düsseldorf: Terminagent erfüllt Wünsche

[23.01.2026] In Düsseldorf stand das Amt für Einwohnerwesen lange vor der Herausforderung, den Bürgerservice effizient und gleichzeitig bürgerfreundlich zu gestalten. Gelungen ist das der Stadt mithilfe eines Terminagenten. mehr...